E-Mountainbikes sind und bleiben DIE Kassenschlager des Fahrradmarktes. Kein Wunder: Motoren, Akkus und Fahrwerke sind in quasi allen Preisbereichen auf einem hervorragenden Niveau. Dabei ist es nicht nur die Power, die beeindruckt, sondern auch die Art und Weise, wie die Ingenieure es geschafft haben, gelungene Geometrien um diese Räder zu bauen.

Als langjähriger MOUNTAINBIKE-Testredakteur verfolge ich die Entwicklung des E-MTB seit 2015 hautnah – damals haben wir begonnen, Bikes nach unseren klaren Testrichtlinien zu testen. Seitdem hat sich enorm viel getan. Allein bei Motoren, Akkukapazitäten und deren Integration gab es große Fortschritte, sodass man heute klar sagen kann: Es ist eine richtig gute Zeit, sich ein E-MTB anzuschaffen.
Die gute Nachricht dabei: Schon für unter 4000 Euro bekommt man heute richtig gute E-MTBs, die auch auf anspruchsvollen Trails stark performen. Klar ist aber auch: Wer deutlich mehr investiert, bekommt inzwischen Bikes, die mit Hightech-Fahrwerken, ergonomischer Geometrie, superbem Handling, cleveren Features und geringem Gewicht die Gesamtperformance auf ein nie dagewesenes Niveau heben – und es dem nicht motorisierten MTB auf dem Trail (und leider auch im Bikeshop) zunehmend schwer machen, weiterhin die Nase vorn zu haben.
🔥 Brandneue E-MTBs im Test 🔥
Forbidden Druid Core 1

In der Szene gilt Forbidden, die erst seit 2019 im Bikemarkt mitmischen, aktuell als Geheimtipp.
Forbidden steigt mit dem Druid Core 1 ins Fullsize-E-MTB-Segment ein – mit High-Pivot-Design und DJI-Avinox-Antrieb. Wie sich das ungewöhnliche Konzept in Ausstattung, Geometrie und auf dem Trail schlägt, zeigt unser Test!
Velduro Rouge R: Der nächste Preisschock?

Erst 2024 erblickte Velduro in Neuseeland das Licht der MTB-Welt.
Velduro mischt als Newcomer die E-MTB-Szene auf und schickt mit dem Rogue ein klar abfahrtsorientiertes Fullcarbon-Enduro ins Rennen. Ob das Konzept aufgeht und wie sich das Bike im Alltag und bergab anfühlt, zeigt unser Test.
Rotwild R.EX: E‑Enduro mit DJI‑Avinox‑Power

Mehr Akku, neuer Motor: Rotwild baut sein Top-E-MTB R.EX komplett um – eine gute Idee?
Rotwild schickt das R.EX mit neuem DJI‑Avinox-Antrieb ins E-Enduro-Rennen und kombiniert 160/150 mm Federweg und Mullet-Setup. Wie sich das Konzept in Ausstattung, Geometrie und auf dem Trail schlägt, zeigt unser Test!
Alle getesteten E-MTBs in der Übersicht
Das MOUNTAINBIKE-Testjahrbuch 2025
Light E-MTBs in der Testübersicht

Ziemlich leicht, ziemlich schnell: Ab 17 Kilo wiegt die leichte E-MTB-Klasse!
Während herkömmliche E-MTBs häufig an der 25-Kilo-Marke kratzen, setzen die sogenannten Light-E-Mountainbikes auf eine konsequente Gewichtsreduktion. Schlankere Motoren, kompaktere Akkus und ultraleichte Carbonrahmen ermöglichen Gesamtgewichte zwischen 17 und 21 Kilogramm. Genauso wie bei Full-Power oder Pushbikes gibt es sie sowohl mit 29-Zoll-Laufrädern als auch im Mullet-Setup. Das Ergebnis: ein Bike, das sich auf dem Trail spielerisch leicht und präzise steuern lässt – fast wie ein analoges Mountainbike, nur eben mit elektrischer Unterstützung, wann immer du sie brauchst.
FAQ: So findest du das richtige E-MTB für dich

