Sram gegen Shimano, Rock Shox oder Fox: Duelle der Giganten gibt es in der Bike-Industrie so einige. Zu Beginn des Jahres stellt Fox nun seine neuen Produkte vor. Hier findest du die Übersicht!

Mit den diesjährigen Neuheiten kämpft Fox definitiv um die Krone der Fahrwerkshersteller. Auch RockShox präsentiert in diesen Tagen schon die Komponenten für das neue Modelljahr. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wer sich im Duell der Giganten durchsetzen kann.
Fox Float X2 Live Valve Neo
Wer die neuen Bikevorstellungen zum Anfang des Jahres verfolgt hat, dem dürfte am Orbea Rallon RS ein neuer Dämpfer mit Live-Valve-Technologie aufgefallen sein. Live-Valve kennt man schon von anderen Dämpfern von Fox, wie dem Float X oder dem DHX, an denen im vergangenen Jahr die Neo-Evolutionsstufe präsentiert wurde.
Neo ist ein neues Funkprotokoll von Fox. Der Dämpfer soll sich also in einer Siebzigstelsekunde an den Trail anpassen. Nun ist auch der abfahrtslastige Float-X2-Dämpfer mit großer Luftkammer als Live-Valve-Neo-Modell verfügbar. Zwei Sensoren an den Bremssätteln "lesen den Trail", messen also Neigung und Untergrundbeschaffenheit. Im Anstieg schaltet sich der Dämpfer straff, im ruppigen Downhill öffnet er sich. Dadurch sorgt er dafür, dass keine Energie im Dämpfer versackt. Einstellen lässt sich das System mithilfe vieler Parameter über die Fox-App.

Der Float X2 ist jetzt auch als elektronische Version verfügbar. Je nach Situation schaltet er straffer oder offener, um für eine maximale Effizienz zu sorgen.
Kurz & knapp: Fox Float X2 Live Valve Neo
- elektronischer Dämpfer für den Einsatz am Endurobike
- Automatischer Firm-Modus und Anpassung der Druckstufe an das Gelände
- Erkennung der Bike-Neigung und Trail-Beschaffenheit mithilfe zweier Sensoren an den Bremsaufnahmen
- Preis: 1.399 Euro (Dämpfer) + 479 Euro (Sensoren- und Batterie-Kit)
Fox 34 und 36: Neue Kartusche für die Trail-Gabeln
Kurz nach dem umfassenden Update der Grip-X2-Kartusche für maximale Abfahrtsperformance bekommt jetzt auch die leichtere Grip-X-Kartusche ein Update, um das Beste aus den Trail-Federgabeln 36, 36 SL und der 34 SL herauszuholen.

Der Firm-Mode der Grip-X-Kartusche entfällt. Laut Fox wurde dieser bisher von vielen Fahrern kaum genutzt.
Kurz & knapp: Fox 34 SL, 36 SL und 36
- 34 SL: 120–130 Millimeter Federweg, Grip-X- oder Grip-SL-Kartusche
- 36 SL: 130–140 Millimeter Federweg, Grip-X- oder Grip-SL-Kartusche
- 36: 150–160 Millimeter Federweg, Grip-X- oder Grip-X2-Kartusche
- Neue Grip-X-Dämpfungskartusche mit überarbeitetem Hauptkolben und neuem Ventilstapel für feineres Ansprechen und mehr Mid-Stroke-Support
- 3 Einstellmöglichkeiten der Grip-X-Kartusche: High- und Low-Speed-Druckstufe, High-Speed-Zugstufe
Fox 34 und 36: Was ist neu?

