Orbea Rallon RS: Neues Light-E-MTB der Superklasse?

Neues Orbea Rallon RS
Ist das das MTB der Zukunft?

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.01.2026
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Mit dem Rallon RS präsentiert Orbea ein Bike, das die Grenzen zwischen Bio-Bike, Light-E-MTB und Hightech-Trailmaschine neu definieren will. Als Basis dient das im Vorjahr vorgestellte Rallon, das je nach Aufbau zwischen Enduro und Downhill angesiedelt ist.

Kurz & knapp: Orbea Rallon RS

  • TQ HPR40 Light-Motor (40 Nm) mit 290-Wh-Akku
  • Enduro-Plattform auf Rallon-Basis (180-/170-mm-Federweg)
  • Mullet oder Full-29”-Setup möglich
  • RS-Software mit App-Steuerung für Motor & Komponenten
  • Fox-Live-Valve-Neo-Dämpfer (LTD-Version)
  • Orbea MC10 RS Smart Dropper mit Positionssensor
  • Carbonrahmen in vier Größen (S–XL)
  • Gewicht 18 kg
  • Preis: ab 10999 Euro (Team) bis 14999 Euro (LTD)

Die Idee hinter dem Rallon RS: ein klassisches Enduro mit 180 mm Federweg vorn und 170 mm am Heck, kombiniert mit einem minimalistischen Motor. Herzstück ist der TQ HPR40-Antrieb. Ursprünglich für Rennräder entwickelt, liefert er 40 Nm Drehmoment und 200 Watt Leistung. Kombiniert wird er mit einem 290-Wh-Akku, der je nach Fahrmodus und Fahrertyp eine Reichweite von 1200 bis 1800 Höhenmetern ermöglichen soll. Optional lässt sich ein 160-Wh-Range-Extender integrieren.

Mehr als ein Light-E-Bike

Das Ergebnis ist ein Bike, das optisch kaum als E-Mountainbike zu erkennen ist – und der Light-E-Klasse neuen Auftrieb geben könnte.

Orbea selbst betont, dass das Rallon RS bewusst nicht aus Trends oder Marktdruck heraus entstanden ist. Als genossenschaftlich organisiertes Unternehmen verfüge man über eine Struktur, in der alle Beteiligten ein Mitspracherecht haben. Das Rallon RS sei entwickelt worden, um Fragen zu stellen, Grenzen zu verschieben und alternative Wege im Mountainbiken zu erkunden. Der Passus lässt darauf schließen, dass die beiden zum Launch vorgestellten Rallon-RS-Modelle nur in sehr kleiner Stückzahl verfügbar sind.

Entsprechend positioniert Orbea das Rallon RS als Technologieträger. In der LTD-Version haben die Basken alles verbaut, was derzeit technisch möglich ist: den elektronisch gesteuerten Fox-Live-Valve-Neo-Dämpfer, die elektronische Shimano-XTR-Schaltung sowie die neue Orbea MC10 RS Smart Dropper, die bereits im Herbst mit dem Orbea Rise RS vorgestellt wurde.

Chris Pauls
Redaktionsleiter

RS-Software: Wenn Bike, Motor und Fahrwerk miteinander sprechen

Mit dem Rise RS führte Orbea bereits die neue RS-Software ein. Über eine App lassen sich Motor, Fahrwerkslogik und Variostütze konfigurieren und steuern.

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Motor, Fahrwerk und Variostütze sollen dabei so eng miteinander verknüpft sein, dass jede Komponente in Echtzeit auf gemeinsame Daten reagieren kann. Das System verbindet den Fox-Live-Valve-Neo-Dämpfer, die MC10-RS-Variostütze und den TQ-Motor. Gespeist werden alle Komponenten aus dem 290-Wh-Akku.

Die RS Funktionen auf einen Blick: Motordaten steuern das Fahrwerk


Der Dämpfer erhält Informationen wie Trittfrequenz, eingebrachte Tretleistung, Motorleistung und Geschwindigkeit direkt vom TQ-Motor. Orbeas Algorithmen nutzen diese Daten, um das Fahrwerk vorhersehbar und blitzschnell an die Fahrsituation anzupassen.

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Die Position der Variostütze beeinflusst das Fahrwerk
Die MC10-RS-Variostütze misst ihre exakte Position mehrmals pro Sekunde über einen Sensor. Ist die Stütze abgesenkt, bleibt der Dämpfer vollständig offen, um maximale Performance bergab zu ermöglichen.

Ein besonders cleveres Detail: Wird die Variostütze im Smart-Modus zweimal betätigt, bleibt sie beim Absenken auf einer zuvor definierten Höhe stehen – ideal für kurze Gegenanstiege oder technische Uphills.

Der Motor erkennt Gelände und Fahrposition
Der TQ-Motor erkennt, wenn das Bike bergab ausgerichtet ist und die Variostütze abgesenkt wurde. In diesem Fall reduziert er die Unterstützung automatisch, um in technischen Passagen nicht störend einzugreifen.

Gewicht: Überraschend nah am Bio-Bike

Das Topmodell des Rallon RS soll rund 18 Kilogramm wiegen. Der TQ-HPR40-Motor bringt dabei lediglich etwa 1,2 Kilogramm auf die Waage, der Akku rund 1,5 Kilogramm. In Summe soll das Rallon RS damit nur rund 1,8 Kilogramm schwerer als ein vergleichbares Rallon ohne Motor sein.

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Geometrie & Setup: Viel Spielraum für Fahrstil und Terrain

Natürlich bietet Orbea das Rallon RS sowohl als Mullet-Setup (29"/27,5") als auch als Full-29er an. Der Carbonrahmen ist in vier Größen erhältlich: S, M, L und XL.

Unter einer kleinen Klappe im Bereich des Motors sitzt ein Flip-Chip, über den sich das Tretlager um 8 Millimeter absenken lässt, gleichzeitig wird der Lenkwinkel um 0,5 Grad flacher. Zusätzlich ermöglicht ein verstellbarer Steuersatz eine Feinjustierung des Lenkwinkels um ±0,75 Grad – so lässt sich das Rallon RS je nach Fahrstil und Terrain stärker auf Laufruhe oder Agilität trimmen.

Zusätzlich erlaubt das Rallon RS den Wechsel zwischen Mullet- und 29”-Setup, ohne dass sich die grundlegende Geometrie verändert. Auch das Orbea-typische Steep-’n’-Deep-Konzept kommt zum Einsatz. Alle Rahmengrößen nehmen lange Variostützen auf, in den Größen L und XL sogar Modelle bis zu 240 Millimeter Hub.

Lenkwinkel: 64,25°
Enduro-lastig, aber auch nicht zu steil

Sitzwinkel: 79,25°
Sehr steil, Klettereffizienz, kann gewöhnungsbedürftig sein

Reach (Rahmenlänge):

  • S: 430 mm
  • M: 455 mm
  • L: 478 mm
  • XL: 505 mm

Moderne, progressive Geometrie mit viel Bewegungsfreiheit

Kettenstreben:

  • 445 mm (alle Größen)

Stabilität statt Verspieltheit

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Fazit