Rose zeigt neue Rennrad-Modelle Shave, Shave FF und Shave FFX

Rennrad-Modelle Shave, Shave FF und Shave FFX
Rose stellt neue Shave-Plattform vor

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.02.2026
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Rose Shave Rennrad
Foto: Paul Masukowitz

Kurz und Knapp

  • Modelle: Shave (105 Di2, Rival AXS, Ultegra Di2, Force AXS), Shave FF (Ultegra Di2, Force AXS), Shave FFX (Dura-Ace Di2, Red AXS)
  • Preise: Shave ab 3.600 Euro, Shave FF ab 5.600 Euro, Shave FFX ab 8.000 Euro
  • Rahmengewichte: (Größe M): Shave 995 g, Shave FF 850 g, Shave FFX 795 g
  • Komplettgewichte: (Größe M): Shave ab 7,7 kg, Shave FF ab 7,0 kg, Shave FFX ab 6,6 kg
  • Ausstattung: Serienmäßig Carbon-Cockpit und Powermeter an allen Modellen
  • Reifenfreiheit: Shave bis 36 mm, Shave FF/FFX bis 35 mm
  • max. Systemgewicht: Shave 120 kg, Shave FF/FFX 110 kg
Rose Shave,Rennrad 2026,Farbauswahl,Collage
Rose

Mit der neuen Shave-Plattform strukturiert Rose sein Rennrad-Portfolio grundlegend neu. Die Baureihe löst die bisherigen Modelle Reveal (Endurance) und Xlite (Race) ab und gliedert sich künftig klar in drei Linien: Shave als komfortorientiertes On-Road-Performance-Bike sowie Shave FF und Shave FFX als kompromisslose Wettkampfmaschinen. Gemeinsame Basis ist ein neu entwickeltes Carbon-Rahmenset, das Aerodynamik, Ergonomie und moderne Reifenfreiheit stärker miteinander verzahnen soll als bisher.

Rose Shave Rennrad
Paul Masukowitz

Shave: Endurance neu gedacht

Das "klassische" Shave positioniert Rose als sportliches Endurance-Rennrad, das optisch und fahrdynamisch bewusst näher an die Race-Bikes rückt. Grundlage ist das sogenannte "Aergo Concept", bei dem aerodynamisch optimierte Rohrformen mit einer vergleichsweise moderaten, aber nicht zu aufrechten Sitzposition kombiniert werden sollen.

Im Vergleich zum Vorgänger Reveal fällt die Geometrie spürbar sportlicher aus: steilere Steuer- und Sitzwinkel, kurze Kettenstreben (412 mm) und ein Stack-to-Reach-Verhältnis von rund 1,54 in Größe M versprechen mehr Agilität, ohne den Langstreckenanspruch aufzugeben. Die Reifenfreiheit liegt bei bis zu 36 mm, serienmäßig werden 32-mm-Reifen verbaut – ein klarer Hinweis auf den Fokus auf Komfort, Traktion und Alltagstauglichkeit.

Das Rahmenset bringt laut Hersteller 995 Gramm (Rahmen) und 440 Gramm (Gabel) auf die Waage, das zulässige Systemgewicht liegt bei 120 kg. Auffällig: Rose verzichtet bewusst auf großflächige Logos und setzt auf ein minimalistisches Design.

Serienausstattung und Modelle

Alle Shave-Modelle kommen serienmäßig mit integriertem Rose-Race-Carbon-Cockpit und Powermeter, was in dieser Preisklasse bemerkenswert ist. Zur Auswahl stehen vier Ausstattungsvarianten:

  • Shimano 105 Di2 – ab 3.600 Euro
  • Sram Rival AXS – ab 3.800 Euro
  • Shimano Ultegra Di2 – ab 5.000 Euro
  • Sram Force AXS – ab 5.200 Euro
Rose Shave Rennrad Kurbel Sram Kettenblatt
Paul Masukowitz

Je nach Modell kommen Aluminium-Laufräder (Rose R30) oder Carbon-Laufräder (Newmen Advanced A.50) zum Einsatz. Die Komplettgewichte liegen zwischen 8,3 kg (105/Rival) und 7,7 kg (Force) in Größe M.

Shave FF und FFX: Fokus Wettkampf

Mit Shave FF und Shave FFX adressiert Rose explizit den Renn- und Performance-Bereich. Beide Modelle ersetzen das Xlite und teilen sich eine deutlich aggressivere Geometrie mit geringerem Stack, längerer Reach-Orientierung und 0-mm-Offset-Sattelstütze.

Rose Shave FFX Rennrad Oberrohr
Paul Masukowitz

Leichter und aerodynamischer

Der Rahmen des Shave FF wiegt laut Rose 850 g, der des noch leichteren FFX sogar nur 795 g (jeweils Größe M). Die Gabelgewichte liegen bei 390 bzw. 370 g. Komplettgewichte beginnen bei 7,0 kg (FF) und 6,6 kg (FFX).

Im Windkanal soll das Shave FF 10 Watt schneller sein als das bisherige Xlite. Details wie eine flächige Gabel, ein schmales Steuerrohr und filigrane Sitzstreben unterstreichen den Aero-Fokus. Die Reifenfreiheit beträgt 35 mm – UCI-konform, aber ungewöhnlich großzügig für ein Race-Bike.

Laufräder und Fahrstabilität

Neu entwickelt wurden die Rose RC55 und RC55CS Carbon-Laufräder mit 55 mm Felgenhöhe und 23 mm Innenmaulweite. Rose setzt bewusst auf eine symmetrische Felgenform, um das Lenkmoment bei Seitenwind zu reduzieren. Laut Hersteller ist das Lenkmoment im Vergleich zur früheren RC60 halbiert – ein Ansatz, der weniger auf Maximal-Aero, sondern auf kontrollierbares Handling zielt.

Rose Shave Rennrad Cockpit Carbon Radcomputer
Paul Masukowitz

Ausstattung und Preise

  • Shave FF: Ultegra Di2 oder SRAM Force AXS, ab 5.600 Euro
  • Shave FFX: Dura-Ace Di2 oder SRAM Red AXS, ab 8.000 Euro

Auch hier sind Powermeter serienmäßig, beim FFX teilweise beidseitig messend. Die Cockpits fallen schmal aus, die Kurbeln kurz – klare Anleihen an Trends aus dem Profirennsport. Sprinter Dylan Groenewegen vom Team Unibet Rose Rockets siegte gleich bei seinem ersten Saisoneinsatz auf dem neuen Shave FFX.

Integration und Zubehör

Rose baut das Shave-Ökosystem konsequent aus: vom speziell angepassten Aero-Flaschenhalter über einen stabilen Computer-Mount bis hin zu einem Chainguide, der in Kooperation mit Wolftooth entwickelt wurde und vor allem für 1×‑Setups auf Kopfsteinpflaster gedacht ist. Optional lässt sich das integrierte Cockpit mit einem Deda-TT-Aufsatz für Zeitfahr- oder Triathlon-Einsätze erweitern.

Einordnung

Winterhandschuh-Test
Eric Gutglück
Redakteur

Mehr Infos: Rose Bikes