Sram gegen Shimano, Rock Shox oder Fox: Duelle der Giganten gibt es in der Bike-Industrie so einige. Zu Beginn des Jahres stellt Fox nun seine neuen Produkte vor. Hier findest du die Übersicht!

Mit den diesjährigen Neuheiten kämpft Fox definitiv um die Krone der Fahrwerkshersteller. Auch RockShox präsentiert in diesen Tagen schon die Komponenten für das neue Modelljahr. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wer sich im Duell der Giganten durchsetzen kann.
Fox 40: Die Weltmeister-Gabel
Wohl kaum eine Federgabel hat so viele Rennen gewonnen wie die Fox 40. Ob nationale Meisterschaften oder auf der ganz großen Bühne bei WM oder im Weltcup, die goldenen Standrohre der Fox 40 sind ziemlich sicher auf jedem Downhill-Podium zu finden. Schon einige Monate konnte man am Rad von Jackson Goldstone eine neue Version dieser Gabel finden, die mit dem RAD-Schriftzug gekennzeichnet war. RAD steht für Racing Application Development und ist das Testlabor von Fox, um neue Prototypen zusammen mit den Athleten im Renneinsatz zu testen und zu entwickeln. Auch an den siegreichen Hardline-Bikes von Gracey Hemstreet und Asa Vermette waren die RAD-Gabeln verbaut. Jetzt wird der Vorhang gelüftet und die Gabel im offiziellen Design wird zum ersten Mal präsentiert.
Kurz & knapp: Fox 40 MY27
- Doppelbrücken-Federgabel für den Downhill-Einsatz
- 27,5 oder 29 Zoll
- Federweg: 203 oder 190 Millimeter Federweg
- Überarbeitete Grip-X2-Kartusche
- Neue, überarbeitete Tauchrohre
- Verbessertes Ansprechverhalten und Reduzierung von interner Reibung
- Gewicht: 2888 Gramm (Herstellerangabe)
- Preis: 2.199 Euro
- Offset: 52 Millimeter (29-Zoll) oder 48 Millimeter (27,5-Zoll)
- DH-Boost 20-mm-Steckachse
- Bremsscheiben: PM 200 (29-Zoll) oder PM 203 (27,5-Zoll)
Fox 40: Was ist neu?

Für die kommende Downhill-Saison erhält die brachiale Fox 40 ein Update. Überarbeitet wurden unter anderem die neuen Tauchrohre. Sie erhalten im Bereich der unteren Gabelbrücke nun die von den kurzhubigeren Gabeln bekannten Aussparungen für eine optimierte Steifigkeit.
Wie auch an den im letzten Jahr vorgestellten Trail- und XC-Gabeln, finden sich nun kleine Aussparungen im Bereich der Gabelbrücke. Diese sollen für eine optimierte Steifigkeit der Gabel sorgen. Auch die Bypass-Kanäle, die am Vorgängermodell noch sichtbar an der Rückseite der Lower verliefen, wurden wie an der 36 nun in die Tauchrohre integriert. Generell hat Fox die untere Gabelpartie überarbeitet. Ziel war es, die Reibung des Gabel-Castings zu reduzieren, um ein sanfteres Ansprechverhalten zu erreichen und so zu ermöglichen, die Dämpfung allein über die Kartusche regeln und den Anteil an unbeeinflussbarem Reibwiderstand der Bauteile reduzieren zu können. Inspiriert wurden einige der Neu-Entwicklungen von der Upside-Down-Gabel Podium, die im letzten Frühjahr präsentiert wurde. Wie die Podium hat auch die neue 40 eine vergrößerte Buchsenüberlappung. Dadurch steigt die Steifigkeit in der Richtung nach vorne bzw. hinten und die Torsionssteifigkeit konnte für mehr Traktion und Komfort leicht reduziert werden.
Neue Grip-X2-Kartusche und Glide-Core-Luftkammer

Auch an der Dämpfungskartusche hat Fox gearbeitet. Sie erhält einige Features der Version, die in der Upside-Down-Gabel Podium verbaut ist.
Auch die Dämpfungskartusche, die Grip-X2, erbt einige Features von der in der Podium verbauten Version. Sie besitzt neue Kolben und veränderte Ventile, um dem Öl in der Gabel einen möglichst direkten Weg zu ermöglichen. Dadurch soll die Gabel noch feiner auf Unebenheiten ansprechen. Im anderen Federbein gibt es auch spannende Neuigkeiten. Wie die 36 ein Jahr zuvor erhält nun auch die 40 die sogenannte Glide-Core-Luftkammer. Diese ist leicht schwimmend gelagert, um einem Flexen des sie umgebenden Tauchrohrs ausweichen zu können. Das reduziert die Reibung im System und senkt somit das Losbrechmoment. Wie gewohnt lässt sich die Luftkammer über Volume-Spacer anpassen. Während man bisher noch eine von Fox vertriebene Spezial-Nuss benötigte, um das Volumen der Kammer anzupassen, ist dies an der neuen 40 nun mithilfe eines normalen Schraubenschlüssels möglich.

