Seit zwanzig Jahren ist das Noah Ridleys Flaggschiff, der Aerorenner steht für pure Performance. Vor ziemlich genau einem Jahr hat Ridley die dritte Generation des Noah Fast vorgestellt (hier gibts die Infos dazu) – jetzt wagen die Belgier von Ridley einen neuen Schritt und schicken das Noah in einer E-Version auf die Straße, angetrieben vom TQ-HPR40-System.
Kurz&knapp: Ridley E-Noah
- Preis: ab 7099 Euro (Shimano 105 Di2)
- Größen: XS, S, M, L
- Antriebseinheit: TQ HPR40-System
- Drehmoment: 40 Nm
- Akku: 292 Wh

Das neue E-Noah von Ridley.
Komplette Integration und geringes Gewicht
Wesentlich für ein sportliches Rennrad: ein geringes Gewicht. Deshalb habe sich Ridley für das kompakte TQ-HPR40-System entschieden. Die Antriebseinheit wiege nur 1,2 Kilogramm, der Akku nur 1,42 Kilogramm. Die Antriebseinheit sei für eine cleane Optik vollständig hinter den Kettenblättern verborgen, während die Batterie dezent im aerodynamischen Unterrohr integriert sei. So soll die ausgeprägte Aerodynamik des Noah vollständig erhalten bleiben, betont Ridley. Mit einem Gesamtgewicht von weniger als 11 Kilogramm sei das E-Noah außergewöhnlich leicht für ein E-Rennrad seiner Klasse – und optisch auf den ersten Blick kaum als solches zu identifizieren. Nur dezente LEDs im Lenkerstopfen und versteckte Schalter unter dem Lenkerband lassen auf die versteckte Zusatzpower schließen.

Ob Steuerrohr, Cockpit oder Sattelstütze: Das neue E-Noah soll ähnlich aerodynamisch wie der Top-Renner Noah Fast sein.
Der TQ-Motor soll mit 40 Nm Drehmoment und 200 W zusätzlicher Leistung unterstützen. Damit fühle sich jeder Pedaltritt natürlich an – als habe man ständig Rückenwind. Über die TQ-App lasse sich die Unterstützung zudem individuell anpassen. Für die Reichweite sorgt der 292 Wh-Akku, der mit einem optionalen 160-Wh-Range-Extender mühelos erweitert werden könne.

Integriert: Der Akku ist im Unterrohr verbaut und äußerlich kaum zu erkennen. Der Ladeport ist am Tretlager, die Steuerungs-LED verbirgt sich im Lenkerende.
"Echtes Rennradfeeling"
Das E-Noah sei für Geschwindigkeitsliebhaber entwickelt, die ihre Reichweite erhöhen möchten, ohne auf das echte Rennrad-Feeling zu verzichten. Die angepasste Geometrie soll allerdings eine etwas komfortablere Sitzposition und ein geschmeidigeres Handling als das Noah bieten, während das geringe Gewicht und die nahtlose Integration das natürliche Fahrgefühl bewahren sollen. Längere, steilere oder intensivere Fahrten werden plötzlich möglich – mit dem Gefühl eines echten Aero-Rennrads. Das E-Noah soll folglich die Noah-DNA mit einer fein abgestimmten elektrischen Unterstützung vereinen und damit einen neuen Maßstab für E-Rennräder setzen.

Doppelter Fahrspaß bergauf: Das verspricht Ridley für das neue E-Noah.
Modellvarianten und Preise
Das E-Noah lässt über den Ridley Online-Konfigurator nach Wunsch anpassen, preislich startet das Bike mit Shimano 105 Di2 ab 7099 Euro (unverbindliche Preisempfehlung). Mit Shimano Ultegra Di2-Version kostet es 9099 Euro.

Mit dem neuen E-Noah beschreitet Ridley einen neuen, durchaus mutigen Weg. E-Rennräder sind derzeit ein Nischenprodukt, und wenn, dann werden mit Blick auf eine eher ältere Zielgruppe eher Endurance-Rennräder mit einem Zusatzmotor ausgestattet. Das erscheint auch mehr als schlüssig, kommen doch eine entspanntere Sitzposition und ausgeprägterer Komfort der Zielgruppe entgegen. Von daher wird es spannend zu sehen, ob auch das E-Noah mit seiner zwar im Vergleich zum Noah Fast etwas entspannteren, aber immer noch sportlichen Sitzposition seine Käufer finden wird.





