In unserem Vergleich stehen Modelle mit unterschiedlichen Features und Preis‑Leistungen im Vordergrund. Vom soliden Trail‑Begleiter bis zum komfortablen Allround‑Helm mit cleverer Passform decken wir in diesem Artikel jeden Fahrerwunsch ab. Besonders im Fokus: Wie gut sitzt der Helm wirklich, wie komfortabel ist er über Stunden im Sattel, und wie wirkt sich das alles auf Fahrgefühl und Sicherheit aus?
Ob du gemütlich durch den Wald flowst oder mit Highspeed im Bikepark unterwegs bist – ein guter MTB‑Helm kann den feinen Unterschied zwischen einem breiten Grinsen und einem bösen Erwachen ausmachen. Dabei gilt: Nicht nur Gewicht und Preis zählen, sondern vor allem Passform und Schutzwirkung. In unserem Test findest du die Top‑Empfehlungen für unterschiedliche Fahrstile, inklusive Tipps, worauf du beim Kauf wirklich achten solltest – von MIPS‑Technologie bis Belüftung und Tragekomfort.
Kurz & knapp: Mountainbike-Helme im Test
- Redaktions-Tipp: Bluegrass Core Mips
- Testsieger: Lazer Coyote Kineticore
- Testieger 2: Troy Lee Designs Flowline SE Mips

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Aufbau von Mountainbike-Helmen wenig verändert – und das aus gutem Grund: Die bewährte Kombination aus Polycarbonat-Außenschale, Polstern, Gurten und der dämpfenden Schicht aus expandiertem Polystyrol (EPS) hat sich als sehr sicher und funktional erwiesen. Was sich jedoch zunehmend bemerkbar macht, ist die Veränderung des Marktes und der Bikes selbst. Während der Preis für Einstiegshelme nach wie vor bei etwa 80 Euro startet, ist das Gewicht mittlerweile gestiegen, oft auf rund 270 g und mehr.
Dies steht im Zusammenhang mit dem wachsenden Trend zu robusteren, bergablastigeren Mountainbikes, die zunehmend auch für anspruchsvollere Trails geeignet sind. Die wachsende Nachfrage nach Helm-Modellen, die für aggressivere Fahrten optimiert sind, fordert eine Weiterentwicklung in puncto Sicherheit und Komfort, was zu einer Gewichtszunahme führt. Der Biker von heute fährt härter und schneller – und dafür müssen auch die Helme mit der Entwicklung Schritt halten.
Unsere Redaktions-Favoriten für 2026
Giro Source Mips

- Preis: 150 Euro
- Größen: S (52-55.5 cm) / M (55.5-59 cm) / L (59-62.5 cm)
- Gewicht: 348 g (M)
- Mips, werkzeuglos verstellbares Visier, vielfältig anpassbares Tragesystem
Die weit herabreichende Helmschale des Giro ist leicht und erzeugt zusammen mit dem super anpassbaren Tragesystem guten Schutz, was unser letzter TÜV-Crashtest belegen konnte. In unseren Messungen war die Belüftung in der Praxis besser, als die Laborwerte vermuten ließen. Hochkomfortabler Sitz.
Fazit: Wer einen Helm sucht, der auf jeden Kopf passt, lag mit Giro schon immer richtig. Der Source ist schon fast ein Klassiker unter den All-Mountain-Helmen. Starker Schutz, gute Belüftung und durch die große, weit herabreichende Helmschale ein regelrechtes Gefühl der "Geborgenheit" zeichnen den Source Mips aus.
Lazer Coyote Kineticore

- Preis: 100 Euro
- Größen: S (52-56), M (55-59), L (58-61)
- Gewicht: 341 g (M)
- Anpassbare Gurtdreiecke, verstellbares Visier, Kinnriemen mit Magnetverschluss
Mit seinem Verstellsystem kamen alle im Test auf Anhieb klar. Besonders hervorzuheben ist der hohe Tragekomfort sowie die stark durchlüftete Helmschale. Minimale Druckstellen sind an der harten Nackenauflage möglich. Die Kineticore-Struktur im Helminneren soll ähnlich funktionieren und erzielt starke Belüftung.
Fazit: Die flexible Anpassbarkeit und die extrem durchlüftete Helmschale machen den Coyote zu DEM Tipp für Biker*innen, die am liebsten an heißen Sommertagen unterwegs sind und kein Vermögen für ihren Helm ausgeben wollen. Das Design mit verstellbaren Gurtdreiecken sorgt für angenehmen Sitz am Hals/Kinn.
Leatt MTB AllMtn 2.0