Wie die Grip-X2 schon vor ein paar Wochen erhält nun auch die Grip-X-Dämpfungseinheit ein Update.
Die größte Neuerung ist die aktualisierte Grip-X-Kartusche, die speziell für Trailbikes entwickelt wurde. Am Casting hat Fox nichts verändert, schließlich wurde die aktuelle Generation erst im vergangenen Jahr präsentiert.
Der bisherige Firm-Modus der Grip-X-Kartusche fällt weg, stattdessen liegt der Fokus auf besserer Dämpfungsleistung in Abfahrten, erhöhter Sensibilität und mehr Unterstützung im mittleren Federwegsbereich. Die Updates orientieren sich dabei an denen der Grip X2 aus dem abfahrtslastigeren Bereich, bleiben aber leichter.
Fox 36 und 34: Wann wähle ich welche Kartusche?
Die Wahl der passenden Dämpfungskartusche hängt vor allem vom Einsatzzweck ab. Die Grip SL eignet sich besonders für Fahrerinnen und Fahrer, die primär auf geringes Gewicht und eine Lockout-Funktion Wert legen – zum Beispiel beim Cross- oder Down-Country-Einsatz.
Die neue Grip-X-Kartusche ist für die meisten Trailbiker die beste Wahl: Sie kombiniert gutes Ansprechverhalten bergab mit geringem Gewicht und einfach bedienbaren Einstellmöglichkeiten, was sie zum vielseitigen Allrounder macht.
Wer dagegen maximale Einstellmöglichkeiten und bestmögliche Performance in anspruchsvollen Abfahrten sucht, etwa bei Enduro- oder Downhillstrecken, und für den das geringe Mehrgewicht kein Problem ist, der ist mit der Grip-X2-Kartusche am besten beraten.
Fox 38: Der Platzhirsch an Enduro und E-Bike
Auch für die Gabel am Bike des amtierenden Enduro-Weltmeisters Richie Rude gibt es ein Update. Sie übernimmt, wie auch die wenige Tage zuvor präsentierte 40, einige Elemente der im vergangenen Jahr präsentierten Fox Podium, sowie die neue Grip-X2-Kartusche.
Kurz & knapp: Fox 38
- Federgabel für Enduro und E-MTB
- 27,5 oder 29 Zoll
- Federweg: 160, 170, oder 180 Millimeter Federweg
- 38-mm-Standrohre, überarbeitetes Lower-Design
- Neue Grip-X2-Kartusche und Glide-Core-Luftkammer
- Gewicht: 2200 Gramm (Herstellerangabe)
- Preis: 1.499 Euro
- Offset: 44 Millimeter, 37 Millimeter als OEM-Option
- 15 x 110 Millimeter Floating Axle
- Bremsscheiben: PM 200 (29-Zoll) oder PM 180 (27,5-Zoll)
- Serien: Performance, Performance Elite und Factory
Fox 38: Was ist neu?
Wie die 40 erhält auch die neue 38 die kleinen "Gucklöcher" an der Gabelbrücke, die für eine optimierte Steifigkeit sorgen sollen. Die Bypass-Kanäle liegen für einen optimierten Ölfluss jetzt an der Innenseite der Tauchrohre. Außerdem erhält sie die neue, flexibel gelagerte Glide-Core-Luftkammer und eine upgedatete Version der Grip-X2-Kartusche. Wie bei der 2025 vorgestellten Podium, wurde die Buchsenüberlappung um 20 mm erhöht. Das soll zu einer um 9 Prozent vergrößerten "For-Aft-Steifigkeit", also der Steifigkeit in Fahrtrichtung, beitragen.

