Diese Federgabeln haben wir getestet 📝
Fox Podium
Preis: 2300 Euro/ 2800 g

Totgesagte leben länger, so auch Upside-Down-Gabeln, die derzeit eine Renaissance erleben. Schuld daran sind maßgeblich auch die Füchse aus Kalifornien verantwortlich, deren Modell Podium Factory mit 170 mm Federweg nicht nur technisch, sondern auch optisch ein Highlight ist. Die Verarbeitung ist Fox-typisch extrem hochwertig und viele kleine Details machen die Gabel zu einem echten Blickfang am Bike.
Auf dem Trail überzeugt sie vor allem durch ihr herausragendes Ansprechverhalten. Schon bei kleinsten Unebenheiten reagiert die Gabel sensibel, wodurch das Vorderrad förmlich am Boden "klebt". Das sorgt für enormen Grip und vermittelt ein sehr sicheres Fahrgefühl – selbst in anspruchsvollem Gelände. Ein weiterer großer Pluspunkt sind die vielfältigen Einstellmöglichkeiten. Die Gabel lässt sich sehr fein auf die eigenen Vorlieben abstimmen.
Wie bei anderen Gabeln ist die Luftkammer über Tokens (Spacer) anpassbar. Im Auslieferungszustand war die Kennlinie für unseren Geschmack etwas zu linear. Durch das Anpassen der Luftkammer konnte Testfahrer Jens Kraft die Progression jedoch schnell und unkompliziert optimieren. Das Ergebnis: eine deutlich progressivere Abstimmung, die zuverlässig Durchschläge verhindert und trotzdem sensibel anspricht.

Wer bereit ist, den Premium-Preis zu zahlen, bekommt eine Federgabel, die in puncto Fahrgefühl und Trail-Performance ganz vorne mitspielt.
Das Upside-Down-Design bringt zusätzlich praktische Vorteile mit sich. Die Staubabstreifer arbeiten so, dass Schmutz aktiv nach unten abtransportiert wird. Im Gegensatz zu klassischen Gabeln wird der Dreck nicht weiter in die Dichtungen gedrückt, was sich langfristig positiv auf Wartung und Haltbarkeit auswirken dürfte.
Auch nach rund 1000 Kilometern Einsatz zeigt die Gabel keinerlei Schwächen – keine Defekte, keinen Leistungsverlust, etwa durch spröderes Ansprechen. Sie arbeitet konstant und zuverlässig auf allerhöchstem Niveau.

Die Low-Speed-Compression ist (mit spitzen Fingern) in 18 Klicks, die High-Speed-Compression in acht Klicks einstellbar. Schmutz- und Stoßschilde schützen die Tauchrohre der Podium.
In Sachen Steifigkeit hinterlässt die Gabel ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Durch die massive Achse und die große Nabenaufnahme wirkt das System torsionssteif. Im direkten Vergleich fühlt sie sich subjektiv stabiler an als einige andere Upside-Down-Systeme, die hier etwas nachgeben. Der Gewichtsunterschied von rund 400 g im Vergleich zu einer Fox 38 ist in der Praxis spürbar, aber absolut zu verkraften. Angesichts des deutlichen Performance-Gewinns – insbesondere beim Ansprechverhalten, Grip und der allgemeinen Fahrstabilität – relativiert sich das Mehrgewicht schnell und fällt auf dem Trail kaum negativ ins Gewicht.
Ein kleiner Kritikpunkt ist der Einbau des Vorderrads. Im Vergleich zu einer klassischen 38er Gabel ist dieser minimal aufwendiger, da sich die Standrohre leicht verdrehen können. Mit etwas Übung stellt das jedoch kein großes Problem dar.
Die Fox Podium ist ein kompromissloses HighEnd-Produkt. Sie kombiniert exzellentes Ansprechverhalten, enorme Einstellbarkeit und durchdachte Technik mit einem eigenständigen Look. Trotz eines moderaten Mehrgewichts gegenüber einer Fox 38 überwiegt der Performance-Zuwachs deutlich. Als Wermutstropfen bleibt der exorbitant hohe Preis, den man erstmal berappen können
Test: 3 Monate 📋
feinfühliges Ansprechen
umfangreiche Einstellmöglichkeiten
schmutzabweisende Dichtungsposition
teuer
erschwerter Laufradeinbau
Fox 34 SL Factory
Preis: 1469 Euro/ 1547 g

