Mit nur 832 g, laut Bike Ahead, tätschelt das The-Frame-Carbonchassis in Größe Large die Waage – eines der leichtesten im XC-/Marathon-Segment. Ähnlich beeindruckend ist das Gewicht des Testbikes in der Trail-Variante des The-Frame-Hardtails, mit längerem 120-mm-Hub an der Fox-Federgabel.
Kurz & Knapp: Bike Ahead The Frame
- Preis: 6979 €
- Gewicht: 9,46 kg
- Größen: S, M, L und XL
- Rahmenmaterial: Carbon
- Federweg: 120-/ – mm

Aufgrund des minimalistischen Kettenstrebenschutzes und des ruppigen Terrains Kettenschläge auf die Strebe.
Ausstattung und Details
Bei 9,46kg stoppt die Waage, was explosive Sprints in Uphills erwarten lässt. Highlight des The Frame Trail ist der edle Carbonrahmen, den Carbon Team – Technologiepartner von Bike Ahead Composites GmbH – in Portugal in Monocoque-Bauweise fertigt.
Das matt schimmernde Raw-Finish erhält das Chassis anschließend bei Bike Ahead. Der funktionelle Leichtbau-Gedanke von Firmengründer Christian Gemperlein zieht sich dabei konsequent durchs gesamte Bike.
So laufen die Züge nicht kompliziert durch den Steuersatz, sondern am Steuerrohr ins Chassis. Der Bremssattel sitzt geschützt zwischen Sitz- und Kettenstrebe. Um aus Kraft rasch Meter machen zu können, stellt Bike Ahead das 29er-Testbike auf seine noblen Safewing-30-XC-Räder mit breiten, in Eigenregie produzierten Carbonfelgen. Deren abgerundete Felgenschultern sollen Karkassenschäden bei Reifendurchschlägen vorbeugen und den Reifen bestens abstützen.
Leichtbau-i-Tüpfelchen: hohlgebohrte Titanflaschenhalterschrauben – 1,06 g das Stück.
Neben der Trail-Version mit Bike-Yoke-Stütze und 120-mm-Gabel bietet Bike Ahead Composites GmbH auch das raceorientierte The Frame Race mit 100-mm-Gabel und sportlicherer Geometrie an. Beide Varianten gibt es im Online-Baukasten.
Fahreindruck Bike Ahead The Frame
Bereits im ersten, moderaten Anstieg hängt das The Frame Trail beherzt am Gas – befeuert von den enorm drehfreudigen Carbonlaufrädern plus flinken Wolfpack-Speed-Pneus.
Auch die gute Sitzposition trägt dazu bei: Zwar tritt man wegen recht flachem 72,8-Grad-Sitzwinkel speziell im Steilanstieg nicht mit optimalem Pedaldruck, trotzdem sitzt man dank 443-mm-Reach (Gr. L) angenehm sportiv und macht flott Tempo.
Schaltvorgänge erledigt Srams GX-AXS-Funkschaltung selbst im steilen Gelände souverän. Rege mäandernde Flow-Trails sind nach dem Geschmack des Hardtails. Unterstützt vom geringen Gewicht und gutmütigen Handling – der breite Bike-Ahead-Carbonlenker liegt schön in der Hand – steuert man das Carboni rasch durch die Kurven.
Gut: kurze 430er-Kettenstreben und die niedrige Tretlagerhöhe (317 mm) bedeuten viel Agilität aus Kurven heraus. Etwas höher dürfte die Lenkkopfsteifigkeit ausfallen für technische Wurzelpassagen, in denen man das Hardtail kraftvoll manövriert. Hier vermissten wir Lenkpräzision.
Und Full-Speed bergab? Mit flachem 67,3-Grad-Lenkwinkel liegt das Bike sicher, punktet per gut dämpfender Carbonparts (Rahmen/Lenker/Felgen) plus komfortabler Fox-Gabel in rauem Geläuf. Eine zentrale Qualität des The Frame Trail, die umso stärker zum Tragen kommt, je länger man unterwegs ist!
Das mochten die Tester
extrem leichtes Gesamtgewicht
hoher Fahrkomfort für ein Hardtail
explosiver Vortrieb bergauf
sicheres Fahrgefühl bergab
agiles, verspieltes Handling
Das mochten die Tester weniger
flacher Sitzwinkel
Lenkkopfsteifigkeit könnte höher sein
Reifen auf Nässe limitiert





