Testnote „sehr gut“: Schicker Rahmen mit Manufaktur-Charme im Härtetest

Grin One Enduro im Test
Leichtes und verspieltes Enduro

Inhalt von
ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.05.2026
Als Favorit speichern

Ganz in der Nähe des Bikeparks Beerfelden, im Trailparadies Eberbach, gründete Philipp Brunn 2022 die Marke Grin. Nach der Vorstellung eines Vorserien-Modells auf den Craft Bike Days 2023 ging das Grin One im vergangenen Jahr in die Produktion.

Oliver Wittmers
Testfahrer

Kurz & Knapp:

  • Preis: 2450 € (Rahmenset)
  • Gewicht: 15,1 kg
  • Größen: S, M, L und XL
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Federweg: 170-/166-mm-Federweg
Detailaufnahme eines Mountainbike-Hinterbaus mit Fokus auf Kassette, Kette und Ausfallende. Die Aufnahme zeigt die Schaltkomponenten und den Rahmenanschluss im Bereich des Hinterrads. Zu erkennen ist eine DT Swiss 350 Nabe.
Stefan Eigner - eignerframes

Ausstattung und Details

Drei Rahmengeometrien bietet er vom One an: Neben einer Trail-Variante gibt es die Alpin-Version, ausgelegt für 160 mm Federweg. In unseren Test fand sich das abfahrtslastige Grin One Enduro ein. In Größe L bietet es 166 mm Heckfederweg und ist für eine 170-mm-Federgabel ausgelegt.

Zudem lässt Grin die Wahl zwischen 29-Zoll- und Mullet-Setup zu. Aktuell bietet Grin ausschließlich Rahmensets an, die in Taiwan gefertigt werden und mit ihren sauberen Schweißnähten optisch herausstechen. Die Komponenten müssen separat zugekauft werden. Für unseren Test schickte Grin uns einen Spezial-Aufbau mit Trickstuff-Bremse, Rock-Shox-Ultimate-Fahrwerk und einer Sram-GX-Schaltung.

Fahreindruck Grin One Enduro

Auf dem Trail zeigt sich das Grin äußerst wendig und verspielt. Stylisch Staub aufwirbeln ist in Anliegern auf jeden Fall drin. Durch das poppige Fahrwerk lässt sich in der Luft auch das Heck rausschwingen und genug Höhe generieren für maximale Airtime. Der hohe Gegenhalt am Heck kostet jedoch Performance in rauen Downhills. Hier gibt der Hinterbau einige Schläge direkt weiter, wodurch man viel Feedback in den Füßen verspürt. Eine Anti-Pedalrückschlagnabe könnte für mehr Komfort sorgen.

Positiv: Bei Tempo lässt sich der Trail gut erspüren und das Bike sehr intuitiv auf der richtigen Linie platzieren.

Die Front ist angenehm hoch, der Lenkwinkel steht mit 63,2 Grad im Low-Setting flach und sorgt für Laufruhe am Vorderrad. Die 15,1 zeigen sich auf den Wegen vom Parkplatz zum Lift, wie auch in der Pedalierfreundlichkeit.

Das One Enduro überzeugt insgesamt als schicker Rahmen für den Individualaufbau, mit fein abgestimmter Geometrie und Manufaktur-Charme. Definitiv eine gute und preiswerte Option für einen Dreambuild. Doch vor der großen Parts-Bestellung sollte man die Eckdaten checken. Möchte man das Bike mit 29-Zoll-Hinterrad fahren, sind nur 2,4 Zoll breite Reifen zugelassen. Die Webseite gibt alle wichtigen Informationen zu Kompatibilität.

Das mochten die Tester

 schicker Rahmen aus Alu

 verspielte und doch ausbalancierte Geometrie

 leichtestes Rad im Test

 gut gelöste Zugführung

Das mochten die Tester weniger

 nur Rahmenset erhältlich

 Hinterbau gibt Schläge direkt an den Fahrer weiter

Fazit