Im Test: Bulls Copperhead Evo AM 2

Bulls Copperhead Evo AM 2 im Test
Alltagstaugliches Jubiläums‑Trailfully mit Bosch CX

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.03.2026
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Happy Birthday: Europas größter Fahrrad-Fachhändlerverbund, die Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG), feiert 60-jähriges Bestehen. Die aus der Genossenschaft hervorgegangene Eigenmarke Bulls begeht das Jubiläum mit dem alltagstauglichen Copperhead Evo AM 2. Das Bike ist eine neue Ausstattungsvariante des bekannten Trailfullys. Es basiert auf einem Carbonrahmen mit Aluminiumhinterbau und setzt auf trailtypische 150-mm Federweg an Front und Heck. Vortrieb bringt Boschs bärenstarker CX-Motor der aktuellen Generation, der von einem 800-Wh-Akku versorgt wird.

Detailaufnahme einer Mountainbike-Kassette mit Schaltwerk und Rücklicht, Fokus auf die Ritzel.
Stefan Eigner - eignerframes

Kurz & Knapp: Bulls Copperhead Evo AM 2

  • Trailfully mit 150/150 mm Federweg
  • Bosch Performance Line CX Gen 5, 800-Wh-Akku
  • Carbon-/Aluminium-Rahmen
  • Gewicht: 25,8 kg (Größe M)
  • Preis: 4999 Euro
Julian Claudi
Testfahrer

Bulls Copperhead Evo AM 2: die Ausstattung

Praktisch für den Alltagseinsatz ist die integrierte Beleuchtung und die exklusiv erhältliche, sogenannte "MonkeyLink"-Handyhalterung, welche das Handy kabellos vom Hauptakku des Bikes lädt. Auch ein Seitenständer kann verbaut werden. Allein die Ausstattungsoptionen machen klar, an wen sich das Copperhead AM richtet: an Gelegenheitsbiker mit starkem Alltags- und Pendelfokus. Ein kleines Schutzblech ist ebenfalls montiert – es dient, wie bei vielen Mountainbikes, allerdings primär dem Schutz der Hinterbaulager und weniger dem Fahrkomfort. In der Jubiläumsausstattung montiert Bulls dem Copperhead Evo AM ein Rock-Shox-Fahrwerk aus Lyrik Select und Deluxe Select+. Dazu gibt es Shimano-Deore-XT-Komponenten und eine starke TPR-Bremse. Neben dem neuen Jubiläumsmodell mit laut Bulls "besonders attraktivem Preis" stehen weiterhin drei bekannte Ausstattungsvarianten des Copperhead Evo zur Wahl.

E-Mountainbike der Marke Bulls mit Vollfederung auf einem Schotterweg, Modelljahr vermutlich 2026, aufgenommen im Außenbereich.
Stefan Eigner - eignerframes

Das AM 1 für 4299 Euro bietet eine Lytro-34-Einsteigergabel und Shimano-Cues-Schaltung. Das Topmodell AM 4 rollt für 6999 Euro mit Funk-Sattelstütze und Rock-Shox-Ultimate-Gabel an den Start. Neben dem schlichten Schwarz unseres Testbikes ist das Jubiläumsmodell in zwei weiteren Farben verfügbar.

Fahreindruck am Bulls Copperhead Evo AM 2

Jetzt aber ab aufs Rad: Handy in der Halterung befestigt, und los geht’s zum Testtrail. Die Geometrie des Copperhead fällt kompakt aus. Der Reach misst in Größe L lediglich 474 Millimeter – entsprechend sitzt man angenehm komfortabel und aufrecht. Mit 66 Grad liegt der Lenkwinkel auf der steilen Seite, was für ein direktes Lenkverhalten sorgt. Leider fällt der Hub der Sattelstütze mit 125 mm sehr kurz aus.

Bergab lässt sich das Copperhead angenehm verspielt bewegen – ein Resultat der kompakten Geo. Auf flachen Passagen begeistert das Bulls mit seinem direkten Lenkverhalten. Etwas unausgewogen wirkt die Gewichtsverteilung des mit fast 26 kg schweren Bikes. Die Front fühlt sich schwer an, wodurch es ordentlich Kraft und eine saubere Technik benötigt, damit das Vorderrad bei Sprüngen und Drops nicht abfällt.

Das Fahrwerk spricht sensibel an, rauscht jedoch relativ schnell in die Endprogression, wodurch es im Groben etwas unkomfortabel wird. Für Bunnyhops und Co. bietet es dennoch ausreichend Popp. Die Bremse unseres Testbikes begeisterte mit viel Bremskraft, ließ sich jedoch etwas ungenau dosieren. Zudem stammen die Schwalbe-Reifen aus einer einfacheren Güteklasse und verfügen über eine härtere Gummimischung, was bei Nässe teilweise zu einem etwas rutschigen Vergnügen wurde. Für Schotter-, Wald- und Wiesenfahrten reichen diese jedoch völlig aus. Wer mehr Grip braucht, kann sie schnell gegen einen griffigeren Reifensatz tauschen.

Ein Tipp der Redaktion: Unbedingt einen Blick in die Geometrietabellen der Rahmengrößen werfen. Fahrer*innen, die normalerweise zwischen M und L wählen würden, sind beim Copperhead teils sogar mit Größe XL besser beraten.

Fazit