Als perfekten Allrounder bewirbt Mavic seinen neuen Comete 50-Laufradsatz für die Straße: überlegene Aerodynamik für Speed in der Ebene, geringes Gewicht für leichtfüßiges Klettern, hohe Steifigkeit für präzise Lenkung und flinke Beschleunigung. Leere Versprechungen oder echtes Angebot? Das prüften zwei ROADBIKE-Testfahrer über mehrere Monate bei Touren und Group Rides im welligen Gelände um Stuttgart sowie hochalpin im Berchtesgadener Land.
Kurz & knapp: Mavic Comete 50
- Gewicht: 1341 g
- Maulweite: 23 mm
- Messerspeichen aus Carbon
- Mavic ID360-Freilaufsystem mit 40T
- Preis: 2499 Euro

In der Fahrpraxis überzeugen die Mavic Comete 50 (fast) auf ganzer Linie.
Erkenntnis: Mavic hält (fast) überall Wort. Die 50-Millimeter-Carbonhakenfelge schneidet pfeilschnell durch die Luft. Auch ohne sich zu verausgaben, purzelten auf bereits hundertfach befahrenen Strecken auffällig viele persönliche Strava-Bestzeiten. Dass der Laufradsatz gut rollt, liegt auch an den neuen Keramiklagern. Und am Gewicht, das Mavic dank Carbonspeichen – pro Laufrad 14 zweifach gekreuzt, sieben radial – auf 1341 g drückt (623 g Vorder-, 718 g Hinterrad). Vor allem bergauf macht sich das positiv bemerkbar. Der Antritt ist dennoch weniger direkt als angepriesen. Das mag zwar auch an den montierten 30-mm-Reifen liegen – Mavic empfiehlt 28-mm-Pneus –, ähnlich aufgebaute Konkurrenzmodelle zeigten sich aber agiler.

Die Keramiklager drehen sich seidenweich, Endkappen lassen sich einfach abziehen.
Sehr positiv wiederum ist die Laufruhe: Erst bei sehr starkem und böigem Seitenwind war Unruhe am Vorderrad spürbar, ansonsten zogen die Comete 50 stoisch ihre Kreise – das haben wir bei aktuellen Mavic-Laufrädern schon anders erlebt, zumal, wenn so breite Messerspeichen montiert waren wie hier. Ebenfalls positiv ist – durchaus typisch für Mavic – der hohe Fahrkomfort: Ob auf Kopfsteinpflaster oder grobem Asphalt, die Comete 50 schlucken viele Vibrationen – das mag auch daran liegen, dass Reifen auf der 23er-Maulweite breit bauen.

Die Carbonhakenfelge besteht aus einer adaptiven Layup-Konstruktion, die T700-, T1000- und 3K-Fasernkombiniert. Die Maße: 50mm hoch, außen 30mm breit, innen 23mm breit.
Die Nabe kommt mit Mavics ID360-Freilaufsystem mit 40T-Zahnscheibensystem, was ein charakteristisches, tiefes Knattern erzeugt, das aber nicht laut genug ist, um eine Klingel zu ersetzen. Licht und Schatten gab’s beim Aufbau: Mit 0,08/0,15 mm Seiten-/Höhenschlag am Vorder- und 0,24/0,15 mm am Hinterrad sind die Comete 50 sauber zentriert, das Hinterrad stand allerdings mit 0,8 mm deutlich außermittig. Dem Versprechen eines perfekten Allrounders kommt Mavic insgesamt sehr nah, der Preis von 2499 Euro ist allerdings nicht ohne.

Breite, unidirektionale Carbonmesserspeichen drücken das Gewicht des Laufradsatzes unter 1350 Gramm, Alu- Nippel fixieren die Speichen in der Felge.
fahrstabil & schnell
komfortabel
rund zentriert, aber...
...HR außermittig
nicht gerade ein Schnäppchen

Endkappen und Kassette lassen sich einfach abziehen beim ID360-Freilauf mit 40T-Zahnscheibe.





