Mit dem neuen Deva RD stellt Miche einen Rennrad-Laufradsatz vor, bei dem es sich sich um die bislang aerodynamischsten und leichtesten Laufräder der Italiener handeln soll – und zugleich um das erste Miche-Modell, das auf Carbonspeichen setzt.
Der Name "Deva" entstammt dem Sanskrit und steht sinnbildlich für Harmonie und Balance, erklärt der Hersteller. Diese Idee übertrage Miche auf die Konstruktion der Laufräder, bei der Aerodynamik, Steifigkeit und Gewicht möglichst effizient zusammenspielen sollen. Grundlage dafür sei die sogenannte Miche Formula, ein Entwicklungsansatz, der instrumentierte Messungen, CFD-Simulationen und Windkanaltests kombiniere.

Die neuen Miche Deva RD wurden von den Profis des Teams Groupama-FDJ bereits getestet, deren Feedback floss mit in die Entwicklung ein.
Entwicklungsprozesse
Laut Miche seien im Entwicklungsprozess vier grundlegende Designansätze entstanden. Für das 52-mm-Vorderrad habe man zwei unterschiedliche NACA-Profile untersucht, ergänzt durch zahlreiche CFD-Simulationen, die gemeinsam mit dem Tech Centre des WorldTour-Teams Groupama–FDJ durchgeführt worden seien. Hinzugekommen seien langzeitige Windkanaltests sowie Aluminium-Felgenprototypen, um Aerodynamik und Reifenintegration unter realistischen Bedingungen zu überprüfen.
Im Zentrum des Deva RD stehe eine neu konzipierte Carbonfelge aus T700-, T800- und T1000-Fasern mit matter UD-Oberfläche. Die innen 23 Millimeter breite Felge sei tubelessfähig und setze weiterhin auf einen klassischen Haken, was laut Miche der Betriebssicherheit zugutekomme. Angeboten werden zwei Felgenhöhen: 52 und 62 Millimeter. Auffällig sei dabei die unterschiedliche Auslegung von Vorder- und Hinterrad: Während das Vorderrad breiter ausfalle, um den Luftstrom zu stabilisieren, ist das Hinterrad schmaler gehalten, um Gewicht zu sparen und die aerodynamische Effizienz zu erhöhen.
Highlight sind die Carbonspeichen
Das prägendste Merkmal des Deva RD seien jedoch die Carbonspeichen. Diese verfügen über einen aerodynamischen Querschnitt und werden mit im Felgenbett integrierten, verdeckten Nippeln kombiniert. Dadurch entfielen laut Hersteller störende Übergänge im Speichenbereich. Die Speichenzahl reduziert sich auf 21 – eine 14+7-Anordnung an Front und Heck –, was die rotierende Masse senken und zugleich Steifigkeit sowie Lenkpräzision erhalten soll.

Miche verwendet zum ersten Mal Carbonspeichen an an den eigenen Laufrädern. Auf 21 Speichen (14+7) reduziere sich die Anzahl.
Bei den Naben setzt Miche auf CNC-gefräste Konstruktionen aus Ergal 7075 T6. Der Freilauf kombiniere Ergal und Titan, um das Verhältnis aus Gewicht und Haltbarkeit zu optimieren. Für den Leichtlauf kommen doppelt gedichtete Keramiklager von CeramicSpeed zum Einsatz, deren Vorspannung feinjustiert werden kann. Ergänzt werde das System durch Miche-Aeroblade-Elemente aus carbongefülltem 3D-Druckmaterial, die die Speichenführung stabilisieren und vor Schmutz schützen soll.

Bei den Naben setzt Miche auf CNC-gefräste Konstruktionen aus Ergal 7075 T6.
Ein wesentlicher Teil der Entwicklung sei in Zusammenarbeit mit dem WorldTour-Team Groupama–FDJ erfolgt. Deren Ingenieure und Fahrer hätten laut Miche Rückmeldungen aus Labor, Training und Renneinsatz geliefert und so zur finalen Abstimmung beigetragen.
Die neuen Miche Deva RD sind ab März 2026 über den Fachhandel erhältlich sein. Günstig sind die Laufräder jedoch nicht. Miche ruft einen Preis von 3200 Euro auf.