Weiterhin setzt die 38 auf Standrohre mit dem namensgebenden Durchmesser. In vielen Dingen wie Buchsenüberlappung, Steifigkeit und Kartusche bekam sie nun ein Update.
Fox 40: Die Weltmeister-Gabel
Wohl kaum eine Federgabel hat so viele Rennen gewonnen wie die Fox 40. Ob nationale Meisterschaften oder auf der ganz großen Bühne bei WM oder im Weltcup, die goldenen Standrohre der Fox 40 sind ziemlich sicher auf jedem Downhill-Podium zu finden. Schon einige Monate konnte man am Rad von Jackson Goldstone eine neue Version dieser Gabel finden, die mit dem RAD-Schriftzug gekennzeichnet war. RAD steht für Racing Application Development und ist das Testlabor von Fox, um neue Prototypen zusammen mit den Athleten im Renneinsatz zu testen und zu entwickeln. Auch an den siegreichen Hardline-Bikes von Gracey Hemstreet und Asa Vermette waren die RAD-Gabeln verbaut. Jetzt wird der Vorhang gelüftet und die Gabel im offiziellen Design wird zum ersten Mal präsentiert.
Kurz & knapp: Fox 40
- Doppelbrücken-Federgabel für den Downhill-Einsatz
- 27,5 oder 29 Zoll
- Federweg: 203 oder 190 Millimeter Federweg
- Überarbeitete Grip-X2-Kartusche
- Neue, überarbeitete Tauchrohre
- Verbessertes Ansprechverhalten und Reduzierung von interner Reibung
- Gewicht: 2888 Gramm (Herstellerangabe)
- Preis: 2.199 Euro
- Offset: 52 Millimeter (29-Zoll) oder 48 Millimeter (27,5-Zoll)
- DH-Boost 20-mm-Steckachse
- Bremsscheiben: PM 200 (29-Zoll) oder PM 203 (27,5-Zoll)
Fox 40: Was ist neu?

Für die kommende Downhill-Saison erhält die brachiale Fox 40 ein Update. Überarbeitet wurden unter anderem die neuen Tauchrohre. Sie erhalten im Bereich der unteren Gabelbrücke nun die von den kurzhubigeren Gabeln bekannten Aussparungen für eine optimierte Steifigkeit.
Wie auch an den im letzten Jahr vorgestellten Trail- und XC-Gabeln, finden sich nun kleine Aussparungen im Bereich der Gabelbrücke. Diese sollen für eine optimierte Steifigkeit der Gabel sorgen. Auch die Bypass-Kanäle, die am Vorgängermodell noch sichtbar an der Rückseite der Lower verliefen, wurden wie an der 36 nun in die Tauchrohre integriert. Generell hat Fox die untere Gabelpartie überarbeitet. Ziel war es, die Reibung des Gabel-Castings zu reduzieren, um ein sanfteres Ansprechverhalten zu erreichen und so zu ermöglichen, die Dämpfung allein über die Kartusche regeln und den Anteil an unbeeinflussbarem Reibwiderstand der Bauteile reduzieren zu können. Inspiriert wurden einige der Neu-Entwicklungen von der Upside-Down-Gabel Podium, die im letzten Frühjahr präsentiert wurde. Wie die Podium hat auch die neue 40 eine vergrößerte Buchsenüberlappung. Dadurch steigt die Steifigkeit in der Richtung nach vorne bzw. hinten und die Torsionssteifigkeit konnte für mehr Traktion und Komfort leicht reduziert werden.
Neue Grip-X2-Kartusche und Glide-Core-Luftkammer für Fox 38 und 40

Auch an der Dämpfungskartusche hat Fox gearbeitet. Sie erhält einige Features der Version, die in der Upside-Down-Gabel Podium verbaut ist.
Auch die Dämpfungskartusche, die Grip-X2, erbt einige Features von der in der Podium verbauten Version. Sie besitzt einen neuen Hauptkolben und veränderte Ventile, um dem Öl in der Gabel einen möglichst direkten Weg zu ermöglichen. Dadurch soll die Gabel noch feiner auf Unebenheiten ansprechen. Im anderen Federbein gibt es auch spannende Neuigkeiten. Wie die 36 ein Jahr zuvor erhält nun auch die 40 die sogenannte Glide-Core-Luftkammer. Diese ist leicht schwimmend gelagert, um einem Flexen des sie umgebenden Tauchrohrs ausweichen zu können. Das reduziert die Reibung im System und senkt somit das Losbrechmoment. Wie gewohnt lässt sich die Luftkammer über Volume-Spacer anpassen. Während man bisher noch eine von Fox vertriebene Spezial-Nuss benötigte, um das Volumen der Kammer anzupassen, ist dies an der neuen 40 jetzt mithilfe eines Kassetten-Tools möglich.

