Die Zeiten, in denen Gravel-Räder einfach nur robuste Rennräder waren, sind endgültig vorbei. Die moderne Gravel-Szene verlangt nach einer Quadratur des Kreises: Ein Laufrad soll aerodynamisch sein wie eine Zeitfahrmaschine, robust wie ein Mountainbike, leicht wie ein Kletter-Spezialist und dabei Reifen breiter als ein Traktor aufnehmen. Miche, die italienische Traditionsmarke, behauptet, mit dem neuen Graff RD genau diese Gleichung gelöst zu haben.
Kurz & knapp: Miche Graff RD
- Einsatzbereich: Gravel Racing
- Felge: T700/T800 Carbon, Hookless
- Felgeninnenweite: 30 mm
- Felgenhöhe: 52 mm
- Reifenkompatibilität: 47 mm bis 65 mm (Tubeless)
- Speichen: Vonoa Carbon Spokes (24 vorn / 24 hinten)
- Naben: AL 7075 T6, Titan-Sperrklinkenträger
- Lager: CeramicSpeed Alpha
- Gewicht (Satz): 1.455 g inkl. Tape & Ventile
- max. Systemgewicht: 108 kg
- Preis: 2.500 Euro

Erprobt im harten Wettkampf-Einsatz: Die neuen Graff RD wurden bereits vom The Grip Elite Gravel Team ausgiebig getestet.
Entwickelt in Zusammenarbeit mit dem The Grip Elite Gravel Team, sei der Graff RD keine simple Weiterentwicklung, sondern eine von Grund auf neu gedachte Plattform. Jeder Aspekt – von der Felge über die Speichen bis zur Nabe – wurde als Teil eines Systems konzipiert, das den hohen Anforderungen moderner Gravel-Rennen gerecht werden soll.
Aero für die breite Masse: Schluss mit dem Luftwiderstand
Breitere Reifen bedeuten mehr Komfort und Grip, sind aber oft der Tod für jedwede Aerodynamik. Miche hat sich diesem Problem nach eigener Aussage gestellt. Das NACA-Felgenprofil wurde komplett neu designt, um selbst mit Reifen jenseits der 47-mm-Marke einen sauberen Luftstrom zu gewährleisten. Das Ergebnis sei messbar: Im Vergleich zum Vorgänger Graff Aero 48 sinke der Luftwiderstand mit 47-mm-Reifen um bis zu 6,9 %, erklären die Italiener.

Das NACA-Felgenprofil wurde komplett neu designt, erklären die Italiener.
Die Formel für Haltbarkeit: Carbon-Speichen treffen auf "The Impact Formula"
Zum ersten Mal setzt Miche bei einem Gravel-Laufradsatz auf die leichten Vonoa Carbon-Speichen. Doch statt nur auf Steifigkeit zu schielen, lag der Fokus laut Miche auf der Reaktion bei Schlägen. Um das zu validieren, haben die Italiener ein eigenes Testprotokoll entwickelt: "The Impact Formula" nennen sie es. Dabei wird jede Speichenbohrung systematisch mit steigender Energie malträtiert, bis das erste Anzeichen von strukturellem Schaden auftritt. Das Resultat dieser Ingenieurskunst soll sein: Die Schlagfestigkeit pro Gewichtseinheit soll um 9,2 % erhöht worden sein. Im Klartext: Der neue Laufradsatz sei mit 1455 Gramm nicht nur 75 Gramm leichter als sein Vorgänger, er stecke auch mehr ein.

Vonoa Carbon-Speichen: Miche setzt auf Robustheit, dennoch sollen die Laufräder leicht daherkommen.
Der Maschinenraum: Made in Italy mit dänischem Feinschliff
Das Herz des Systems seien die neu gestalteten Naben, die extra auf die flachen Carbon-Speichen abgestimmt sind. Die Nabenkörper aus Ergal 7075 T6 und der Freilauf-Sperrklinkenträger aus Titan werden komplett bei Miche in San Vendemiano gefertigt. Für maximale Effizienz beim Rollen kommen exklusive CeramicSpeed Alpha-Lager zum Einsatz, die in Dänemark von Hand montiert werden. Diese Kombination aus italienischer Ingenieurskunst und dänischer Präzision soll für minimale Reibung und maximale Zuverlässigkeit sorgen, selbst wenn die Bedingungen sehr rau sind.

Danish Dynamite: Für maximale Effizienz beim Rollen kommen exklusive CeramicSpeed Alpha-Lager zum Zuge.





