Für die Lücke zwischen Rennrad und Gravel: Der neue Schwalbe Pro One Allroad im Test

Test: Schwalbe Pro One Allroad
Für die Lücke zwischen Rennrad und Gravel

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.02.2026
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Schwalbe Pro One Allroad Herstellerbild
Foto: Niels Flemm

Für alle, die ein Gravelbike straßentauglich machen oder mit dem Rennrad auch mal unbefestigte Wege nutzen wollen, hat Schwalbe einen neuen Top-Reifen im Programm: den Pro One Allroad. Dieser kommt in den 30, 35 und 40 Millimeter. Dank neuer, dreilagiger Seitenwandkarkasse und breiterer, verbesserter V-Guardeinlage soll der Pannenschutz sehr hoch sein, die angepasste Gummimischung und das leichte Profil sorgen laut Schwalbe für geringen Rollwiderstand und gute Traktion. Selbstredend ist der Pneu tubelessready und hookless-kompatibel. Der Preis: 74,90 Euro.

Schwalbe Pro One Allroad Lauffläche
Bjoern Haenssler

Kurz & knapp: Schwalbe Pro One Allroad

  • vielseitiger Allround-Straßenreifen mit leichtem Gravelpotenzial
  • ersetzt den G-One Speed
  • angelehnt an den S One, der 2015 bei Paris-Roubaix debütierte
  • neue Race Pro-Konstruktion: dreilagige Seitenkarkasse, breiterer V-Guard-Pannenschutzgürtel, optimierte Addix Race‑Gummimischung
  • verfügbare Größen: 30, 35 und 40 mm
  • Tubelessready, hookless-kompatibel
  • hergestellt aus fair gehandeltem Naturkautschuk (Fair Rubber), nutzt recycelten Ruß (rCB) aus Schwalbes eigenem Reifenrecycling
  • UVP 74,90 Euro pro Reifen

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Erster Test

Wir sind die 30-Millimeter- und die 40-Millimeter-Version bereits gefahren. Die schmalere Variante gefiel am Straßenrennrad verbaut auf einigen Touren über (ruppigen) Asphalt und harte Schotter-Waldautobahnen. Mit 341 Gramm in 30 Millimetern Breite wiegt der Pneu in der Allroad-Version nur unwesentlich mehr als die reine Straßenausführung Pro One, die in 28 Millimeter 306 Gramm auf die Waage bringt.

Positiv ist die einfache Montage: Per Hand lässt sich der Pneu aufziehen, im Tubeless-Setup hielt er die Luft vorbildlich über mehrere Tage hinweg. Gut gefällt auch der geringe Rollwiderstand, der im Tubeless-Setup subjektiv kaum höher zu sein scheint als bei reinen Straßenreifen. Erst an leichten Steigungen spürt man die leichte Profilierung und einen etwas weniger geschmeidigen Lauf.

Schwalbe Pro One Allroad Schriftzug
Bjoern Haenssler

Die 40-Millimeter-Version haben wir mit 449 Gramm gemessen. Gefahren mit TPU-Schläuchen und 2,5 bar surrt das Profil ein bisschen, und wahrscheinlich verschenkt man wie bei der 30-mm-Version durch die Noppen das eine oder andere Watt verglichen zu einem Slick – man spürt es aber nicht so, dass es stören würde. Stattdessen ist die Straßenlage satt, und der Pneu fährt sich angenehm geschmeidig.

Gut gefiel zudem das sehr gutmütige Verhalten in den Kurven: Voller Vertrauen kippt man ab in Schräglage und freut sich, dass der Reifen vertrauenerweckendes Feedback sendet und zu keiner Zeit und schon gar nicht schlagartig wegschmiert. ROADBIKE-Fotograf und Testfahrer Björn Hänssler urteilt abschließend: "Der Reifen ist eigentlich das, was die meisten Leute fahren sollten – top für alle, die auch mal eine Schotterpassage auf ihren Runden einbauen wollen und trotzdem schnell auf Asphalt unterwegs sein wollen."