Zwischen Trailspaß und Tourenalltag: Mit dem Hybrid One44 will Cube die goldene Mitte treffen – und bringt 2026 gleich neun frische Varianten an den Start – und deckt damit einen breiten Spagat zwischen unterschiedlichen E-MTB-Typen und Geldbeuteln ab.
Kurz & Knapp: Cube Stereo Hybrid ONE44 HPC SLX 800
- Preis: ab 4399 Euro
- Gewicht: 24,2 kg
- Größen: S, M, L und XL
- Rahmenmaterial: Carbon/Alu
- Federweg: 150-/150-mm-Federweg
Ausstattung und Details
In Größe S rollt das Bike speziell für kleinere Fahrer*innen auf 27,5-Zoll-Laufrädern und mit 140 mm Heckfederweg. Alle größeren Rahmengrößen kommen als 29er mit 150 mm Federweg an Front und Heck. Beim Hauptrahmen setzen die Waldershofener auf Carbon, das Heck ist hingegen aus Aluminium gefertigt. In der sportlicheren Stereo-Hybrid-HPC-Familie geht es bei 4399 Euro los, das Topmodell kostet 8499 Euro. Alltagsnäher zeigt sich das Stereo Hybrid One44 mit Aluminium-Rahmen, erkennbar am stehenden Dämpfer. Es startet bereits bei attraktiven 3799 Euro – inklusive praktischer Optionen wie Lichtanlage, Schutzblechen oder Bosch-ABS-System.
Unser Testmodell, das Stereo Hybrid One44 HPC SLX 800, ist in zwei Farben erhältlich und unterbietet die 5000-Euro-Marke nur knapp. Die Ausstattung ist Cube-typisch reichhaltig, gemessen am Preis sogar beeindruckend. Beim Motor setzt Cube auf Bewährtes: den Bosch CX 5, der dank per Flow App aufspielbarem Software-Update nun 100 Nm bei 750 Watt liefert. Im Unterrohr sitzt ein entnehmbarer 800-Wh-Akku, der dem Stereo One44 starke Reichweite beschert. Mit dem optionalen 250-Wh-Range-Extender an den Flaschenhalterschrauben lässt sich die Marke von 1000 Wh knacken. Wortwörtlich obenauf in Anbetracht des Preises: das Bosch-Kiox-400C-Display, elegant ins Oberrohr eingelassen und zuständig für Infos zu Akku oder Navigation. Auch der Rest der Ausstattung ist hochwertig: Fox-Fahrwerk, Newmen-Laufräder, Continental-Pneus und überwiegend Shimano-XT-Parts. Hervorzuheben ist die brandneue XT-Bremse. Ergänzt wird das Setup durch Parts aus der Cube-Eigenmarke.

Viele Spacer und ein positiv geneigter Vorbausorgen für eine hohe Front. Zusätzlich lässt sich der Lenkwinkel über eine Steuersatzschale abflachen.
Die Geometrie ist modern gezeichnet: In Größe M misst der Reach 452 mm. Über drehbare Steuersatzschalen lässt sich der Lenkwinkel um 0,6 Grad abflachen oder aufsteilen. Der Sitzwinkel fällt mit 76,2 Grad eher flach aus, die Kettenstreben sind mit 457 mm vergleichsweise lang. Dazu kommt ein kompaktes Steuerrohr, das den Stack niedrig hält.
Fahreindruck Cube Stereo Hybrid ONE44
Am Testbike hat Cube viele Spacer verbaut, wodurch der Lenker recht hoch baut– und das passt. Eine Wohlfühlposition ist schnell gefunden, sodass es direkt auf Trailjagd gehen kann. Das hohe Volant vermittelt zusätzlich Sicherheit, der positiv geneigte Vorbau sorgt für eine angenehm entspannte Sitzhaltung. Ideal also für genüssliche Touren – auch im Alltag. Das One44 richtet sich im Handling eher an gemäßigte Trailrider und Einsteiger: stets gut kontrollierbar, ohne Tücken. Bei höherem Tempo spielt die leicht gestreckte Geometrie ihre Stärke aus und sorgt für ein souveränes Auftreten. In engen Turns braucht es dagegen etwas mehr Körpereinsatz. Das Fox-Fahrwerk arbeitet sensibel und begeistert Flowtrail-Fans wie Novizen, während aktivere Fahrer im groben Geläuf gegen Ende des Federwegs etwas mehr Gegenhalt vermissen könnten.
Wird es richtig wild, stößt das Bike auch wegen seines Gesamtgewichts früher an Grenzen und verlangt eine saubere Linienwahl. Bei harten Schlägen ist zudem ein dezentes, aber hörbares Klappern aus dem Bereich des Akkus zu vernehmen. Bar jeder Kritik ist die brandneue Shimano-XT-Vierkolbenbremse: Sie lässt sich noch feiner dosieren als ihr Vorgänger, bietet in Steilstücken spürbar mehr Standfestigkeit und liefert über den gesamten Hebelweg konstant kräftigen Punch. Ebenso gelungen ist die XT-Schaltung, die Gangwechsel präzise und blitzschnell erledigt. Einmal mehr weiß das Bosch-Motorensystem mit viel Schub zu überzeugen. Er hängt sensibel am Gas und liefert bei kleinsten Impulsen spürbar Power. Gleichzeitig wirkt die Unterstützung jederzeit kontrolliert und harmonisch.
Das mochten die Tester
top Parts zum fairen Preis
Bosch-System: feinfühlig und kräftig
Display im Oberrohr
Fox-Fahrwerk sensibel
souveränes Fahrgefühl
angenehme Sitzposition
Das mochten die Tester weniger
bei hohem Speed in Technik-Passagen unruhiger
minimales Akkuklappern
Fahrwerk eher floworientiert












