Der italienische Traditionshersteller Wilier Triestina erweitert sein Portfolio und stellt mit dem "Rapida" ein neues Rennrad vor. Das Rad soll sich als neuer Einstiegspunkt in die Rennrad-Welt von Wilier positionieren und dabei eine Brücke zwischen den reinen Race-Modellen und den komfortableren Endurance-Bikes der Marke schlagen.
Kurz & knapp:Wilier Rapida
- Positionierung: Einsteiger-Rennrad zwischen Race und Endurance
- Cockpit: Vollintegriertes Carbon-Monocoque-Cockpit
- Aerodynamik: NACA-Profile an Rahmen, Gabel und Sattelstütze
- Reifenfreiheit: max. 36 mm
- Antriebskompatibilität: 1x und 2x, (UDH-Schaltauge, abnehmbarem Umwerfersockel)
- Tretlager: Press-Fit 86,5 mm
- Modelle & Preise: 👉🏻 Shimano 105 Di2 2x12 Miche Asfalto 45 Carbon 3.999 Euro 👉🏻 Shimano 105 2x12 mechanisch Miche Reflex DX 2.899 Euro

Mit dem Wilier Rapida möchten die Italiener den Radsport zugänglicher machen.
Eine Geometrie für lange Tage im Sattel
Laut Hersteller soll die Geometrie des Rapida einen sorgfältig ausbalancierten Kompromiss darstellen. Der Stack-Wert – also die Höhe des Steuerrohrs – läge demnach genau zwischen den aggressiven Rennfeilen und den aufrechteren Langstrecken-Modellen von Wilier. Dieser Ansatz soll zu einer Sitzposition führen, die sportlich genug für schnelle Runden ist, aber auch auf langen Ausfahrten nicht unbequem sein soll. Das Ziel sei es, ein schnelles, aber dennoch stabiles und zugängliches Rad zu schaffen, das Effizienz und Kontrolle bietet.
Moderne Features am Carbon-Rahmen
Optisch fällt das voll integrierte Carbon-Monocoque-Cockpit ins Auge. Sämtliche Züge und Leitungen verschwinden direkt am Lenker im Rahmen, was für eine saubere und moderne Linienführung sorgt. Diesen aufgeräumten Look unterstützt auch die integrierte Klemmung der Carbon-Sattelstütze.
Aerodynamik spielt beim Rapida ebenfalls eine Rolle. Sowohl am Rahmen als auch an der Gabel und der Sattelstütze kommen sogenannte NACA-Profile zum Einsatz, die den Luftwiderstand reduzieren sollen.
NACA-ProfileNACA-Profile sind standardisierte, aerodynamische Formen, die ursprünglich von der NACA (dem Vorläufer der NASA) für die Luftfahrt entwickelt wurden. Im modernen Radsport werden diese flügel- oder tropfenähnlichen Querschnitte für Rahmenrohre, Sattelstützen, Gabel und Lenker übernommen, um den Luftwiderstand (Drag) zu minimieren. Das Ziel ist es, das Fahrrad effizienter durch den Wind gleiten zu lassen. Dadurch kann der Fahrer bei gleicher Wattleistung eine höhere Geschwindigkeit erzielen oder für dasselbe Tempo wertvolle Energie sparen.

Das Rapaida ist ausgestattet mit UDH-Schaltauge und es können sowohl 1fach- als auch 2fach-Antriebe montiert werden.
Interessant wird es bei der Vielseitigkeit: Wilier gibt für das Rapida eine Reifenfreiheit von bis zu 36 mm an. Damit öffnet sich das Rad deutlich über den reinen Asphalteinsatz hinaus und könnte auch auf leichten Schotterwegen oder schlechtem Untergrund eine gute Figur machen. Passend dazu ist der Rahmen sowohl mit 1-fach- als auch mit 2-fach-Antrieben kompatibel. Ein abnehmbarer Umwerfersockel sowie ein UDH-Schaltauge (Universal Derailleur Hanger) sollen hier für maximale Flexibilität und Zukunftssicherheit sorgen. Beim Tretlager setzt Wilier auf den bewährten Press-Fit-Standard mit 86,5 mm Breite.
Diese Modelle gibt es zum Start
Zum Marktstart wird das Wilier Rapida in zwei Ausstattungsvarianten angeboten:
- Das Topmodell kommt mit einer elektronischen Shimano 105 Di2 2×12-Schaltung und Miche Asfalto 45 Carbon-Laufrädern. Der Preis liegt bei 3.999 Euro.
- Das Einstiegsmodell ist mit der mechanischen Shimano 105 2×12-Gruppe und Miche Reflex DX Laufrädern ausgestattet und kostet 2.899 Euro.
Erhältlich ist das Rad in vier Farben, laut Wilier benannt nach den "vier Momenten des Tages": Dusk Grey, Midday Orange, Lastlight Black und Weekend White.





