
Unglaublich, was moderne Actioncams heute alles leisten: nahezu verwacklungsfreie Aufnahmen, eine riesige Auswahl an Auflösungen und Bildraten, beeindruckende Lichtempfindlichkeit, leistungsstarke Apps und noch vieles mehr. Welche Cam am Ende die richtige für dich ist, klären wir im Detail in den jeweiligen Tests. Generell lässt sich aber sagen: Das Niveau ist inzwischen so hoch, dass du bei fast jedem namhaften Hersteller zugreifen kannst, gute Ergebnisse liefern mittlerweile eigentlich alle.
Warum Actioncams am Fahrrad?
Actioncams sind längst mehr als nur eine simple Spielerei. Sie ermöglichen mittlerweile ultrastabile, ruhige Aufnahmen selbst auf schlechten Straßen, Schotterpisten oder Trails und liefern dank vieler möglicher Perspektiven sehr authentische Erlebnisvideos. Actioncams sind ideale Alltags- und Tourenbegleiter, allein schon wegen ihrer Größe.
Davon ab eignen sich Actioncams auch hervorragend zur Trainingsanalyse, etwa um Sitzposition, Fahrtechnik oder Linienwahl zu überprüfen. Im Alltag und auf Pendelstrecken kann auch das Thema Sicherheit eine Rolle spielen: Im Falle eines Unfalls oder einer brenzligen Situation kann eine laufende Kamera im Zweifel helfen, den Hergang zu dokumentieren.
Klar ist dabei: Radfahrer stellen andere Anforderungen an eine Actioncam als beispielsweise Autofahrer. Eine einfache Bedienung – idealerweise auch mit Handschuhen – ist ebenso wichtig wie eine leistungsfähige Bildstabilisierung, die Erschütterungen zuverlässig ausgleicht. Nur so entstehen gute Ergebnisse, egal ob auf der entspannten E-Bike-Tour, der schnellen Rennradrunde oder ruppigen Trailrides.
Welche Actioncam-Hersteller sind die wichtigsten am Markt?

GoPro ist und bleibt unbestritten der Platzhirsch auf dem Markt.
Der einstige Platzhirsch GoPro teilt sich in unseren Augen mit zwei weiteren Herstellern den Markt. Da wäre zum einen der Drohnen-Spezialist DJI, der mit seiner Osmo-Reihe seit Jahren wirklich dicht an dem Actioncam-Giganten dran ist, zum anderen die chinesische Marke Insta360, die besonders immer wieder mit auffällig anderen Kamera-Designs aufwartet.
🏆 Aktuelle Top-Modelle im Überblick
GoPro Hero 13 Black
- Sehr starke Bildstabilisierung
- Hohe Auflösungen und Bildfrequenzen
- Großes Zubehör-Ökosystem
- Ideal für sportliche Einsätze
Insta360 Ace Pro 2
- Kreative Aufnahmeoptionen, viel Zubehör
- Sehr gute Stabilisierung
- Starke App mit vielen Bearbeitungsoptionen
- Besonders spannend für Content-Creator
DJI Osmo Action 6
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Dual-Screen-Design
- Einfache Bedienung
- Gute Wahl für Alltag und Touren
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Befestigungs- & Montage-Tipps für deine Actioncam

Actioncams sollten möglichst dynamisch eingesetzt werden und leben vom Perspektivwechsel.
Actioncams leben wie keine zweite Kameraart vom buchstäblichen Perspektivwechsel, auch wenn das dem einen oder anderen etwas komisch vorkommen mag. Klar ist: Mit keiner Kamera ist es einfacher, gefühlt stundenlang in eine Richtung zu filmen, das Weitwinkel-Objektiv macht's möglich. Das Problem dabei: Das sieht sehr schnell auf dem heimischen Fernseher und/oder Tablet eintönig aus und wird der Ausfahrt oft nicht gerecht.
