Mit dem neuen Zipp 202 NSW bringt Zipp einen Laufradsatz zurück, der klar auf Kletterperformance getrimmt ist – ohne dabei die klassischen Schwächen ultraleichter Sets wie Windanfälligkeit, Nervosität in Abfahrten oder limitiertes Systemgewicht in Kauf zu nehmen. Laut Hersteller sind die 202 NSW "für die steilsten Anstiege" entwickelt, soll aber ebenso Aero-Vorteile liefern und auf maximale Souveränität in technischen Abfahrten ausgelegt sein.
Kurz & Knapp: Zipp 202 NSW
- 1090 g für den Laufradsatz
- 35 mm Felgenhöhe
- 23 mm Innenmaulweite
- jeweils 20 Speichen, 2-fach gekreuzt
- Hookless-Felge
- 115 kg max. Systemgewicht
- lebenslange Garantie
- 3800 Euro UVP (1700 Euro vorn, 2100 Euro hinten)

Die Zipp 202 NSW kommen mit einer Felgenhöhe von 35 Millimetern am Vorder- und Hinterrad.
Schnell bergauf – und trotzdem allroundtauglich
Zipp beschreibt die 202 NSW als seinen bisher leichtesten Laufradsatz, mit dem Ziel, jedes Gramm in Vortrieb umzusetzen. Gleichzeitig bleibt es bei einem 35‑mm-Felgenprofil – also nicht "flach um jeden Preis", sondern ein bewusstes Mittelmaß, das Aero-Nutzen für Flachstücke und Stabilität bergab mitbringen soll. Unter 1100 g Gesamtgewicht bei moderner Felgengeometrie und robustem Aufbau sind die Ansage der US-Amerikaner.
Felge & Carbonaufbau
Technisch besonders spannend ist das Carbon-Layup, denn Zipp übernimmt nach eigener Aussage das Prinzip des 353 NSW und setzt auf ein "Biomimetic Laminat" mit Mixed‑Modulus-Carbonfasern. Die Idee dahinter: Die Konstruktion ahmt funktional einer Muskelfaser nach. Steifigkeit wird rund um das Speichenbett maximiert und die Robustheit am Felgenhorn erhöht. Zipp differenziert dabei die Fasern je nach Zone: Außen: Carbonfasern, optimiert auf Schlagfestigkeit & Langlebigkeit, innen: High‑Modulus-Fasern, die auch unter dynamischer Belastung eine gleichbleibende Speichenspannung unterstützen. Ergebnis laut Zipp: Ein Set, das "unmittelbar auf jeden Antritt reagiert", ohne Robustheit oder Aero-Vorteile in Abfahrten zu opfern.
Maße, Profil, Gewicht
Das 202 NSW setzen auf Zipps TSS-Konzept (Tubeless Straight Side, also Hookless) und damit auf einen klaren Trend: breitere Felgen, niedrigere Drücke, weniger Verluste. Zipp argumentiert, dass die größere Maulweite breitere Reifen und geringere Luftdrücke ermöglicht, den Rollwiderstand sowie Vibrationsverluste reduziert, damit "wertvolle Watt" spart – bergauf wie bergab, und Speed plus Kontrolle in der Abfahrt verbessert. Gerade für Gebirgs-Setups mit 28–32 mm breiten Reifen ist das eine stimmige Zielrichtung: Komfort und Grip steigen, während das System (idealerweise) weniger Energie durch Mikrovibrationen "frisst".

Zipp setzt weiterhin auf hakenlose "Hookless"-Felgen, die für einen sicheren Gebrauch enge Vorgaben bzgl. Reifentyp, Reifenbreite und Luftdruck machen.
Naben & Speichen
Beim Aufbau kombiniert Zipp die Felge mit einem ZR1 SL-Nabensatz (in Deutschland entwickelt) und je 20 Alpina Hyperlite-Speichen am Vorder- sowie Hinterrad, die zweifach gekreuzt sind. Die ZR1 SL-Nabe mit GRW-Hybrid-Keramikkugellagern besitzt 66 Eingriffspunkte für ein schnelleres Greifen des Freilaufs bei Antritten.

Jeweils 20 Speichen kommen am Vorder- und Hinterrad der Zipp 202 NSW zum Einsatz – zweifach gekreuzt eingespeicht.
Spezifikationen & Standards
- Scheibenbremse, Center Lock
- 12×100 mm (vorn)
- 12×142 mm (hinten)
- Freilauf-Optionen: wahlweise SRAM 10/11-fach oder XDR