Fully oder Hardtail? 600 oder 800 Wh? Motor von Bosch, DJI, TQ oder Fazua? Die Auswahl bei den aktuellen E-MTBs kann auf den ersten Blick überwältigen.
Für Einsteiger sind Trail- oder All-Mountain-E-MTBs ideal. Sie kombinieren genug Federweg (120–150 mm) mit guter Laufruhe, sind vielseitig einsetzbar und verzeihen kleine Fahrfehler. Wer überwiegend auf einfachen Wegen oder in der Stadt unterwegs ist, kann auch zu einem E-Hardtail greifen – leichter, günstiger und einfacher zu warten.
E-Hardtail: nur Federgabel vorne, leichter, günstig, ideal für Einsteiger, Alltag und moderate Trails.
Fully / Vollgefedert: Vorder- und Hinterbau gefedert, mehr Komfort auf technischen Strecken, bessere Kontrolle bei schnellen Abfahrten und mehr Sicherheit auf unebenen Trails. Wer oft bergauf fährt, profitiert zudem von einem effizienteren Fahrgefühl auf langen Touren.
Für die meisten Fahrer reicht ein Motor mit 50–100 Nm Drehmoment, der bis 25 km/h unterstützt. Wer regelmäßig steile Anstiege fährt oder größere Touren plant, sollte ein leistungsstärkeres System wählen. Wichtig: Mehr Leistung bedeutet auch höheren Energieverbrauch und etwas mehr Gewicht. Wer ein natürliches Fahrgefühl möchte, greift zu leichteren „Light-Assist“-Modellen.
Stadt oder kurze Touren: 250–400 Wh reichen meist.
Lange Touren, Berge, viel Unterstützung: 500–750 Wh, eventuell mit Range Extender.Die Kapazität bestimmt die Reichweite, beeinflusst aber auch Gewicht und Kosten. Für die meisten Hobbyfahrer ist ein mittelgroßer Akku ausreichend, solange Fahrstil und Strecke realistisch eingeschätzt werden.
Bremsen: Vierkolben-Bremsen mit großen Scheiben (180–220 mm) für Sicherheit bei höherem Gewicht.
Schaltung: Vollintegrierte oder elektronische Systeme bieten sanftes Schalten, besonders hilfreich bei starkem Motorzug.
Laufräder & Reifen: 29-Zoll-Räder rollen stabil über Hindernisse, 27,5-Zoll-Räder sind wendiger. Mullet-Setups kombinieren Vorteile beider Größen. Stabile Felgen, Karkassen und Profil sorgen für Grip und Pannenschutz.
Dropper-Post / Variostütze: Praktisch für Komfort und Kontrolle im Gelände, besonders bei technischen Trails.
Rahmengröße hängt nicht nur von der Körpergröße, sondern auch von Beinlänge, Oberkörperverhältnis und Fahrstil ab. Hersteller definieren Größen oft über den Reach (Abstand vom Tretlager zum Steuerrohr). Viele Marken nutzen eigene Systeme wie S-Sizing, die die Länge variieren. Tipp: Shop-Vermessung oder Online-Tools nutzen und vor Kauf mehrere Modelle testen – die persönliche Vorliebe für Wendigkeit oder Laufruhe entscheidet.
Für E-MTBs gilt: mehr Federweg bedeutet mehr Komfort und Kontrolle, besonders auf technischen Trails. Cross-Country-Bikes haben meist 120–130 mm, All-Mountain 140–160 mm, Enduro 160–180 mm. Wer viel abseits der Straßen unterwegs ist oder steile Abfahrten liebt, sollte zu mehr Federweg greifen. Für moderate Touren reicht ein Allround-Federweg von 140–150 mm oft vollkommen aus.
E-MTBs sind generell schwerer als normale MTBs, weil Motor und Akku zusätzliches Gewicht bringen. Entscheidend ist, dass Rahmen, Antrieb und Bremsen das Gesamtgewicht sicher tragen. Light-Assist-Bikes oder kompakte Motoren sparen Gewicht und sorgen für ein natürlicheres Fahrgefühl, während leistungsstarke Motoren mehr Power liefern, aber das Bike insgesamt schwerer machen.
Reifen: Breites Profil mit stabiler Karkasse sorgt für Grip, Pannenschutz und Komfort.
Felgen: Breite, robuste Felgen verbessern die Stabilität, besonders bei schwereren E-Bikes.
Radgröße: 29 Zoll für Laufruhe und Überrollen von Hindernissen, 27,5 Zoll für Wendigkeit. Kombi-Setup („Mullet“) bringt beides zusammen.
Vor dem Kauf unbedingt Probe fahren:
- Teste verschiedene Unterstützungsstufen, Federweg und Schaltung.
- Prüfe, ob Sitzposition, Lenkerhöhe und Vorbau zu deinem Körperbau passen.
- Achte darauf, wie sich Motorleistung, Bremsen und Handling im Gelände anfühlen.
- Probiere das Bike auch auf längeren Touren, um Komfort und Reichweite realistisch einzuschätzen.
Hintergrund: So testen wir E-MTBs

