Zehn Jahre ist es her, da hat Apidura mit seinen damals "Dry" genannten, wasserdicht verschweißten Bikepacking-Taschen einen echten Meilenstein gesetzt. Jetzt, ein Jahrzehnt und unzählige Kilometer an Rider-Feedbacks später, präsentieren die Briten nun eine komplett runderneuerte Expedition Serie an. Verfeinert nach den drei Kernprinzipien soll sie sein: stabil, wasserdicht und langlebig. Schauen wir uns das einmal näher an.
Kurz & knapp: Apidura Expedition Serie 2026
- Handlebar Bag: Komplett neu entwickelt, modular und ohne Klemmen, mit einem Gewicht ab 436 g.
- Integration: Dedizierte Halterungen für GPS und Zubehör direkt am Lenkersystem.
- Satteltaschen: Überarbeitete Form mit "Stability Channel" und Hypalon-Cradle zur Stabilisierung.
- Rahmentaschen: Optimierte Größen und "Internal Zipper Rails" zur Entlastung des Reißverschlusses.
- Material: weiterentwickeltes, leichtes, dreilagiges Gewebe mit verschweißten Nähten.
- Features: "SoftVent Air Valves" in allen komprimierbaren Taschen.
- Design-Philosophie: Fokus auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit.
- Preise: vollständige Übersicht unter dem Artikel
Highlight am Cockpit

Das vollausgestattete Handlebar-System mit Front Accessory Pack und Halterungen für Radcomputer und Licht.
Das Highlight der neuen Kollektion sei das neue modulare Lenkersystem. Apidura verspricht hier eine klemmfreie Befestigung, die ohne schwere, klobige Hardware auskommen und trotzdem besonders sicher halten soll. Spezielle "BarSpace Modules" sollen dabei die Tasche vom Lenker distanzieren, damit die Hände ihre gewohnte Griffposition behalten und Züge frei laufen können. Dabei wird diese Platte direkt mit dem Handlebar Pack verbunden. Ein sogenannter "Stability Cord" und ein "Tension Strap" sollen im Zusammenspiel für die weitere Stabilität sorgen, selbst wenn es auf Schotter mal ruppiger wird.
Besonders interessant für alle Freunde aufgeräumter Cockpits: An den Modulen lassen sich direkt Halterungen für GPS-Geräte (Wahoo/Garmin) und Zubehör wie Lampen anbringen. Ob das in der Praxis genauso stabil ist wie eine klassische Lenkerhalterung, wird ein Test zeigen müssen. Apidura positioniert sich mit dem Produkt klar im Ultraleicht-Segment. 436 Gramm für die 9L-Variante des Apidura-Systems gibt der Hersteller an.
Die Kompatibilität wird durch ein optionales Gepäcknetz (Front Cargo Mesh) und eine Zusatztasche (Front Accessory Pack) erweitert, die sich zudem abnehmen und direkt am Körper tragen lassen.
Evolution im Detail: Rahmen- und Satteltaschen
Auch bei den anderen Taschen der Serie wurde laut Hersteller an entscheidenden Details gefeilt. Die Satteltaschen bekommen eine überarbeitete, längere statt breitere Form für bessere Kompatibilität und einen sogenannten "Stability Channel", der sich an die Sattelstütze anpassen und zusammen mit Silikonstreifen ein seitliches Pendeln minimieren soll. Ein neues "Hypalon-Cradle" soll den Inhalt zudem komprimieren und die Stabilität weiter erhöhen. Eine integrierte Drei-Punkt-Halterung für ein Rücklicht ist ebenfalls an Bord.

Apidura hat bei der Weiterentwicklung der Taschen auf langjähriges Feedback der Community gesetzt.
Die Rahmen- und Volumentaschen wurden laut Hersteller in ihren Größen an moderne Rahmengeometrien angepasst, insbesondere für kleinere Rahmengrößen soll es nun passendere Optionen geben. Ein cleveres Detail seien die "Internal Zipper Rails". Diese inneren Schienen sollen verhindern, dass die Tasche beim Befüllen ausbeult, was den Reißverschluss entlasten und für eine längere Lebensdauer sorgen dürfte. Die Reißverschlüsse selbst sollen zudem so deutlich optimiert worden sein, dass eine klassische überlaufende Stofflasche überflüssig wird.
Material und unsichtbare Helfer
Beim Material setzt Apidura weiterhin auf ein dreilagiges, wasserdichtes Gewebe mit komplett verschweißten Nähten. Dieses sei eine leichtere Weiterentwicklung des bewährten Materials. In den komprimierbaren Taschen wie den Sattel- oder Lenkertaschen kommen zudem die bewährten "SoftVent Air Valves" zum Einsatz – ein simples Ventil ohne bewegliche Teile, das die Luft entweichen lässt. Apidura betont zudem den Ansatz "Built to Last and Designed for Repair". Die Taschen seien also nicht nur auf Langlebigkeit ausgelegt, sondern sollen sich im Fall der Fälle auch gut reparieren lassen.

Praktische Details mit Mehrwert, hochwertige Materialien und wasserdicht: die Taschen sind jedoch nicht allzu günstig, aber dafür auf Langlebigkeit ausgelegt.
Verfügbarkeiten und Preise
Die neue Expedition Serie ist ab sofort verfügbar, das Lenkersystem startet laut Apidura zunächst als Vorbestellung mit Auslieferung im April. Die Preise bewegen sich im Premium-Segment. So soll die 9-Liter-Lenkertasche beispielsweise 184 Euro kosten, die 13-Liter-Satteltasche 186 Euro.





