Die britische Taschenschmiede Restrap, bekannt für ihre robusten, durchdachten Bikepacking-Lösungen, hat nach zwei Jahren Entwicklungszeit nun ihr neuestes Produkt vorgestellt: das Switch Rack (Wir konnten uns bereits auf der Fahrradmesse Velofollies in Belgien ein erstes Bild des neuen Switch Rack am Stand von Restrap machen). Ein Gepäckträger, der vor allem jene ansprechen dürfte, deren sportliche Räder ab Werk ohne die nötigen Ösen auskommen müssen. Wir haben uns die Fakten genauer angesehen.

Die Montage des Switch Rack am Gravelbike soll schnell erledigt sein. Restrap bietet zudem passende Taschen an. Gleichzeitig lässt sich durch die Universalaufnahme allerlei weiteres Zubehör mitführen.
Kurz & knapp: Restrap Switch Rack
- Material: Aluminium
- Montage über Steckachse
- Reifenfreiheit: bis zu 3.0" auf 29" Laufrad
- Gewicht: 395 g (ohne Achse und Schrauben)
- Max. Zuladung: 30 kg (10 kg oben, 10 kg pro Seite)
- Modulares System mit passenden Taschen und Halterungen (separat erhätlich)
- Einbaubreite: 142 mm und 148 mm (Boost)
- Adapter für UDH- und SRAM T-Type-Schaltaugen separat erhältlich
- Preis: Switch Rack 149,99 Euro / Switch Rack Cage 54 Euro / Pannier-Tasche 10l 96 Euro

Restrap ist bekannt für seine Bikepacking-Taschen und bietet ein großes Portfolio rund um dieses Thema an.
Das Grundproblem: Sportlicher Rahmen, aber wohin mit dem Gepäck?
Viele kennen es: Das Gravelbike ist perfekt, schnell, leicht – aber für die große Tour beim Bikepacking fehlt schlicht die Möglichkeit, einen vernünftigen Gepäckträger zu montieren. Arschraketen und Rahmentaschen sind super, aber manchmal muss es eben doch die klassische Packtasche sein. Hier will Restrap mit dem Switch Rack ansetzen. Die Idee sei es gewesen, den "vielseitigsten leichten Gepäckträger auf dem Markt" zu schaffen, so der Hersteller. Ein hehres Ziel, dass auch beim Ultracycling auf Gegenliebe stoßen dürfte.

Vielseitigkeit ist Trumpf: Die Pannier-Tasche kann auch seitlich angebracht werden, das Switch Rack selbst sitzt auf einer eigens entwickelten Steckachse.
Montage an der Steckachse
Statt auf Ösen am Rahmen zu setzen, wird das Switch Rack direkt an einer speziell angefertigten Steckachse aus 7075-T6 Aluminium befestigt. Diese ersetzt die originale Achse des Fahrrads und ist laut Restrap in den gängigen Gewindesteigungen (1 mm, 1,5 mm und 1,75 mm) erhältlich. Einmal montiert, können die Beine des Gepäckträgers einfach auf die Enden der Achse geschoben und mit M5-Schrauben gesichert werden. Für die nötige Stabilität nach oben soll ein Gurt mit Klettverschluss sorgen, der um die Sattelstütze oder das Sitzrohr geschlungen wird.

Das Switch Rack Cage ist optional erhältlich und kostet rund 54 Euro.
Dieses Montagesystem dürfte den Gepäckträger mit einer Vielzahl von Hardtails kompatibel machen, auch solchen aus Carbon oder E-Bikes, solange eine 12-mm-Steckachse vorhanden ist. Laut FAQ's passt das System an Rahmen mit 142 mm oder 148 mm (Boost) Einbaubreite. Schlechte Nachrichten gibt es allerdings für Besitzer von Fatbikes oder Rädern mit Super-Boost-Standard – hier passt das System nicht. Auch für Fullys sei der Gepäckträger nicht freigegeben.
Ein cleveres Detail sei das "Quick Flip System". Dabei kann die obere Ladefläche des Trägers einfach umgedreht werden, um die Reifenfreiheit bei kleineren Rahmengrößen zu maximieren oder eine bessere Montageposition am Rahmen zu finden.
Ein ganzes Ökosystem

Sicherer Sitz der Pannier-Tasche (96 Euro) dank der Straps am Restrap Cage.
Restrap wäre nicht Restrap, wenn sie nicht gleich ein ganzes System um den Träger herum bauen würden. Die Streben des Racks verfügen über 64-mm-Standardbohrungen, wie man sie von Flaschenhaltern kennt. Passend dazu wurde die neue Switch Pannier 10L vorgestellt. Diese wasserdichte Tasche soll sich dank eines speziellen Clipsystems von Hiplok und Restrap sekundenschnell ein- und aushängen lassen. Mit seitlichen Kompressionsriemen und einem Rollverschluss dürfte sie sich sowohl für den Weg zur Arbeit als auch für das nächste Abenteuer eignen.
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Der Hersteller gibt an, dass das gesamte Switch Rack ISO-getestet sei und eine maximale Last von 30 kg tragen kann, die sich gleichmäßig verteilen soll: 10 kg oben und jeweils 10 kg pro Seite. Für die kleine 10L-Tasche wird hingegen eine maximale Zuladung von 3 kg pro Tasche empfohlen, da die Belastungsgrenzen der meisten Flaschenhalterösen am Limit wären.