In der hauseigenen MOUNTAINBIKE-Werkstatt prüfen wir alle Bikes auf Herz und Nieren.
Hinter jedem Biketest steht bei MOUNTAINBIKE ein enormer Aufwand. Denn wir wollen alle von uns getesteten Bikes fair und nachvollziehbar bewerten. Im Detail haben wir unseren Testprozess in diesem Artikel aufgeschlüsselt. Kurz zusammengefasst gehen wir so vor:
- Auswahl der Testbikes: Modelle werden nach Preisklasse, Innovationswert, Popularität und Neuigkeitsgrad ausgewählt; Testfelder bestehen meist aus 6–12 Bikes, manchmal auch exklusiver oder breiter.
- Beschaffung und Vorbereitung: Die Bikes werden von Herstellern bereitgestellt, in der MOUNTAINBIKE-Werkstatt aufgebaut, angepasst und auf Tester vorbereitet. Nach Tests bleiben sie mindestens einen Monat für weitere Analysen.
- Praxistest: Jeder Tester fährt jedes Bike mindestens einmal auf einer Strecke, die dem Einsatzzweck entspricht. Eindrücke werden in sieben Kategorien notiert (z. B. Vortrieb, Fahrwerk, Handling, Downhill).
- Charakterbewertung: Bikes werden nach Profil, Handling und Fahrwerk bewertet; Tendenzen wie Uphill-/Downhill-Stärken, Verspieltheit oder Laufruhe werden grafisch dargestellt.
- Laboranalysen: Lenkkopf- und Tretlagersteifigkeit, Komfortmessungen, Hinterbaukennlinien, Schwerpunktanalyse und Gewichtsprüfungen werden im hauseigenen Labor durchgeführt, teilweise auch auf externen Prüfständen (EFBE).
- Punktewertung: Ein komplexes Punktesystem bewertet Geometrie, Ausstattung, Handling, Vortrieb, Fahrwerk und Verarbeitung; die maximale Punktzahl variiert je nach Kategorie (bis 1000 Punkte).
Noch mehr E-Bikes im Test: Trekking, City & mehr!

Über 80 Modelle von günstig bis teuer im Test!
Du suchst das beste E-Bike für Deine Ansprüche? Wir haben über 80 aktuelle Modelle aus 2025 und 2026 getestet – von günstig bis teuer, von City über Trekking bis hin zu E-Gravelbikes. Die BikeX-Redaktion hat alle Räder auf Herz und Nieren geprüft.