Unsere Empfehlung für abwechslungsreiche Actioncam-Montierpositionen und infolgedessen -Bilder sieht wie folgt aus:
- Lenker-Mount (oft als Klemme/Schelle ausgeführt)
- Helm-Mount (meist als Klebepad, manchmal auch als Klemme)
- Brustgurt
- Sattel-/Streben-Mounts (entweder spezielle Schelle oder wie Lenker-Mount)
Die beliebtesten und per Zubehör am einfachsten umsetzbaren Positionen sind diese:
- Lenker-Position bietet authentisches "Fahrgefühl"
- Helm-Position zeigt deine "Blickrichtung"
- Brust-Position bietet den besten Mix und die perfekte "Immersion"
… wir würden die Actioncam jedoch auch noch anderswo befestigen. Wie wäre es mal mit ...
- Kettenstrebe mit Makro-Linse
- Oberrohr mit Blick auf den Dämfer
- Gabelschaft mit Blick auf die Tauchrohre
- von Sattelstütze nach hinten zeigend
Top-Tipps für bessere Actioncam-Videos

Eine Actioncam ist durchaus auch eine (kompromissbehaftete) Alltagskamera.
Das Thema Blickwinkel hatten wir ja bereits, doch auch die Technik in der Kamera ist entscheidend. Wie hoch sollte die Auflösung sein? Wie hoch die Bildfrequenz? Brauche ich unbedingt den "Log"-Modus? Das kommt auf den Einsatzzweck an. Automatikmodi sind in unseren Augen immer dann vorzuziehen, wenn die Aufnahme entscheidend ist, es also nur für den Zweck der Aufzeichnung dienlich ist. Die manuellen Modi, unterschiedlichen Auflösungen und Bildfrequenzen sind eher für erweiterte, oft "professionelle" Anwendungen mit anschließendem Schnitt sinnvoll.
Unsere Set-Up-Empfehlung für Actioncam-Einsteiger
- Videoauflösung max. 4k (spart Speicher)
- Bildfrequenz 25 FPS bei wenig Licht / 50 FPS bei Sonne
- Belichtung, Ton & Co. automatisch
- maximale Bildstabilisierung empfehlenswert
Unsere Set-Up-Empfehlung für Actioncam-Profis
- 4K oder 5K für flexiblere Nachbearbeitung (Zuschnitt etc pp)
- 50 FPS+ bei Actionsequenzen, 25 FPS mit ND-Filter für "Filmlook"
- Protune/Log-Modus für Farbkorrektur
- Belichtung individuell anpassen, Ton ebenso
Perfekter Ton mit deiner Actioncam
Gute Actioncams liefern beeindruckende Bilder – aber ohne sauberen Ton kann selbst das beste Video unprofessionell wirken. Besonders beim Radfahren ist Wind der größte Feind jeder Tonaufnahme: Schon bei moderater Geschwindigkeit kann ungeschützter Wind die Stimme oder Umgebungsgeräusche komplett überlagern.
Ein einfacher erster Schritt ist, auf Windschutz-Zubehör zu setzen. Schaumstoff-Windschutzkappen oder speziell geformte "Deadcat"-/Windjammer-Bezüge über den Mikrofonöffnungen brechen die Luftströmung, bevor sie das Mikrofon erreicht, und reduzieren Windgeräusche deutlich. Diese winddichten Überzüge gibt es für viele Actioncams im passenden Format oder als universelle Version.
Wenn du wirklich sauberen Ton willst, lohnt sich ein externes Mikrofon: Viele Actioncams wie GoPro oder DJI bieten passende Adapter, um hochwertige Lavalier- oder Richtmikrofone anzuschließen. Externe Mikrofone profitieren nicht nur von besseren Kapseln, sondern lassen sich auch an geschützteren Positionen anbringen – etwa näher am Körper oder unter der Kleidung – wodurch Wind noch weniger Einfluss hat.