2025 zündeten die kalifornischen Fahrwerksspezialisten gleich mehrere Neuheiten. Besonders für Trail- und XC-Fahrer verführerisch: die neue 34 SL, Nachfolgerin der 34 SC. Der Name verrät es – hier stand Leichtbau klar im Fokus. Dazu trägt das neue Casting bei, das weiterhin im markanten Step-Cast-Design an der Achse kommt. Blickfang sind die Aussparungen an der Gabelbrücke. Zugelassen ist sie für Reifen bis 2,5 Zoll Breite, die Postmount-Aufnahme ist für 180-mm-Rotoren ausgelegt. Trotz Chassis-Optimierungen und neuer, leichter Krone aus 7000er-Aluminium soll die Torsionssteifigkeit um 17 Prozent über der des Vorgängers liegen. Für Nachrüster bietet Fox die 34 SL in den Güteklassen Performance Elite (1339 Euro) und Factory (ab 1469 Euro) an. Letztere kommt mit der Grip-X-Kartusche, goldenen Kashima-Standrohren sowie wahlweise orange oder schwarz-goldene Lackierung. Die günstigere Performance-Version ab 869 Euro rollt mit schwererer Kabolt-Steckachse und Grip-Kartusche an.
Die Grip-SL-Kartusche ist konsequent auf Leichtbau getrimmt, lässt sich in Druck- und Zugstufe verstellen und ist wahlweise mit Kronen- oder Lenker-Lockout erhältlich. Sie deckt Federwegvarianten von 110 bis 130 mm ab. Bei 130 mm Hub setzt Fox alternativ auf die Grip-X-Kartusche – rund 70 Gramm schwerer, aber mit komplexerem Aufbau und zusätzlicher Verstellbarkeit von High- und Lowspeed-Druckstufe sowie der Zugstufe.

Zur Wahl stehen die auf Leichtbau getrimmte Grip-SLKartusche (Foto) und die Grip X. Gewicht spart Fox auch durch die markanten Aussparungen an der Gabelbrücke.
Wir konnten beide Varianten testen. Unsere Redaktionswaage weist die 130-mm-Version mit SL-Kartusche mit 1480 Gramm aus – knapp über der 34 SC (1422 Gramm), aber leichter als die Konkurrentin aus Colorado, die Rock Shox SID Ultimate wiegt 1520 Gramm. Mit 130 mm Hub und Grip-X-Kartusche verweist die 34 SL ihre Mitstreiter – intern wie extern – noch deutlicher auf die Plätze: 1527 Gramm stehen auf der Waage, klar leichter als die einstige Trail-Gabel Fox 34 Factory Grip X (1751 Gramm) und die Rock Shox Pike Ultimate (1950 Gramm).
Das Setup gelingt – typisch Fox – recht intuitiv. Auf dem ersten fordernden Trail erwiesen sich die Werksempfehlungen jedoch als zu niedrig, weshalb wir rund 10 PSI nachlegten. Die höhere Steifigkeit macht sich besonders bei harten Bremsmanövern, Offcamber-Sektionen und wurzeligen Kurven bemerkbar: Die Linie bleibt leicht zu halten, Lenkbefehle setzt die 34 SL direkt um. Wie von Fox gewohnt, spricht sie sensibel an, ohne "weichgespült" zu wirken – ihre etwas strafferen XC-Wurzeln sind klar spürbar.
Wird der Trail ruppig und fordernd, treten die Unterschiede zwischen den beiden Kartuschen-Optionen deutlich zutage: Die Grip SL behält auf flowigen Strecken souverän die Kontrolle, gerät jedoch bei schnell aufeinanderfolgenden Schlägen an ihre Grenzen. In Highspeed-Passagen fühlt man sich spürbar unsicherer, und die Gabel scheint den Federweg subjektiv schneller auszunutzen. Hinzu kommen deutlich hörbare Schmatzgeräusche der Dämpfung. Die Grip-X-Schwester agiert hier souveräner, bügelt schnelle Schläge feiner weg und vermittelt so ein Plus an Sicherheit. Top: Mitunter vermittelt die Grip-X-Gabel sogar das Gefühl, mehr als ihre 130 mm Hub zu bieten.
Test: 5 Monate 📋
leicht
feinfühlig, dabei mit genügend Reserven
hochwertige Verarbeitung
Grip-SL-Kartusche arbeitet recht laut
sehr teuer
Rock Shox Sid SL Ultimate
Preis: 1079 Euro (UVP) / 1378 g

