Das Vorurteil vom schweren E-Bike hält sich hartnäckig – und unser Testfeld bestätigt es oft: 25 Kilo sind die Norm, 30 Kilo aufwärts leider keine Seltenheit mehr. Doch gerade für Stadtradler gibt es Hoffnung: Leichte City-Bikes mit Minimal-Motor, Minimal-Schaltung und Minimal-Akku schicken sich an, leichte und oft auch günstige Alternativen zu sein. Ein neuer Vertreter dieser Gattung ist das Junico Flow des Newcomers Yuccie. Das mussten wir im Alltag testen! Du suchst noch andere günstige E‑Bikes? Hier haben wir weitere E-Bikes ab fairen 900 Euro in der Test-Zusammenfassung.

Als BikeX-Redakteur nehme ich beinahe wöchentlich neue E-Bikes unter die Lupe: Vom stylishen City-Flitzer über Trekking-Räder bis hin zu sportlichen E-MTBs ist die Bandbreite wirklich gewaltig. Neugierig geworden? Alle getesteten Räder findest du hier in der Übersicht!
Bei meinen ausgiebigen Testfahrten prüfe ich nicht nur Zahlen und Daten, sondern vor allen Dingen, ob ein Bike im Alltag wirklich funktioniert: Wie fährt es sich im Feierabendverkehr, mit Einkaufstasche am Gepäckträger oder auf matschigen Waldwegen? Ich höre aufs Motorgeräusch, spüre, was der Rahmen macht – und freue mich natürlich, wenn mich ein Bike einfach grinsend vom Hof rollen lässt.
Mein Tipp? Richtig gute E-Bikes erkennt man daran, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, ob es überhaupt einen Motor hat. Sondern nur, wie viel Spaß es gerade macht.
Viel Spaß beim Lesen!
Kurz & knapp: Yuccie Junico Flow
- 20 Kilo leichtes City-E-Bike
- Bafang-Nabenmotor mit integrierter Zwei-Gang-Schaltung
- 45 Nm stark, eher kleiner 360-Wattstunden-Akku
- Starrgabel aus Alu
- voll ausgestattet mit Licht, Spritzschutz & Co.
- mit Diamant- (im Test) oder Trapezrahmen erhältlich
- Preis: ab 2449 Euro
Yuccie Junico Flow mit Dual-Speed-Nabenmotor

Kann beides: Der Bafang-Nabenmotor vereint E-Antrieb und Zweigang-Automatik.
Yuccie? Was ist das denn für ein Name? Ein Kunstwort, das sich aus "Young Urban Creatives" zusammensetzt. Hinter der Marke steht Stefan Berkes, Gründer der bekannten Fahrradmarke Bergamont und damit ein Urgestein der Szene. Doch wo ist denn am Junico der Motor? Der steckt nicht wie so oft im Tretlager, sondern ist eingespeicht im Hinterrad zu finden. Hier werkelt quasi unhörbar Bafangs "H700" getaufter "Dual-Speed"-Nabenmotor. Dual-Speed? Richtig gelesen: Der Motor hat zwei automatisch schaltende Gänge parat. Gepaart wird der Bafang übrigens mit einem kleinen, aber für den Stadtverkehr völlig ausreichenden 360-Wattstunden-Stromspeicher. Ein entscheidender Vorteil für Wohnungsbesitzer: Der Akku ist per Schlüssel aus dem Unterrohr entnehmbar und kann so bequem zu Hause geladen werden. Unsicher, welcher Akku zu dir passt? Hier geben wir dir Antworten! Beim Rahmen setzt man indes auf einen gewohnten Werkstoff: Aluminium. Schnörkellos, aber schick kommt er bei unserem Testrad in einem gedeckten Sandton daher, alternativ zeigen die Hamburger das Rad auf deren Webseite auch in einem glänzenden Blauton. Loben müssen wir ausdrücklich das hohe zulässige Gesamtgewicht des Testbikes: Die Diamantrahmen-Version ist für satte 130 Kilo freigegeben. Die ebenfalls erhältliche Trapezvariante hält laut Datenblatt mit 110 Kilo Gesamtgewicht leider spürbar weniger aus.
Ausstattung: Minimalistisch – auch bei den Bremsen
Aufsatteln: Es geht zur Arbeit! Die Sitzposition ist angenehm aufrecht und komfortabel. Wenig überraschend tritt sich das Yuccie erfreulich leichtfüßig und agil. Das für E-Bike-Verhältnisse eher geringe Gewicht von 20 Kilogramm macht sich beim Rangieren und Anfahren sofort positiv bemerkbar. Der Bafang-Nabenmotor schiebt sanft, aber bestimmt an und bleibt dabei akustisch dezent im Hintergrund. Seine 45 Newtonmeter reichen locker, um im Stadtverkehr zügig mitzuschwimmen. Unser Highlight ist dabei die Zwei-Gang-Automatikschaltung. Sie erledigt ihren Job unauffällig und schaltet – je nach Geschwindigkeit – selbstständig hoch und runter. Das ist ideal für alle, die sich ums Schalten keine Gedanken machen wollen. An leichten Steigungen spielt der Motor im ersten Gang seine Kraft aus, in der Ebene sorgt der zweite Gang für eine angenehme Trittfrequenz bis zur Unterstützungsgrenze von 25 km/h. Bei steileren Anstiegen kommt das Konzept aber an seine Grenzen – hier fehlt ein echter Berggang.
Für Komfort sorgen trotz der starren Alugabel die relativ breiten, hochwertigen Continental-Reifen im Format 45-622. Sie schlucken kleinere Unebenheiten und Kopfsteinpflaster souverän und rollen toll. Und der 360-Wh-Akku? Der ist für die tägliche Pendelstrecke konzipiert und dafür völlig ausreichend. Im realen Stadtverkehr mit vielen Stopps, Ampelsprints und kleineren Anstiegen sind Reichweiten von bis zu 50 Kilometern durchaus realistisch – für den Einsatzzweck ein absolut solider Wert.
Im Alltag gefahren: Yuccie Junico Flow

