13 Gänge für ein Halleluja: Das Raymon Arva Elite
Die Marke Raymon drängt laut eigener Aussage vehement ins High-Performance-Segment und präsentiert mit dem "Arva Elite" einen neuen Aero-Renner. Das Rad solle konsequent auf Effizienz, Integration und modernste Antriebstechnik getrimmt sein. Ein Blick auf das Datenblatt verrät: ein schnelles Gesamtpaket könnte der Hersteller aus Schweinfurt da auf die Reifen gestellt haben.

Ein Highlight des Raymon Arva Elite ist die Campagnolo Record 2×13 Road-Schaltgruppe, mit 52/36T-Kurbel.
Kurz & Knapp: Raymon Arva Elite
- Rahmen: Ultra High Tensile Carbon, D-Shape Sattelstütze, vollintegriertes Cockpit
- Schaltung: Campagnolo Record 2x13 Road, 52/36T
- Bremsen: Hydraulische Campagnolo Record Disc, 160 mm
- Laufräder: Fulcrum Wind 57 Carbon, 57 mm Felgenhöhe
- Gewicht: unter 8 kg/ Größe M (Herstellerangabe)
- Preis: 6699 Euro
Windkanal-Optik und sportliche Geometrie
Die Basis des Arva Elite bilde ein Rahmen aus "Ultra High Tensile Carbon". Bei der Entwicklung habe ein optimales Verhältnis aus Steifigkeit, Gewicht und Aerodynamik im Fokus gestanden. Die Rohrformen kommen strömungsoptimiert daher, die Übergänge seien bewusst reduziert worden. Wie es sich für ein modernes Aero-Bike gehört sei alles integriert, was irgendwie im Wind stehen könnte, erklärt der Hersteller: Kabel verlaufen komplett innen, das Cockpit bilde eine Einheit und auch Details wie die D-Shape-Sattelstütze und integrierte Steckachsen sollen dem Luftwiderstand ein Schnippchen schlagen.

Alles auf Aero: innenverlegte Kabel, One Piece-Cockpit und auch Details wie die D-Shape-Sattelstütze und integrierte Steckachsen sollen dem Luftwiderstand den Kampf ansagen.
Dass es sich hierbei nicht um ein gemütliches Tourenrad handelt, zeigt die Geometrie. Ein längerer Reach, ein tiefes Steuerrohr und eine entsprechend gestreckte Sitzposition sollen den Fahrer in eine aerodynamisch effiziente Haltung zwingen. Laut Raymon werden die hauseigenen Profi-Rennteams das Arva Elite noch in dieser Saison über den Asphalt jagen.
Elektronisch, kabellos, 13-fach: Die Campagnolo Record
Das eigentliche Highlight des Rades dürfte für Technik-Nerds aber die Schaltung sein. Raymon verbaut die brandneue Campagnolo Record 2x13 Road in der sportlichen 52/36T-Konfiguration. Richtig gelesen: 13 Gänge auf der Straße. Die elektronische und kabellose Gruppe übernehme laut Raymon die Architektur und Schaltlogik des sündhaft teuren Super-Record-Topmodells, sei aufgrund anderer Materialien lediglich ein wenig schwerer.

Die Schaltlogik stammen von dem teuren Super Record-Topmodell.
Durch die 13 Ritzel am Heck ergäben sich enge Gangabstufungen, was eine hochpräzise Anpassung der Trittfrequenz ermögliche – besonders bei schnellen Tempowechseln im Peloton. Damit dem System nicht der Saft ausgeht, sollen zwei Akkus die Energie für bis zu 750 Kilometer liefern. Geladen wird nutzerfreundlich per USB-C. Einstellungen an der Schaltlogik oder Diagnosen lassen sich zudem ganz modern per Smartphone-App vornehmen.

Zupacken: die Campagnolo-Bremse kommt mit 160 mm-Bremsscheiben, die auch auf rasanten Abfahrten Sicherheit bieten sollen.
Hohe Felgen für hohes Tempo

57 mm für die Aerodynamik: Fulcrum Wind 57 Carbon-Laufräder.
Um den Speed auf der Straße zu halten, drehen sich im Arva Elite die Fulcrum Wind 57 Carbon-Laufräder. Mit ihrem 57 Millimeter hohen Felgenprofil seien diese klar auf High-Speed ausgelegt. Gebremst wird der Aero-Renner von einer hydraulischen Campagnolo Record Scheibenbremse mit 160-Millimeter-Rotoren, die auch bei steilen Abfahrten nicht in die Knie gehen soll.
Der Preis für das neue High-End-Paket von Raymon: 6699 Euro.





