Neuer Cyclcocrosser: Stevens legt Dauerbrenner Super Prestige neu auf - für den Boom-Markt

Kult-Crosser neu aufgelegt
Neuer Cyclocrosser: Stevens Super Prestige 2027

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.07.2026
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Fahrbild Stevens Super Prestige 2027
Foto: Stevens

Trotz (oder wegen) des Gravelbooms erfreut sich Cyclocross im Dropbar-Universum großer Beliebtheit – unabhängig von der Frage, ob die Hatz durch Schlamm, Schnee und Sand ab 2030 olympisch wird oder nicht. Trotzdem bauen immer weniger Hersteller explizite Cyclocross-Bikes – der Gravel-Racer löst den Cyclocross-Renner zunehmend im Portfolio vieler Hersteller ab. Umso erfreulicher für Fans, dass Stevens die Spur hält: Schon jetzt, mitten im Sommer und während der Tour de France als wichtigstem Straßenrennen, haben die Hamburger ihr komplett überarbeitetes Cyclocross-Flaggschiff Super Prestige vorgestellt.

Standbild Stevens Super Prestige 2027
Stevens

Stevens schickt sein erfolgreiches Cyclocross-Bike mit einem klaren Versprechen in die Saison 2027: noch schneller. Dafür wurde der Rahmen "von Grund auf neu konstruiert" – nicht nur ein Facelift, eher ein kompletter Boxenstopp mit frischen Teilen.

Kern der Kur: eine aggressivere Geometrie mit kürzerem Reach, die das Handling spürbar agiler machen soll. Querfeldein heißt schließlich: Linien lesen, nicht im Geradeaus-Modus verharren. Praktisch ist auch die Abflachung am Oberrohr: Sie soll das Bike in Tragepassagen besser schultern lassen – schließlich gehört Laufen mit geschultertem Rad zum integralen Bestandteil vieler Crossrennen.

Details Gabel und Tragekomfort Stevens Super Prestige 2027
Stevens

Und weil Schlamm beim Crossen kein Nice-to-have, sondern Standard ist, wächst die Reifenfreiheit, besonders am Übergang Sitzrohr/Kettenstreben. Mehr Platz bedeutet: weniger Schleifen, mehr Leichtlauf, weniger Fluchen. Auffällig dabei: Die genaue nominelle Reifenfreiheit gibt Stevens gar nicht in Zahlen an, die Reifenfreiheit der Gabel wächst aber vor allem nach oben, nicht auch seitlich. Sprich: Es soll kein Schlamm mehr die Fahrt bremsen – nicht durch die Hintertür ein für besonders breite Gravelreifen tauglicher Dann-eben-doch-Gravel-Racer entstehen. Das Super Prestige bleibt ein Cyclocrosser. Nicht mehr und nicht weniger.

Auffällig konsequent: Komplettbikes gibt’s ausschließlich mit elektronischen Schaltungen – weniger Wartungsaufwand, mehr Fokus auf Renntempo. Es steht aber zu vermuten, dass Stevens auch weiterhin ein Rahmenset anbieten wird – das dann gegebenenfalls auch mit mechanischer Schaltung ausgestattet werden kann.

An Kompletträdern bietet Stevens zwei Modelle an: Das Flaggschiff Super Prestige ULT kommt mit Shimano Ultegra Di2 2x12 und Leeze CC 45 Basic AR-Carbonlaufrädern auf schlanke 7,7 Kilogramm Lebendgewicht. Kostenpunkt: 4399 Euro.

Das Super Prestige Rival mit namengebender SRAM Rival XPLR E1 AXS 1x13-Gruppe wiegt mit DT Swiss E 1800 Alu-Laufrädern 8,0 Kilogramm und kostet 3399 Euro. Beide Ausführungen rollen auf Schwalbe X-One R Evo 33-622-Reifen.

Dass das neue Stevens Super Prestige dank UCI-Freigabe im Rennsport eingesetzt werden kann, ist bei so einem Wettkampfrad naheliegend und sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Die Cyclocross-Saison ist zwar noch weit weg, aber die Vorfreude wächst – Tour de France hin oder her.

Stevens Super Prestige Rival 2027
Stevens