Obwohl das Hybe längst nicht in die Jahre gekommen ist, spendiert Haibike dem Long-Travel-E-Bike ein Update. Eine neue Geometrie gibt es zwar nicht, dafür aber feine Anpassungen auf dem Spec-Sheet. Das Topmodell setzt nun auf das Renn-Geschoss aus dem Hause Bosch: den CX-R-Motor mit längerem Nachlauf und giftigem Ansprechverhalten. Aber der Reihe nach:
Kurz & knapp: Haibike Hybe CF
- E-Enduro mit Bosch-CX-Gen-5-Motor ...
- ... im Top-Modell sogar als Race-Variante
- 170/160 mm Federweg, Mullet-Aufbau 29/27,5"
- Vollcarbon-Rahmen, bekannte Geometrie
- zwei Ausstattungsvarianten ab 7.499 Euro

Mit Race-Motor, Top-Ausstattung und schicker, neuer Lackierung kann das Topmodell des Hybes überzeugen. In puncto Preis-Leistung ist das Hybe allerdings in keiner der Ausstattungen meine erste Wahl. Für 7500 Euro könnte man mehr erwarten, als die gebotenen Parts. Ich bin allerdings gespannt, wie es sich in den nächsten Wochen und Monaten auf den Trails schlägt.
Full-Power-E-Enduro
Das Hybe ist das abfahrtslastige Bike des Schweinfurter Herstellers. Mit 170-mm-Federgabel und 160 mm Heckfederweg wurde das Bosch-angetriebene auch erfolgreich im Rennzirkus bewegt. Teamfahrerin Anna Spielmann sicherte sich bei den UCI-Weltmeisterschaften im E-MTB Cross-Country den Titel und trägt nun das hart umkämpfte "Regenbogen-Trikot". Nach dem Update im letzten Sommer bietet der Motor des Hybes, der Bosch-CX der aktuellen Generation, inzwischen 100 Nm und 750 Watt Spitzenleistung. Versorgt wird er von einem fest verbauten 800-Wh-Akku. Erhältlich ist das Hybe in den Größen S, M, L und XL.

Für 2026 bekam das Hybe neue Parts verpasst.
Haibike Hybe: Was ist neu?
Gegenüber dem Modelljahr 2025 hat sich beim E-Enduro der Schweinfurter vor allem in Details etwas verändert. Optisch erkennbar ist in erster Linie nur die neue und durchaus gelungene Lackierung am Topmodell. Geometrieseitig wurden die bekannten und bewährten Werte nicht angerührt, allerdings findet man einige Anpassungen auf dem Spec-Sheet. An beiden Ausstattungsvarianten ist jetzt Boschs Kiox-400C-Oberrohrdisplay verbaut. Top, um sich navigieren zu lassen und den Überblick über alle Daten zu behalten. Am CF 9 werkelt wie gehabt der Bosch-Motor der aktuellen fünften Generation, dem Top-Modell wurde nun das Race-Aggregat mit exklusivem Race-Modus spendiert. Ansonsten wurden viele der Parts auf die aktuelle Generation angepasst, unter anderem die Reverb-Funksattelstütze am CF 11. Auch am günstigeren Modell CF 9 wurde komponententechnisch Hand angelegt.
Die Ausstattungs-Varianten des Hybe

Das Modell CF 9 ist ziemlich preiswert ausgestattet. Es kostet 7.499 Euro.
Haibike bleibt sich beim Hybe treu und bietet weiterhin "nur" zwei Modellvarianten an. Größter Unterschied dabei: Das CF11 setzt auf Boschs Race-Motor der fünften Generation, das CF9 hingegen kommt mit dem kaum schwächeren "normalen" CX-Antrieb. Generell fällt die Partsgüte für den Preis des Quasi-Einstiegsmodells eher mau aus, das dramatisch teurere Top-Modell kommt hingegen mit Topkomponenten. Die Ausstattungen im Detail:
Haibike Hybe CF 9 (7.499 Euro)
Motor: Bosch Performance Line CX
Akku: Bosch Power Tube 800
Federgabel: Rock Shox Zeb Base
Dämpfer: Rock Shox Super Deluxe Select
Schaltwerk: Sram S1000 Transmission
Bremse: Sram Maven Bronze (220/200 mm)
Laufräder: XLC WR-M59/57
Reifen: Continental Kryptotal Fr/Re Enduro Soft
Cockpit: XLC
Sattelstütze: XLC Dropper (S-XL: 125/175/200/200 mm)
Haibike Hybe CF 11 (11.000 Euro)

Für 11.000 Euro spendiert Haibike dem Hybe Top-Komponenten. Für den Preis, sollte man das allerdings auch erwarten können.
Motor: Bosch Performance Line CX-R
Akku: Bosch Power Tube 800
Federgabel: Rock Shox Zeb Ultimate (Charger 3.1)
Dämpfer: Rock Shox Super Deluxe Ultimate
Schaltwerk: Sram X0 Eagle Transmission
Bremse: Sram Maven Ultimate (220/200 mm)
Laufräder: DT Swiss HX 1501
Reifen: Continental Kryptotal Fr/Re Enduro Soft
Cockpit: Truvativ Descendant
Sattelstütze: Rock Shox Reverb AXS (S-XL: 125/175/200/200 mm)