SID – eigentlich steht das Kürzel für Super Integrated Design, doch für XC-Fahrer ist es längst Synonym für eine der erfolgreichsten Federgabeln im Rennsport. 1998 kam die SID erstmals auf den Markt. Seit 2020 gibt es sie in zwei Versionen: Die SID (ohne SL-Kürzel) mit wuchtigen 35-mm-Standrohren trägt dem Trend zu immer langhubigeren XC-Bikes Rechnung und deckt Federwege von 100 bis 120 mm ab. Sie bringt 1510 Gramm in der Ultimate-Version auf die Waage.
Für Hardtails und kurzhubige Fullys bietet Rock Shox die SID SL an, die mit 32-mmStandrohren und Federwegen mit 100 oder110 mm zu haben ist. Mit Select-Plus startet die SID bei 819 Euro – inklusive Charger-RL-Kartusche. Unser getestetes Ultimate-Modell kostet 1079 Euro, die Flight-Attendant-Version mit elektronischer Dämpfungskartusche liegt bei 1499 Euro (jeweils UVP).

Geblieben ist das gestufte Design an den Tauchrohren, Torque Caps kann die Gabel nicht (mehr) aufnehmen. Der Race-Day-Charger bietet bis zu drei Dämpfungsmodi.
Im neuesten Update der SID SL, vorgestellt Mitte 2025, hat sich äußerlich wenig getan – im Inneren jedoch wurden wichtige Details überarbeitet. Bei den Ultimate-Topgabeln kommt nun die RaceDay-2-Dämpferkartusche zum Einsatz – wahlweise als Remote-Variante oder direkt an der Krone verstellbar. Sie bietet entweder drei Modi (geschlossen, Pedaliermodus, offen) oder eine zweistufige Version (offen und geschlossen/Plattform). Statt eines Gummipuffers am Ende des Federwegs setzt Rock Shox nun auf eine Stahlfeder – das soll das Fahrverhalten am Hub-Limit spürbar smoother machen. Die Buchsenüberlappung der Standrohre wuchs um 13 mm – für mehr Steifigkeit und besseres Ansprechverhalten auf ruppigem Terrain.
Auch die Negativluftkammer wurde vergrößert, damit die XC-Gabel sensibler auf kleine Schläge anspricht. Das Casting lässt nun Reifenbreiten bis 2,4 Zoll zu. Anders als die große SID mit 35-mmStandrohren bietet die SL keine Montageoption für den Fender an der Gabelbrücke. Zudem ist sie nicht mehr mit Torque Caps kompatibel, die an der Nabe für mehr Auflagefläche sorgen und damit die Steifigkeit erhöhen sollen.
Über drei Monate konnten wir die neue SID SL an einem XC-Hardtail bereits testen. Auf der Redaktionswaage offenbart sie mit 1350 Gramm einen minimalen Gewichtsnachteil von zirka 40 Gramm zur vorherigen Generation. Auf dem Trail fällt im Eins-zu-eins-Vergleich zur Vorgängerin das direktere Ansprechverhalten auf: War die SID SL früher spürbar straff auf Racer*innen abgestimmt, sorgt nun die vergrößerte Luftkammer für deutlich mehr Sensibilität: Die US-Gabel reagiert sensibler – fast bis zum kleinsten Kiesel. Gerade für Langstrecken-Marathons ist dieser Komfortzuwachs sprichwörtlich Gold wert.
Auch in grobem Gelände hält die SL jetzt mehr Reserven bereit – sie schöpft ihren Federweg besser aus: Während es früher schon harte Landungen brauchte, um den vollen Federweg auszunutzen, passiert das nun öfter – ohne dass der Endanschlag dabei so harsch wirkt wie beim Vorgänger. In schnellen Kehren oder beim harten Anbremsen wirkt sie nun subjektiv etwas steifer. Für Schwergewichte und aggressives XC-Racing empfehlen wir dennoch die steifere 35-mm-Version der SID.
Test: 3 Monate 📋
feineres Ansprechverhalten
besonders im Grenzbereich komfortabel und berechenbar
nicht mehr mit Torque Caps kompatibel
Gewicht im Vergleich zum Vorgänger leicht angestiegen
Low-/Highspeed, Tauchrohre, Volumen-Spacer – und du verstehst nur Bahnhof?
Bei MTB-Federgabeln prasseln viele Fachbegriffe auf den Kunden ein. Wir bringen Licht ins Dunkle und erklären alle Spezialbegriffe rund um Federgabeln und Fahrwerke!
Formula Selva V
Preis: 1367 Euro (UVP) / 2100 g

