Kult-Marke ist zurück: Solltest du wirklich 6.000 € für dieses "alte" neue Bike ausgeben?

Nukeproof Giga Carbon Pro im Test
Comeback nach Insolvenz?

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.05.2026
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Sie sind zurück! Nach der Insolvenz 2023 wurde Nukeproof 2025 von der Belgian Cycling Company übernommen und startet nun wieder in den Verkauf. Aktuell ist lediglich eine Komplettversion des Giga für 5999 Euro verfügbar. Immerhin bietet die ursprünglich aus Michigan stammende Marke ganze fünf Größen an. Vorgestellt wurde das Giga vor fünf Jahren, angesiedelt zwischen dem Race-Enduro Mega und dem Downhillbike Dissent.

Finn Sandmann
Redaktionstrainee

Kurz & Knapp: Nukeproof Giga

  • Preis: 5999 €
  • Gewicht: 16,3 kg
  • Größen: S, M, L, XL und XXL
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Federweg: 180-/180-mm-Federweg
Detailaufnahme eines Mountainbike-Hinterbaus mit Kettenstrebenschutz und grobstolligem Hinterreifen. Das Bild zeigt einen Teil des Rahmens, die Kettenstrebe und den Schutz vor Kettenschlägen.
Stefan Eigner - eignerframes

Ausstattung und Details

Mit aktuellen 2026er Parts ausgestattet, muss das Giga nun zeigen, ob es mit den deutlich neueren Konkurrenten noch mithalten kann. Die Geometrie-Werte des Carbonrahmens wie Winkel und Co. wirken weiterhin erstaunlich aktuell. Das Giga kommt mit 63,5 Grad Lenkwinkel und 78 Grad Sitzwinkel und Mullet-Bereifung.

In Größe L liegt der Reach bei moderaten 475 mm, die Kettenstreben sind mit 435 mm auch für heutige Verhältnisse schön kompakt gehalten. 180 mm Federweg vorne wie hinten liefert das Giga, bereitgestellt von einem Rock-Shox-Select-Plus-Fahrwerk aus Zeb-Gabel und Vivid-Air-Dämpfer. Srams elektronische GX-Transmission wechselt die Gänge auf Knopfdruck und kabellos. Zum Entschleunigen ist eine Maven-Bronze-Bremse verbaut.

Fahreindruck Nukeproof Giga Carbon Pro

Aufgesessen nimmt man leicht erhöht und sehr ausgewogen zwischen Vorder- und Hinterrad Platz. Diese Balance verleitet zu einem aggressiven Fahrstil, tief über dem Lenker. Die hohe Laufruhe sorgt auch bei hohem Tempo für Sicherheit. Das Fahrwerk spricht sensibel an, nutzt den Federweg aber etwas zurückhaltender als andere Bikes. Dadurch bietet es eine gute Plattform zum Pushen an Wurzeln und Wellen. Das Bike fährt sich etwas träge und fordert mehr Körpereinsatz, um in eine Kurve gedrückt zu werden. Durch gezieltes, aktives Pumpen erzeugt man Preload im Fahrwerk und kann so selbst enge Anlieger problemlos durchsurfen.

Extra-Punkte sammelt Nukeproof mit der Reifenwahl: Die Schwalbe-Pneus kommen mit stabiler Gravity-Karkasse und vorne mit der weichsten Super-Soft-Mischung. So muss man sich beim ersten Parkbesuch nicht zurücknehmen, sondern kann in jede Kurve voll reingehen. Bergauf wird der Reifen zum Bremsklotz, während Geometrie und Fahrwerk effizient arbeiten.

Das mochten die Tester

 schicker Carbonrahmen

 große Auswahl an Rahmengrößen

 zentraler Stand im Rad, gute Front-Heck-Balance

 sensibles Fahrwerk mit ausreichend Support im mittleren Federwegsbereich

 verleitet zu aggressivem Fahrstil

Das mochten die Tester weniger

 etwas träge

 aktuell nur eine Ausstattungsvariante verfügbar

Fazit