BH möchte mit "BH x Artist" auch 2026 wieder zeigen, dass Rennrad-Design nicht nur aus Wattwerten, Rohrformen und Windkanal-Vokabular bestehen muss. Die aus dem Baskenland in Spanien stammende Marke verfolge demnach das Ziel, Kunst und Radsport zusammenzubringen: Künstler aus unterschiedlichen Disziplinen interpretieren bekannte BH-Modelle neu – diesmal laut BH erstmals international.
Die vorherigen Editionen
Nach zwei vorangegangenen Editionen geht das Projekt 2026 einen Schritt weiter. Den Auftakt der Serie hätten zuvor die Baskin Raisa Álava mit einem personalisierten BH Aerolight sowie Illustrator Kike Álvarez mit einem künstlerisch gestalteten BH iGravelX gemacht. Beide Räder seien als Einzelstücke entstanden und seien, so der Hersteller, als ikonische Unikate wahrgenommen worden – als eine Art rollende Visitenkarte dafür, dass BH Kunst als zusätzliche Ausdrucksform neben Design und Technologie verstehe.

Der Künstler Joren Joshua legt am Rahmen des SL1-Rennrads Hand an.
Künstler Joren Joshua
Mit der dritten Ausgabe soll die Kunstbühne nun größer werden: Der in Rotterdam lebende Künstler Joren Joshua hat das BH SL1 neu interpretiert – und diese Edition markiere laut BH die erste internationale Zusammenarbeit in der Geschichte der Serie. Das Konzept dahinter klingt weniger nach Hochglanz-Perfektion, sondern eher nach bewusstem "Work in progress": Der Rahmen sei vollständig von Hand lackiert worden und solle die Ästhetik einer ersten Skizze zeigen – inklusive sichtbarer Linienführung, lebendiger Farben und Pastelltönen.
Erstmals zu sehen war das Einzelstück auf der Velofollies im Januar in Belgien. Dort sei das handlackierte SL1 Rennrad schnell zu einem Publikums-Magneten geworden, erklärt der Hersteller. BH ordne das auch strategisch ein: "Solche künstlerischen Unikate seien bereits in der Vergangenheit gezielt als Blickfang auf Messen und Events eingesetzt worden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und die visuelle Identität der Marke zu stärken."

Sein Stil zeigt eine humorvolle Bildsprache, die stark von Graffiti und klassischen Drucktechniken geprägt ist.
Bildgewaltig
Der Niederländer Joren Joshua sei für eine originelle, oft humorvolle Bildsprache bekannt, die Einflüsse aus Graffiti und klassischen Drucktechniken beinhalte. Alltagsszenen übertrage er in einen dynamischen Stil, der sich – so die Beschreibung – unterschiedlichsten Oberflächen anpassen lasse. "Für mich war das Zeichnen immer ein sehr natürlicher Prozess. Irgendwann war es fast selbstverständlich, dass genau das meine größte Stärke ist," heißt es in der Mitteilung.

BH Bikes geht 2026 damit in die dritte Runde des BH x Artist-Projekts.
Die Zusammenarbeit mit BH habe für Joshua vor allem eine neue Herausforderung bedeutet: eine dreidimensionale Fläche wie einen Fahrradrahmen zu gestalten – statt wie sonst auf zweidimensionalen Formaten zu arbeiten. Entscheidend sei dabei die vollständige kreative Freiheit gewesen. Er frage sich: Was bedeute ein Fahrrad für ihn? Joshua beschreibt es als "Ausweg", aber auch als Sammlung von Momenten. Entsprechend habe er das Rad wie ein Skizzenbuch behandelt – Pastelltöne hätten für ihn genau diesen skizzenhaften Charakter und die passende Dynamik transportiert.

„Für mich war das Zeichnen immer ein sehr natürlicher Prozess. Irgendwann war es fast selbstverständlich, dass genau das meine größte Stärke ist.“
Unterm Strich werde das SL1 in dieser Erzählung zum Sinnbild von Freiheit – und zur Leinwand für Erlebnisse und persönliche Geschichten, erklärten die Basken schon fast romantisch-trivial. Nun, ein Hingucker ist dieses Unikat allemal.





