Mit Tausenden Teilnehmenden, herausfordernden Strecken und viel Fame gilt The Traka als das größte Gravelbike-Rennen Europas. Jetzt geht das Konzept auf Weltreise – mit der The Traka World Series.
Mit Live-Übertragungen, Preisgeldern und Gesamtwertungen soll die neue Serie Gravelbike-Racing auf Profi-Niveau bieten, verspricht Veranstalter Klassmark aus Girona. Entsprechende Erfahrungen hat das Unternehmen nicht nur mit der Organisation von The Traka, sondern auch mit der Gravel Earth Series gesammelt.

"Ich finde es cool, dass sie mit der Serie den nächsten Schritt machen und auch auf Live-Übertragung setzen. Meine Serie wird es aber erstmal nicht werden. Die Gesamtwertung ist für mich schon deshalb kein Thema, weil es einfach zu viele überschneidende Rennen gibt, die für mich eine höhere Priorität haben. So kollidiert etwa das Rennen in Iowa im August mit der Gravelbike-WM in Frankreich und das Rennen in Belgien im September mit der Deutschen Gravelbike Meisterschaft."
Finanzieller Anreiz
Die Entwicklung unterstreicht die zunehmende Professionalisierung des Gravel-Racings. Darauf weisen schon Gesamtwertung und Preisgelder hin. Pro Rennen sollen 8000 Euro in gleichen Teilen unter den schnellsten Frauen und Männern verteilt werden. Dazu kommen weitere 20.000 Euro für die Gesamtwertung.

Die schnellsten Pros dürfen sich bei den Rennen auf Preisgelder freuen, die Fans auf die Live-Streams.
In den einzelnen Rennen werden die jeweils fünf schnellsten Frauen und Männer prämiert werden, auf Sieger und Siegerin warten 1500 Euro. In der Gesamtwertung werden am Ende der Saison die besten zehn Fahrerinnen und Fahrer prämiert, Gesamtsieger erhalten dabei 2500 Euro. Zum Vergleich: Beim Unbound Gravel in den USA, dem nach wie vor prestigeträchtigsten Gravelbike-Rennen weltweit, durften sich Siegerin und Sieger in diesem Jahr über jeweils 10.000 US-Dollar freuen.

"Das klingt spannend. Wer sich auf die Serie fokussieren möchte, kann das mit sieben Events sicherlich gut machen. Ich bin gespannt, um welches Event in den USA im April es sich handelt. Live-Übertragung und Preisgeld werten die Serie natürlich enorm auf. Ich finde auch die Lösung, dass es nur noch eine echte Pro Traka Distanz (300km) gibt, absolut überfällig. Gerade bei uns Frauen gibt es einfach zu wenig Teilnehmerinnen, als dass man diese auch noch auf mehrere Distanzen verteilen könnte. Ich bin gespannt, wie die Serie angenommen wird."
Etablierte Konkurrenz
Trotz der deutlichen Differenz darf die Traka World Series auch als klare Konkurrenz zur in den USA starken Lifetime Grand Prix-Serie (Unbound Gravel, Sea Otter Classic) und der UCI Gravel World Series verstanden werden. Wobei die offizielle Serie des Weltradsportverbandes UCI in diesem Jahr mehr als 40 Qualifikationsrennen für die Gravelbike-Weltmeisterschaften umfasste. Die neue Traka World Series startet indes mit voraussichtlich sieben Rennen in die Saison 2027, allein vier davon in Spanien.
Die Rennen im Überblick
- 05.-07.02.2027 – Santa Vall (Girona, Spanien)
- 13.03.2027 – Gravel Desert (Monegros, Spanien)
- Erste Aprilhälfte, neues Event in Amerika
- 30.04.-02.05.2027 – The Traka (Girona, Spanien)
- 21.08.2027 – Core4 (Iowa, USA)
- 11.09.2027 – The River (Bouillon, Belgien)
- Oktober – The Last Dance (Spanien)