Das Yuccie ist stylisch und erfrischend leicht – aber echt nur für die Ebene gedacht.
Aufsatteln: Es geht zur Arbeit! Wenig überraschend tritt sich das Yuccie erfreulich leichtfüßig und agil, man sitzt eher aufrecht. Das für E-Bike-Verhältnisse eher geringe Gewicht von 20 Kilogramm macht sich beim Rangieren und Anfahren sofort positiv bemerkbar.
Der Bafang-Nabenmotor schiebt sanft, aber bestimmt an und bleibt dabei akustisch dezent im Hintergrund. Seine 45 Newtonmeter reichen locker, um im Stadtverkehr zügig mitzuschwimmen. Unser Highlight ist dabei die Zwei-Gang-Automatikschaltung. Sie erledigt ihren Job unauffällig und schaltet – je nach Geschwindigkeit – selbstständig hoch und runter. Das ist ideal für alle, die sich ums Schalten keine Gedanken machen wollen. An leichten Steigungen spielt der Motor im ersten Gang seine Kraft aus, in der Ebene sorgt der zweite Gang für eine angenehme Trittfrequenz bis zur Unterstützungsgrenze von 25 km/h. Bei steileren Anstiegen kommt das Konzept aber an seine Grenzen – hier würde uns ein echter Berggang fehlen.
Für Komfort sorgen trotz der starren Alugabel die relativ breiten, hochwertigen Continental-Reifen in 45er Breite. Sie schlucken kleinere Unebenheiten und Kopfsteinpflaster souverän und rollen toll. Und der 360-Wh-Akku? Der ist für die tägliche Pendelstrecke konzipiert und dafür dicke ausreichend. Im realen Stadtverkehr mit vielen Stopps, Ampelsprints und kleineren Anstiegen sind Reichweiten von bis zu 50 Kilometern durchaus realistisch – für den Einsatzzweck ein absolut solider Wert.
👍 Das gefällt
- minimalistisches Design ...
- ... und trotzdem hohes zul. Gesamtgewicht
- erfreulich starker Nabenmotor
- entnehmbarer Akku
- dank Zwei-Gang-Schaltung auch für kleine Anstiege geeignet
- Gutes Licht, Spritzschutz und Gepäckträger
👎 Das weniger
- Zwei-Gang-Schaltung limitiert Einsatzzweck
- kleine 160er-Bremsscheiben nur für leichte Piloten
💗 Das perfekte Rad für ...
- … Stadtradfahrer mit Wunsch nach einem möglichst minimalistischen E-Bike.





