Wenn es um Rapha geht, denken die meisten Radfahrerinnen und Radfahrer zunächst an stilvolle Rennradbekleidung, Pro-Team-Kollektionen und britische Eleganz. Dabei vergisst man leicht, dass die Marke schon seit einigen Jahren auch im Mountainbike-Segment aktiv ist. Für die warme Jahreszeit haben wir zwei kurze Teile aus der Trail-Kollektion getestet: das Women's Trail Technical T-Shirt und die Women's Trail Finale Shorts.
Rapha Women's Trail Technical T-Shirt
Das Women's Trail Technical T-Shirt ist vor allem eines: unaufgeregt gut. Rapha verzichtet bewusst auf Spielereien oder überladene Features. Es gibt keine eingenähten Taschen, keine auffälligen Details und keine extravaganten Schnitte – einfach ein funktionelles Jersey, das genau das macht, was es soll.

Der lockere Schnitt sorgt für viel Bewegungsfreiheit auf dem Trail und macht das Shirt gleichzeitig alltagstauglich. Das leichte Material aus recycelten Fasern fühlt sich federleicht auf der Haut an und überzeugt besonders an heißen Sommertagen. Selbst bei hohen Temperaturen bleibt das Tragegefühl angenehm luftig, Feuchtigkeit wird schnell abtransportiert und das Material trocknet zügig. Gerade während der Hitzewelle erwies sich das Shirt als nahezu perfekter Begleiter.

Wer auf der Suche nach einem Jersey mit unzähligen Features ist, wird hier nicht fündig. Wer dagegen ein schlichtes, hochwertiges Shirt sucht, bekommt mit dem Women's Trail Technical T-Shirt einen echten "Simply good"-Kandidaten.
Rapha Women's Trail Finale Shorts
Besonders spannend ist die Trail Finale-Kollektion, denn sie wurde gemeinsam mit hochkarätigen Profi-Athletinnen und -Athleten entwickelt. Mit dabei waren letzjährige EDR-Gesamtsiegerin Ella Conolly, Mariano Marí und Miranda Miller.

Schon beim ersten Anziehen fällt die hochwertige Verarbeitung auf. Das Material fühlt sich robust an, schmiegt sich aber gleichzeitig angenehm an den Körper an und bietet viel Bewegungsfreiheit. An der Rückseite ist die Hose zusätzlich verstärkt, um besonders beanspruchte Bereiche besser vor Abrieb zu schützen.

Die Shorts verfügt über zwei tiefe Eingrifftaschen, in denen sich Kleinigkeiten sicher verstauen lassen. Besonders clever gelöst ist die zusätzliche Handytasche an der Rückseite des Oberschenkels. Sie wird per Reißverschluss verschlossen und sitzt genau dort, wo das Smartphone beim Pedalieren nicht stört oder unangenehm gegen das Bein schlägt.
Vorne wird die Hose klassisch mit einem Druckknopf und einem zusätzlichen Haken verschlossen. Auch die Länge der Shorts gefällt: Sie reicht weit genug nach unten, um eine unschöne Pad-Gap zwischen Knieprotektoren und Hosenbein zu vermeiden.
Der einzige Kritikpunkt betrifft den Schnitt im vorderen Bereich. Hier fällt die Hose vergleichsweise tief aus. Das dürfte allerdings eher Geschmackssache sein und hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab.





