Neues Fahrrad-Radar: Das Garmin RearVue 820 im ROADBIKE-Test

Garmin RearVue 820 StVZO
Plus an Sicherheit: Neues Fahrrad-Radar von Garmin

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.02.2026
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Das neue RearVue 820 Radar von Garmin.

Rücklichter mit Radarfunktion werden besonders bei Rennradfahrern immer beliebter. Denn klar: Wer viel auf der Straße unterwegs ist, profitiert davon, wenn er immer im Blick hat, was hinter ihm passiert. Und das, ohne sich umdrehen zu müssen. Jetzt hat Garmin - mit dem Varia-Radar einer der Pioniere in diesem Segment – noch einmal nachgelegt und bringt das Varia RearVue 820 StVZO auf den Markt – und hat noch ein paar neue, sehr spannende Funktionen integriert.

Kurz & knapp: Garmin Varia RearVue 820 StVZO

    - Preis: 299,99 Euro
    - Abmessungen: 98,9 x 25,9 x 43,2 mm
    - Gewicht: 90 Gramm
    - Wasserdichtigkeit: IPX7
    - Strahlbreite des Radars: 60 Grad
    - Betrachtungswinkel Rücklicht: 220 Gard

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Das neue RearVue 820 Radar von Garmin.

So soll das RearVue 820 dank innovativer Radar-Technologie die Fahrzeuggröße erkennen und in drei Kategorien (klein, mittel, groß) unterteilen. Mit einem Blick auf den Edge soll der Fahrer also sofort wissen, ob von hinten ein Kleinwagen oder ein 40-Tonner herangerauscht kommt. Außerdem soll das RearVue erkennen und in Echtzeit darstellen, wenn Fahrzeuge hinter einem die Spur wechseln. Auf dem Radcomputer soll außerdem der Überholabstand visuell angezeigt werden.

Die Reichweite des RearVue gibt Garmin mit bis zu 175 Metern, natürlich abhängig von den jeweiligen Straßenbedingungen. Das ist auch deutlich früher, als man Fahrzeuge üblicherweise hören kann.

Das helle, StVZO zugelassene Rücklicht soll dabei aus Entfernungen von bis zu 350 Metern sichtbar sein und biete eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden im Dauerlicht-Modus mit Radar und bis zu 30 Stunden im Radar-Modus.

Das neue RearVue 820 Radar von Garmin.
Brazo de Hierro

Kompaktes Design

Egal ob tägliches Pendeln oder die Ausfahrten mit dem Rennrad: Das Varia RearVue kommt in einem kompakten, modernen Design und lässt sich dank neuer Halterung für runde, Aero- und D-Shape Sattelstützen an einer Vielzahl von Fahrrädern zuverlässig montieren.

Das Varia RearVue 820 StVZO ist für 299,99 Euro (UVP) erhältlich.

Der ROADBIKE-Testeindruck

Wir von ROADBIKE haben das neue Radar bereits im Einsatz und werden an dieser Stelle von unseren Testeindrückend fortlaufend berichten. Zuallerst ist uns die einfache Montage und Einrichtung aufgefallen. Garmin liefert das RearVue mit einer Halterung sowie drei verschiedenen Adaptern für runde, D-förmige und Aero-Sattelstützen sowie zwei Gummi-Ringen in unterschiedlichen Längen aus. So ist das Radar schnell und verdrehsicher angebracht. Das Koppeln mit einem Edge-Radcomputer ging auch sehr problemlos und war in wenigen Minuten erledigt. Einzig die Anpassung der Rücklicht-Funktion ist etwas versteckt. Sie verbirgt sich bei den Sensor-Einstellungen nicht unter "Radar" sondern unter "Licht-System". Aufgeladen wird das RearVue per USB-C, unser Gerät war aber schon bei ca. 95%, sodass das erste vollständige Aufladen schnell erledigt war.

Der ersten Testfahrt stand also nichts im Wege. Im Stadtverkehr werden allerdings schnell die Einschränkungen des Radars deutlich. Wegen des vielen Verkehrs mit vielen Autos ist es auf dem Radcomputer quasi im Dauermodus am Piepen und Blinken. Immerhin funktioniert die Einteilung von sich nähernden Fahrzeugen in Fahrräder, Autos und Lastwagen/Busse sehr zuverlässig.

Sehr gespannt waren wir auch auf die neue Funktion, mit der das RearVue auch einen Spurwechsel von Fahrzeugen anzeigen kann. So wirklich überzeugend war das zumindest im ersten Test in der Stadt nicht, die Fahrzeuge in der Anzeige seitlich auf dem Edge-Display wechseln fröhlich hin und her und werden nicht klar bestimmten Spuren zugeordnet. Immerhin lässt sich diese Funktion auch deaktivieren, sodass die Fahrzeuge hinter einem nur in einer Reihe angezeigt werden.

Es zeigt sich: Im Stadtverkehr kann das RearVue zwar auch hilfreich sein, aber so wirklich in seinem Element ist es nicht. Sinnvoller ist es im Rennrad-Einsatz auf Landstraßen, wenn nicht ohnehin ständig Autos überholen. Denn das RearVue erkennt Fahrzeuge wirklich schon sehr früh und zeigt sie an, bevor man sie selbst hört.