- Preis: 109 Euro
- Größe: S (51-55), M (55-59), L (59-63)
- Gewicht: 407 g (M)
- 360° Turbine-Technology, magnetischer Verschluss am Kinnriemen,
Zwar zählt der Leatt zu den sehr schweren Modellen, sein Sitz ist dafür umso satter. Umschließt den Kopf dank des schnell einstellbaren Tragesystems perfekt. Die Visierverstellung ist etwas hakelig. Mittels der Magnet-Kinnschließe ist er auch mit Handschuhen flott angelegt.
Fazit: Wer Wert auf ein komfortables Tragegefühl legt, sollte den preiswerten Leatt checken. Vermittelt subjektiv hohe Sicherheit, ist gut belüftet und schnell und einfach einstellbar. Die Konstruktion mit unten verkleideter EPS-Schicht und die starke Polymer-Außenlage schützen den Allmtn 2.0 auch bei ruppiger Handhabung vor Kratzern und Dellen.
POC Kortal Race Mips

- Preis: 270 Euro
- Größen: S (51-54), M (55-58), L (59-62)
- Gewicht. 407 g (M)
- NFC-Chip mit Medical ID von Twiceme, Recco, Mips, Visierverstellung, Breakaway-Visier, Aramid-Verstärkung, Brillen-Halterung
Im TÜV-Crashtest konnte der Kortal Race Mips voll überzeugen, die riesige Helmschale schützt den Kopf rundum. Dank des prima anpassbaren Tragesystems sitzt er hochkomfortabel, ist zudem perfekt belüftet und in vielen Farben erhältlich. Nur mit manchen Brillen will er sich nicht arrangieren, hier sollte die Kompatibilität vorab getestet werden.
Fazit: Beim Blick auf die Feature-Liste wird einem fast schwindelig, hier ist alles an Bord, was zur Sicherheit beiträgt. Das treibt den Preis naturgemäß in die Höhe. Auf einen magnetischen Fidlok-Verschluss verzichten die Schweden aber, aus gutem Grund. Denn dieser drückt sowohl aufs Gewicht, als auch bei vielen Männern unangenehm auf den Adamsapfel/Kehlkopf und verleitet so dazu, den Kinnriemen lockerer einzustellen, als er für einen sicheren Sitz sein müsste. Mein absoluter Lieblingshelm!
Troy Lee Designs Flowline SE Mips