Lavendelfarbene Tauchrohre machen die neue Selva V zum Hingucker. Wer es dezent mag, greift zur schwarzen Version der High-End-Enduro-/All-Mountain-Gabel. Ebenfalls ungewöhnlich: Die Endurogabel kommt mit schlanken 35-mm-Standrohren. Sie sollen so durch ein nicht zu steifes Chassis Komfort bieten. Weiteres Plus der "dünnen Ärmchen": Sie drücken das Gewicht auf 2100 g; ein Top-Wert für eine 170-mm-Endurogabel mit E-MTB-Freigabe.
Die in Italien handmontierte Gabel wartet mit bekannten und neuen Technikdetails auf. Eine optimierte Tauchrohreinheit und größere Buchsenabstände sollen Steifigkeit wie Lenkpräzision steigern. Die Selva V baut acht Millimeter höher als ihre Vorgängerin und liegt damit nun "auf Augenhöhe" mit den Mitbewerbern. Ihre neue V-Luftfeder arbeitet mit einem Doppelkammersystem und einem Luftventil: Beim Befüllen der Positivkammer gleicht sich die Negativkammer automatisch aus.
Die schwimmend aufgehängte Feder- und Dämpfungseinheit in den Standrohren soll die Reibung reduzieren – so soll die Endurogabel fein ansprechen und über den vollen Federweg homogen arbeiten. Zusätzlich arbeitet die Selva V mit Formulas cleverem CTS-Tuningsystem. Mittels acht verschiedener, kleiner CTS-Dämpfungsventile passt man den Charakter der Druckstufendämpfung nach Vorlieben und Einsatzzweck an.
Montiert werden die CTS-Ventile unter dem blauen Druckstufenversteller der Krone – das funktioniert unkompliziert und ziemlich fix. Formula liefert umfangreiches Zubehörkit mit der Gabel (Schutzblech, Gabelöl, Werkzeug, Dämpferpumpe) und zwei CTS-Ventile: ein goldenes und ein blaues.

Links: Die 15QR-Steckachse soll für hohe Steifigkeit undSpurtreue sorgen. Rechts: Die Ventile sitzen unter dem blauen Druckstufenversteller und lassen sich schnell montieren.
On Trail punktet die Selva V im Serien-Setup (ein Volumenspacer und goldenes CTS-Ventil) am Test-E-Enduro mit gutem Ansprechverhalten und Traktion, bei dezent strafferem Charakter. Die beim goldenen Ventil stärker gedämpfte Low-Speed-Druckstufe erweist sich am E-MTB als vorteilhaft – sie fördert effektiv den Gegenhalt. Bei zunehmender Schlaggröße und höheren Schaftgeschwindigkeiten ist sie in ihrem Element, Gabel und Bike lassen sich aktiv durch Bodenwellen pushen. Sehr gut!
Härtere, schnelle Schlagbatterien kontert die konstant stark performende Dämpfung gekonnt, bringt so bei hohen Geschwindigkeiten Ruhe ins Rad – und animiert zu beherzter Gangart. Schön: Die Selva V erweist sich als nicht zu steif, was in rauem Geläuf die Armmuskulatur schont. Allein in gröbsten, schnellen Wurzelabfahrten vermittelt sie nicht die gleiche Unerschrockenheit einer Fox 38 und Co.
Wie effektiv sich Dämpfungs- und Fahrcharakter der Selva V per CTS-System gestalten lassen, demonstrierte das getestete blaue Ventil, mit dem ein (noch) komfortableres Setup gelingt, das in grobem Terrain allerdings weniger Reserven für sportlich-aggressives Fahren bietet
Test: 1,5 Monate 📋
35-mm-Standrohre sorgen für mehr Komfort
Tuningsystem mit Ventilen
top Ansprechverhalten, starke Traktion, viel Gegenhalt
schlankes Chassis ist nicht ganz so bocksteif
Fox 36 SL Factory
Preis: 1540 Euro (UVP) / 1778 g (bei 220 mm Schaft und Kralle)

