Canyon x DT Swiss All Terrain Racing Team "The Wildcards" vorgestellt

Neues Offroad-Team „The Wildcards“ vorgestellt
Canyon x DT Swiss: neues All-Terrain Racing-Team

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.02.2026
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Foto: Canyon

Mit dem neuen Team "Canyon × DT Swiss All-Terrain Racing" ziehen die Koblenzer zusammen mit DT Swiss ein Offroad-Projekt auf, das sich bewusst nicht auf eine Disziplin festlegen möchte. Unter dem Spitznamen "The Wildcards" soll ein 13-köpfiges Aufgebot aus fünf Nationen und einem Erfahrungsschatz aus Gravel-Rennen, Ultra-Endurance-Events, Cyclocross und Marathon-MTB die Start- und Ziellinien aufmischen. Als erster Härtetest ist das UCI-Gravel-Weltserienrennen Santa Vall bei Girona Mitte Februar vorgesehen.

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Das Konzept

Das Konzept "All-Terrain Racing" solle laut Canyon eine Antwort auf die zunehmende Vermischung von Disziplinen sein: Gravel sei längst mehr als "Schotter", Ultra-Rennen würden die Grenzen klassischer Wettkampfformate verschieben, und selbst Straßenrennen fänden immer häufiger abseits reinen Asphalts statt. Statt Spezialisierung stehe Anpassungsfähigkeit im Mittelpunkt – gefragt seien Ausdauer, Fahrtechnik, Urteilsvermögen und Widerstandsfähigkeit ebenso wie reine Geschwindigkeit, so die Koblenzer.

Das Team verstehe sich als Heimat für Fahrerinnen und Fahrer mit ungewöhnlichen Werdegängen, die nicht immer den klassischen Förderstrukturen gefolgt seien. Einige hätten ihren Ursprung im Cyclocross und seien Richtung Gravel gewechselt, andere kämen von kurzen MTB-Formaten und hätten sich in Marathon- oder Ultra-Distanzen vorgearbeitet. Canyon erklärt, dass diese "Wildcard"-Mentalität ausdrückt, dass man sich die Startplätze über Ergebnisse statt über große Teamnamen erarbeite, Rennen situativ lese und eher von außen in das etablierte System hineinschlüpfe.

Der Kader

Zum Kader gehören insgesamt 13 Athletinnen und Athleten: Alex McCormack (Großbritannien), Bradyn Lange (USA), Caro Schiff, Frederik Raßmann, Jade Treffeisen, Juri Hollmann, Luca Dreßler, Marei Moldenhauer und Nele Laing (alle Deutschland) sowie Jasper Ockeloen, Larissa Hartog und Mathijs Loman (Niederlande) und Jordan Schleck (Uganda). Hinter der sportlichen Leitung steht mit Vincent Durand ein Manager, der sich zuvor beim Bulls Racing Team im Cross-Country- und Marathon-MTB-Bereich einen Namen gemacht hat.

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Die Rennen

Die Rennplanung für 2026 soll mit Santa Vall in der UCI Gravel World Series starten und anschließend auf bekannte Gravel-Events wie The Traka und Unbound hinauslaufen. Bevor im Sommer mehrtägige Offroad-Abenteuer wie die Tour Divide und verschiedene "Mountain Races" folgen könnten, sollen Alex McCormack und Marei Moldenhauer, die Ultra-Fraktion im Team, auch die Langstreckenvarianten wie Unbound XL und Traka 560 bestreiten. Ergänzend seien Einsätze im Cyclocross, Marathon-MTB und weiteren Offroad-Formaten vorgesehen, heißt es aus dem Team, teils auch mit Gastfahrern aus anderen Ausdauer-Sportarten.

Das Material

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Beim Material setzt das Canyon x DT Swiss-Team auf verschiedene Canyon-Modelle aus dem Factory-Racing-Segment, abhängig von Untergrund und Rennformat. Im Gravel-Bereich soll vor allem das bereits siegreiche Grail CFR die Basis bilden, während im Marathon- und Ultra-MTB-Bereich Hardtails wie das Exceed CFR oder Fullys wie das Lux World Cup CFR vorgesehen seien. Die Bikes rollen auf DT-Swiss-Laufrädern; zusätzlich ist für den Einsatz am Grail CFR eine eigens mit Canyon entwickelte Federgabel mit der Bezeichnung F 132 ONE vorgesehen. Bei den Antrieben setzt die Mannschaft auf Shimano-Komponenten – von Dura-Ace und XTR bis hin zur Gravel-Gruppe GRX, jeweils mit Di2-Schaltung.

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Die Teamkleidung stammt von Ryzon und soll optisch das Offroad-Konzept und das Fahren "im wilden Gelände" aufgreifen. Trikots in Anlehnung an das Profiteam würden im Frühjahr als Replika-Version in den Handel kommen, so der Hersteller.

Zukünftige Entwicklung

Über den Rennbetrieb hinaus sei All-Terrain Racing als fahrendes Testlabor für Canyon und die Materialpartner gedacht. Unter realen Rennbedingungen – von wechselnden Untergründen bis zu extrem langen Renndauern – sollen Rahmen, Komponenten und Prototypen-Konfigurationen an ihre Grenzen gebracht werden. In engem Austausch zwischen Canyon-Ingenieuren und den Athleten solle das Feedback aus Rennen, Performance-Daten und Ergebnissen in kürzeren Entwicklungszyklen umgesetzt werden, heißt es. Eine Schlüsselrolle werde dabei dem langjährigen Gravel-Privatier und Produkttester Pete Stetina zugeschrieben, der als Bindeglied zwischen Fahrern, Mechanikern und Entwicklern fungieren soll. Wie sich Räder und Komponenten unter diesen Bedingungen weiterentwickeln, wolle Canyon öffentlich nachvollziehbar machen.

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