- Preis: 160 Euro
- Größen: XS/S (53-56), M/L (57-59), XL/XXL (60-63)
- Gewicht: 371 g (M/L)
- Mips, Magnetverschluss
Sehr komfortabler Bike-Helm, der trotz seiner großen Helmschale nicht zu schwer ausfällt. Dank Magnetschließe und des handlichen Drehrads gelingt die Anpassung flugs. Die gut platzierten Belüftungsöffnungen verhindern übermäßiges Schwitzen, mit den luftigsten Modellen kann er aber nicht ganz mithalten.
Fazit: Wer Wert auf höchsten Tragekomfort legt, liegt mit dem Flowline SE goldrichtig. Trotz seiner wuchtig anmutenden Helmschale trägt er sich nicht zu schwer und sitzt super satt am Kopf. Troy-Lee-typisch gibt es ihn auch in einigen knalligen Farbkombis.
Die wichtigsten Fragen zu Mountainbike-Helmen beantwortet!
Es gibt verschiedene Arten von Mountainbike-Helmen, die sich hauptsächlich in ihrem Design und ihrem Schutzbereich unterscheiden:
- Cross-Country (XC)-Helme: Leicht und gut belüftet, ideal für schnelle, weniger anspruchsvolle Strecken.
- Trail-Helme: Bieten zusätzlichen Schutz am Hinterkopf und eine robustere Bauweise. Sie sind vielseitig und gut für mittlere bis anspruchsvollere Trails.
- Downhill-Helme: Vollschutzhelme mit verstärktem Kinnschutz, die bei extremen Abfahrten und schnellen Fahrten auf unebenem Gelände erforderlich sind.
- Enduro-Helme: Ähnlich wie Trail-Helme, bieten jedoch meist einen abnehmbaren Kinnschutz für besseren Komfort während des Aufstiegs.
Die Wahl des richtigen Helms hängt von deinem Fahrstil und den Trails ab, die du befährst:
- Wenn du hauptsächlich auf leichten und mittleren Trails unterwegs bist, ist ein Trail-Helm eine gute Wahl.
- Für sehr anspruchsvolle und schnelle Abfahrten sind Downhill- oder Enduro-Helme mit Kinnschutz erforderlich.
- Für Cross-Country-Fahrer sind leichte und gut belüftete Helme ideal.
MIPS steht für "Multi-Directional Impact Protection System". Diese Technologie soll zusätzliche Sicherheit bieten, indem sie bei einem Sturz die Rotationskräfte, die auf den Kopf einwirken, reduziert. MIPS-Helme sind besonders zu empfehlen, da sie den Schutz bei bestimmten Sturzarten verbessern können.
Ein Helm sollte eng, aber nicht unbequem sitzen. Er sollte gerade auf dem Kopf platziert werden und sowohl den Stirnbereich als auch den Hinterkopf gut abdecken. Der Kinnriemen sollte straff, aber nicht zu eng sein, und der Helm sollte nicht wackeln, wenn du deinen Kopf bewegst. Achte darauf, dass der Helm tief genug sitzt, sodass er auch bei einem Sturz einen ausreichenden Schutz bietet.
Ein Helm sollte sofort ersetzt werden, wenn er einen größeren Sturz oder Aufprall erlebt hat, auch wenn keine sichtbaren Schäden erkennbar sind. Auch wenn der Helm äußerlich keine Schäden aufweist, empfiehlt es sich, ihn alle 3–5 Jahre auszutauschen, da die Materialien im Laufe der Zeit ihre Schutzwirkung verlieren können.
Mountainbike-Helme sind speziell für den Schutz bei Stürzen auf dem Fahrrad ausgelegt und bieten in der Regel nicht den gleichen Schutz wie Helme für andere Sportarten wie Motorradfahren oder Klettern. Es ist ratsam, für andere Aktivitäten spezielle Helme zu verwenden.
Um die Lebensdauer deines Helms zu verlängern, solltest du ihn regelmäßig auf sichtbare Schäden überprüfen. Vermeide es, den Helm direkter Sonneneinstrahlung oder extremen Temperaturen auszusetzen, da dies die Materialien schädigen kann. Reinige den Helm mit mildem Seifenwasser und einem weichen Tuch, und vermeide aggressive Chemikalien. Die Polsterungen können oft herausgenommen und gewaschen werden, um die Hygiene zu gewährleisten.
Ein Visier bietet zusätzlichen Schutz vor Sonne, Regen, Staub und Ästen. Es kann besonders auf technisch anspruchsvolleren Trails nützlich sein. Viele Mountainbike-Helme haben abnehmbare Visiere, die je nach Bedarf verwendet werden können.
Die Größe des Helms wird in der Regel anhand des Kopfumfangs gemessen. Du kannst deinen Kopfumfang mit einem Maßband messen, indem du es über die Stirn und den oberen Nackenbereich führst. Die meisten Hersteller bieten eine Größentabelle, anhand der du die passende Helmgröße wählen kannst.
Nicht unbedingt. Während teurere Helme oft zusätzliche Funktionen wie MIPS, bessere Belüftung oder leichteres Gewicht bieten, ist der wichtigste Faktor der richtige Schutz. Achte darauf, dass der Helm deinen Anforderungen an Sicherheit und Komfort entspricht, unabhängig vom Preis.
Mountainbike-Helme für Frauen und Männer unterscheiden sich hauptsächlich in der Passform und dem Design. Frauenhelme haben oft eine schmalere Passform, die besser an die Kopfform von Frauen angepasst ist. Funktional unterscheiden sie sich jedoch meist nicht von den Unisex-Modellen.
19 moderne Mountainbike-Helme im Test
Dieser Test aus 2024 konzentriert sich mit 19 Fahrradhelmen auf Modelle mit Mips-Technologie und weiteren Features. Getestet haben wir in zwei Preisklassen und mit Fokus auf Passform, Tragekomfort und Anpassungsmöglichkeiten. Unsere Testerinnen und Tester überprüften zunächst die Passform der Helmschale und den Sitz des Tragesystems nach einer ersten Grobanpassung. Nach einer exakten Einstellung sämtlicher Elemente des Tragesystems erfolgte der Praxistest auf Belüftung, Tragekomfort und sicheren Sitz.