2025 überraschte Fox mit einer ungewöhnlich leichten 36er-Gabel: der 36 SL. Sie soll die bisherige 34 ablösen und genau jene Lücke schließen, die viele moderne Trail- und Downcountry-Bikes offenbaren: mehr Präzision und Reserven an der Front – ohne spürbaren Gewichtsnachteil. Entsprechend ist die 36 SL mit 120, 130 oder 140 mm Federweg erhältlich und zielt auf Bikes wie das Trek Top Fuel von Redaktionsleiter Chris Pauls ab, in dem die von Fox bereitgestellte Gabel zum Einsatz kam. Fox selbst spricht von 20 Prozent mehr Torsionssteifigkeit gegenüber der 34, bei lediglich 100 g Mehrgewicht. Auf unserer Waage bestätigte sich das geringe Gewicht: Die 140-mm-Variante wiegt nur 1778 Gramm.
Neu ist das vergrößerte Bushing Overlap: Die 36 SL bietet 20 mm mehr Überlappung der Gleitbuchsen als eine 34. Das soll Querkräfte zwischen Stand- und Tauchrohren reduzieren und somit Reibung veringern. Ebenfalls neu sind die nach innen verlegten Bypass-Kanäle, die übermäßigen Druckaufbau im System verhindern und Öl gezielt zur Schmierung von Buchsen und Dichtungen leiten. Bei der Dämpfung setzt Fox statt der komplexen Grip-X2- die Grip-X-Kartusche ein. Auch sie bietet Hightech, verzichtet jedoch auf Einstelloptionen zugunsten von geringerem Gewicht und einfacherer Bedienung.
Low- und Highspeed-Compression lassen sich getrennt einstellen, der Rebound ist einfach, sprich der doppelte Rebound-Adjust der X2 fehlt. Ergänzt wird die Grip-X-Kartusche durch einen leichter bedienbaren Druckstufenknopf, der schnelles Umschalten für effizientes Pedalieren ermöglichen soll. Die neu entwickelte Float-Luftkartusche soll bei schnellen Schlägen oder bei hohem Fahrergewicht geschmeidiger arbeiten.

Links: Die Grip-X-Kartusche ist mit einer Art Hebel versehen, um die Dämpfung schnell zu straffen. Rechts: Die Gabelbrücke kommt mit Ausfräsungen, so will Fox Gewicht einsparen.
In der Praxis zeigt die Fox dann ihre gewohnte top Performance bei entspannterem Setup-Prozess. Sie agiert über den gesamten Hub sehr gleichmäßig und passt mit nur einem verbauten Token gut zu einem eher straffen Hinterbau eines Downcountry-Fullys. Im Dauereinsatz wurde sie überwiegend im Mittelgebirge, aber auch auf sandigen Trails in den Niederlanden gefahren. Ob Matsch, Regen oder Sand: Die Haltbarkeit ist Fox-typisch hoch, Verschleiß an Öl oder Dichtungen zeigte sich bislang nicht. Besonders überzeugt hat die Präzision an der Front. Das Trek Top Fuel wirkt mit der 36 SL deutlich souveräner. Wo zuvor eine 34er arbeitete, fühlt sich das Bike nun spürbar erwachsener an, fast wie ein Mini-Enduro.
Test: 8 Monate 📋
sehr gute Steifigkeit
Federkennlinie ideal für sportliches Fahren
sehr hoher Preis
vereinzelt Berichte über Geräusche aus Gabelinnerem (im Test nicht aufgetreten)