Auch neu ist die Glide-Core-Luftkammer, welche beweglich im Standrohr gelagert ist. Dies soll für ein noch feineres Ansprechverhalten sorgen.
Brandneu für 2026: Fox Float X und DHX
Tatsächlich sehen die neuen Modelle der DHX- und Float-X-Dämpfer ihren jeweiligen Vorgängerversionen zum Verwechseln ähnlich. Klar, denn am sichtbaren Dämpfergehäuse hat sich im Vergleich nichts getan.
Kurz & knapp: Fox Float X und DHX MY27
- Update für Fox Float X und DHX
- Float X: Luftdämpfer für Trail- und Endurobikes
- DHX: Stahlfederdämpfer für Trail und Enduro
- Bekanntes Gehäuse, neues Innenleben
- Verbessertes Ansprechverhalten und Reduzierung von Reibung
- auch für elektronische Live-Valve-Dämpfer
- Gewichte: Fox Float X: 459 Gramm / Fox DHX: 465 Gramm (ohne Feder) / Live-Valve Neo-System: 669 Gramm (Dämpfer, Sensoren und Akku)
- Preise:
- Fox Float X Factory: 719 Euro
- Fox DHX: 679 Euro (ohne Feder)
- Fox Float X Live Valve Neo: 1199 Euro
- Fox DHX Live Valve Neo: 1066 Euro
- Live Valve Neo Senoren- & Batterie-Kit: 479 Euro

Die neuen Dämpfermodelle erhalten neue Innereien, die Fox zufolge mehr Performance und eine bessere Einstellbarkeit bieten soll.
Was ist neu an den Dämpfern?
Äußerlich bekamen die neuen Dämpfer lediglich ein Decal-Upgrade. Die Grafiken und die Schrift auf den Stickern wirken etwas aufgeräumter.

Zu erkennen sind die neuen Dämpfer an überarbeiteten Stickern. Ansonsten hat sich am Gehäuse nichts getan.
Anders als für das Gehäuse gab es jetzt ein umfangreiches Update für das Herzstück des Dämpfers. Von diesem Update verspricht sich Fox ein noch feinfühligeres Fahrverhalten als bisher. Das soll die Dämpfer der X-Reihe näher an die Sensibilität und die Traktion des im letzten Jahr vorgestellten Float-X2-Endurodämpfers bringen.
Die neuen Trail-Dämpfer setzen also auch auf ein "Monotube-Design", bei dem das Öl durch den Hauptkolben im Dämpfer fließt. Auch der MCU-Durchschlagsschutz wurde überarbeitet. Dadurch soll die Haltbarkeit gesteigert werden und das öfter kritisierte "Saug"-Geräusch der bisherigen Dämpfer reduziert worden sein. Das Update erhalten auch die elektrischen Live-Valve-Versionen von Float X und DHX.

Der Float X nutzt weiterhin Luft als Dämpfungsmedium, der abgebildete DHX Live Valve setzt auf eine Stahlfeder.
Fox X vs. X2: Einsatzbereich, Größen und Einstelloptionen
Ein reines X im Namen von Dämpfer oder Kartusche steht im Fox-Universum für die breit gefächerte Trail-Interpretation des Fahrwerksgiganten. Laut Fox sind diese für Bikes mit 140 bis ca. 160 Millimetern Federweg, also für Trail- und All-Mountain-Bikes, entwickelt. Ein "X2” im Namen steht dagegen für den Enduro- oder Downhill-Einsatz.
Die neuen Dämpfer werden mit einer Hublänge von 45–75 Millimetern und mit Trunnion- oder Standard-Dämpferaufnahme angeboten. Weiterhin gibt es einen 2-Positionen-Firm-Modus, mit dem man in den "Klettermodus” schalten kann, sowie eine werkzeugfreie Verstellung der Druckstufen (Low- und High-Speed) und der Zugstufen (Low-Speed). Bei den Live-Valve-Optionen entfallen High-Speed-Compression und der Firm-Hebel, da die Software mithilfe der Sensoren an den Bremsaufnahmen diese Funktionen selbstständig regelt.