Auch neu ist die Glide-Core-Luftkammer, welche beweglich im Standrohr gelagert ist. Dies soll für ein noch feineres Ansprechverhalten sorgen.
Brandneu für 2026: Fox Float X und DHX
Tatsächlich sehen die neuen Modelle der DHX- und Float-X-Dämpfer ihren jeweiligen Vorgängerversionen zum Verwechseln ähnlich. Klar, denn am sichtbaren Dämpfergehäuse hat sich im Vergleich nichts getan.
Kurz & knapp: Fox Float X und DHX
- Update für Fox Float X und DHX
- Float X: Luftdämpfer für Trail- und Endurobikes
- DHX: Stahlfederdämpfer für Trail und Enduro
- Bekanntes Gehäuse, neues Innenleben
- Verbessertes Ansprechverhalten und Reduzierung von Reibung
- auch für elektronische Live-Valve-Dämpfer
- Gewichte: Fox Float X: 459 Gramm / Fox DHX: 465 Gramm (ohne Feder) / Live-Valve Neo-System: 669 Gramm (Dämpfer, Sensoren und Akku)
- Preise:
- Fox Float X Factory: 719 Euro
- Fox DHX: 679 Euro (ohne Feder)
- Fox Float X Live Valve Neo: 1199 Euro
- Fox DHX Live Valve Neo: 1066 Euro
- Live Valve Neo Senoren- & Batterie-Kit: 479 Euro

Die neuen Dämpfermodelle erhalten neue Innereien, die Fox zufolge mehr Performance und eine bessere Einstellbarkeit bieten soll.
Was ist neu an den Dämpfern?
Äußerlich bekamen die neuen Dämpfer lediglich ein Decal-Upgrade. Die Grafiken und die Schrift auf den Stickern wirken etwas aufgeräumter.

Zu erkennen sind die neuen Dämpfer an überarbeiteten Stickern. Ansonsten hat sich am Gehäuse nichts getan.
Anders als für das Gehäuse gab es jetzt ein umfangreiches Update für das Herzstück des Dämpfers. Von diesem Update verspricht sich Fox ein noch feinfühligeres Fahrverhalten als bisher. Das soll die Dämpfer der X-Reihe näher an die Sensibilität und die Traktion des im letzten Jahr vorgestellten Float-X2-Endurodämpfers bringen.
Die neuen Trail-Dämpfer setzen wie bisher also auch auf ein "Monotube-Design" (welches der Float-X2 im vergangenen Jahr übernahm), bei dem das Öl durch den Hauptkolben im Dämpfer fließt. Auch der MCU-Durchschlagsschutz wurde überarbeitet. Dadurch soll die Haltbarkeit gesteigert werden und das öfter kritisierte "Saug"-Geräusch der bisherigen Dämpfer reduziert worden sein. Das Update erhalten auch die elektrischen Live-Valve-Versionen von Float X und DHX.

Der Float X nutzt weiterhin Luft als Dämpfungsmedium, der abgebildete DHX Live Valve setzt auf eine Stahlfeder.
Fox X vs. X2: Einsatzbereich, Größen und Einstelloptionen
Ein reines X im Namen von Dämpfer oder Kartusche steht im Fox-Universum für die breit gefächerte Trail-Interpretation des Fahrwerksgiganten. Laut Fox sind diese für Bikes mit 140 bis ca. 160 Millimetern Federweg, also für Trail- und All-Mountain-Bikes, entwickelt. Ein "X2” im Namen steht dagegen für den Enduro- oder Downhill-Einsatz.
Die neuen Dämpfer werden mit einer Hublänge von 45–75 Millimetern und mit Trunnion- oder Standard-Dämpferaufnahme angeboten. Weiterhin gibt es einen 2-Positionen-Firm-Modus, mit dem man in den "Klettermodus” schalten kann, sowie eine werkzeugfreie Verstellung der Druckstufen (Low- und High-Speed) und der Zugstufen (Low-Speed). Bei den Live-Valve-Optionen entfallen High-Speed-Compression und der Firm-Hebel, da die Software mithilfe der Sensoren an den Bremsaufnahmen diese Funktionen selbstständig regelt.





