Das neue Transition Spur: Neues down-Country-Fully aus Bellingham

Das neue Transition Spur
Neues down-Country-Fully aus Bellingham

Inhalt von
ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.03.2026
Als Favorit speichern

130 mm Federweg vorne, 120 mm hinten, dazu ein konsequent leicht orientierter Carbonrahmen: Das Spur zielt auf Fahrerinnen und Fahrer, die zügig bergauf fahren wollen, bergab aber nicht auf Reserven verzichten möchten. Neben der Fahrwerksauslegung stehen beim Update hauptsächlich praktische und wartungsbezogene Details im Fokus. Außerdem gibt es eine Möglichkeit, die Geometrie per Flip-Chip anzupassen.

Zwei Farben des Spur stehen zur Verfügung.
Hersteller

Kurz & knapp: Transition Spur

  • Down-Country-Bike mit 130/120 mm Federweg
  • Full-29"-Setup
  • Flex-Stay Hinterbaudesign
  • Geometrieverstellung per Flip-Chip (0,5° Lenkwinkel und 7 mm Tretlagerhöhe)
  • in 4 Größen verfügbar (S-XL)
  • Rahmenset für 3.399 Euro
  • Komplettbike für 7.999 Euro

Geometrie

Geometrieseitig ist das Bike aus Bellingham eher lang gestaltet. In Größe L stehen 485 mm Reach auf dem Datenblatt – ein Wert, der klar auf Stabilität und Ruhe bei höherem Tempo zielt. Dazu passt der für ein DC-Fully eher flache Lenkwinkel (66°), der die Front auf Komfort und Abfahrtstauglichkeit trimmt und in steileren Passagen mehr Sicherheitsgefühl verspricht. Gleichzeitig sorgt der 76,4° Sitzwinkel für eine zentrale Position über dem Tretlager, was auf langen Anstiegen und bei schnellen Antritten für ein effizientes, ausgewogenes Gefühl sorgen dürfte. Ein individuelles Tuning der Geometrie ermöglicht der High-/Low-Flip-Chip.

Was ist neu am Spur?

Mit 10 mm mehr Federweg an der Front reagiert das Spur V2 auf technischere Trails und soll vorn spürbar mehr Reserven bieten, ohne den Grundcharakter eines schnellen, effizienten Bikes zu verändern. Doch auch der Rahmen hat einen Feinschliff bekommen. Neu ist die sogenannte BOOM-Box: ein Rahmenstaufach, das vermutlich weniger für Party-Musik auf dem Trail, als vielmehr für Werkzeug, Schlauch oder andere Notfall-Essentials gedacht ist. Außerdem hat Transition die interne Leitungsführung überarbeitet und den Schutz von Lagern und Gelenken angepasst, um Schmutz besser fernzuhalten und den Wartungsaufwand im Alltag zu reduzieren. Auch ein Flip-Chip an der unteren Dämpferaufnahme ist neu.

Neu an Bord ist ein Rahmenstaufach. Die B.O.O.M-Box.
Hersteller

Ein Modell und Rahmenkit

Ausstattungsvielfalt sucht man auf dem deutschen Markt vergeblich. Neben einem Rahmenset für 3.399 Euro gibt es nur ein Komplettrad mit edlen Komponenten für schlappe 7.999 Euro.

Frameset:

  • Dämpfer: Fox Float SL Factory (190×45 mm)
  • Steuersatz: FSA No.42/48/ACB

Spur Carbon XT Di2:

  • Gabel: Fox Float 34 SL Factory (130 mm)
  • Dämpfer: Fox Float SL Factory (190×45 mm)
  • Steuersatz: FSA No.42/48/ACB
  • Cockpit: RaceFace Era Carbon / Aeffect R
  • Sattelstütze: OneUp Dropper Post
  • Bremsen: Shimano XT M8220 4-Kolben
  • Schaltung: Shimano XT Di2
  • Laufrad: DT Swiss XR 1700
  • Reifen v/h: Maxxis Forekaster

Ist Down-Country die Zukunft der kurzhubigen Racebikes?

Das Spur steht exemplarisch für eine Entwicklung, die sich seit einigen Jahren abzeichnet: leichte Mountainbikes werden nicht mehr nur über Effizienz definiert, sondern zunehmend auch über ihre Fähigkeiten auf anspruchsvollen Trails. Mehr Federweg in Kombination mit einer abfahrtslastigeren Geometrie, verschiebt die Grenzen dessen, was viele noch als "Crosss Country" einordnen würden.

Das Transition Spur auf dem Trail.
Hersteller

Gleichzeitig zeigen Features wie Staufächer, und andere Detaillösungen, dass Performance heute nicht nur über Stoppuhr und Gewicht verstanden wird, sondern auch über Praxistauglichkeit. Die Zukunft der Bikes, die auch weiterhin im Weltcup bewegt werden dürften, scheint die Down-Country-Kategorie nicht zu werden. Dennoch dürften sich viele "Weekend-Warrior" die Frage stellen: "Benötige ich das High-End-Racebike oder ist so ein DC-Fully mit praktischen Features und mehr Abfahrtslust nicht doch die bessere Wahl?"