Auch die Positionierung und Montage der Kamera bzw. des Mikrofons spielt eine große Rolle: Indem du die Mikrofonöffnung so platzierst, dass sie nicht direkt in die Windrichtung zeigt oder durch deinen Körper abgeschirmt wird, kannst du bereits ohne zusätzliche Hardware eine messbare Verbesserung erzielen.
Falls trotz aller Maßnahmen noch Windgeräusche im Rohmaterial sind, kannst du sie in der Nachbearbeitung weiter minimieren: Viele Schnittprogramme bieten Low-Cut- oder High-Pass-Filter, um tieffrequente Windgeräusche herauszufiltern. Diese Technik hilft besonders, wenn du Stimmen oder Umgebungsgeräusche klarer hörbar machen willst.
Häufige Fragen zu Actioncams
Für den Einsatz am Fahrrad sind vor allem eine sehr gute Bildstabilisierung, einfache Bedienung (auch mit Handschuhen) und eine robuste, wetterfeste Bauweise entscheidend. Modelle von GoPro, DJI und Insta360 erfüllen diese Anforderungen in der Regel zuverlässig – Unterschiede zeigen sich eher bei Details wie App-Funktionen oder Zubehörangebot.
Viele Radfahrer nutzen Actioncams auch zur eigenen Absicherung im Straßenverkehr. Dafür eignen sich vor allem Modelle mit guter Akkulaufzeit, zuverlässiger Loop-Aufnahme oder schneller Bedienbarkeit. Wichtig: Datenschutz und Persönlichkeitsrechte müssen bei der Nutzung und insbesondere bei einer Veröffentlichung der Aufnahmen beachtet werden.
Für die meisten Anwendungen reicht 4K völlig aus. Höhere Auflösungen wie 5K oder 8K bieten mehr Spielraum beim Zuschneiden und Stabilisieren, gehen aber zulasten von Akkulaufzeit und Speicherplatz. Wer seine Videos hauptsächlich online teilt, ist mit 4K meist bestens bedient.
Actioncams erzeugen große Datenmengen. Je nach Auflösung und Bildrate können schon wenige Minuten mehrere Gigabyte belegen. Für längere Touren empfehlen sich daher Speicherkarten mit mindestens 128 GB sowie schnelle UHS-I- oder UHS-II-Karten, um Aufnahmeabbrüche zu vermeiden.
Die App spielt eine zentrale Rolle im Alltag. Sie ermöglicht nicht nur den schnellen Zugriff auf Aufnahmen, sondern oft auch einfache Schnitte, Farbkorrekturen und das direkte Teilen der Videos. Eine stabile, gut gepflegte App kann den gesamten Workflow deutlich angenehmer machen.
Ja, das Filmen mit einer Actioncam ist grundsätzlich erlaubt. Wichtig ist jedoch, dass du den Verkehr nicht störst und die Aufnahme der Sicherheit am Rad keinen Abbruch tut.
Ja, beim Filmen im öffentlichen Raum gelten die Persönlichkeitsrechte. Personen dürfen nicht ohne Zustimmung gefilmt und veröffentlicht werden.
Nur mit ausdrücklicher Einwilligung. Alternativ können Gesichter und Nummernschilder in der Nachbearbeitung unkenntlich gemacht werden, um rechtliche Probleme zu vermeiden.
Die Kamera darf niemals die Steuerung des Fahrrads behindern oder die Sicht einschränken. Achte darauf, dass die Montage sicher ist und du dich voll auf die Fahrt konzentrieren kannst.
Fazit: Actioncams sind besser denn je
Noch nie war es so einfach, hochwertige Fahrrad-Videos aufzunehmen. Egal ob du deine Touren festhalten, Trainingsfahrten analysieren oder einfach schöne Erinnerungen sammeln willst – moderne Actioncams bieten für nahezu jeden Einsatzzweck die passende Lösung. Unser Tipp: Achte weniger auf Maximalwerte bei Auflösung und mehr auf Stabilisierung, Bedienbarkeit und Workflow.







