Die nicht nur bei uns Radfahrer beliebte Fitness-Plattform Strava hat soeben ein Update sowie neue Funktionen vorgestellt. Diese sollen es Abonnenten ermöglichen, ihre Trainings zu optimieren, Wettkämpfe besser vorzubereiten und den Wettbewerb innerhalb der globalen Community fairer zu gestalten. Bezüglich der Besten-Listen gab und gibt es ja immer lebhafte Diskussionen.
Die wichtigsten Neuerungen bei Strava
Routenplaner Update

Strava präsentiert eine neue Benutzeroberfläche für die Routen-Planung.
Strava stattet seinen Routenplaner auf Mobilgeräten mit einer vollständig überarbeiteten Benutzeroberfläche aus. Die neue dynamische Ansicht soll es Nutzern ermöglichen, Routen präziser und schneller zu erstellen. Dabei greift das Tool auf eine Heatmap zurück, die auf Milliarden von Aktivitäten basiert und die beliebtesten Routen der Community anzeigt. So können Routen auf realen, menschlichen Aktivitäten beruhen. Hinzu kommen neue Funktionen:
- Erweiterte Routendetails: Mit einem Fingerwisch können Nutzer nun Informationen zu Höhenmetern, Distanz, Untergrund und Steigung abrufen, um die Anforderungen der Strecke besser einschätzen zu können.
- Routenanpassung: Es wird möglich sein, Wegpunkte zu verschieben, hinzuzufügen oder zu löschen. Auch Points of Interest wie Café-Stopps, Toiletten oder Aussichtspunkte lassen sich integrieren.
- Sportarten wechseln: Ein nahtloser Wechsel zwischen verschiedenen Sportarten (z. B. von Straßenradfahren zu Gravel Cycling) wird nun vereinfacht, um die Planung noch flexibler zu gestalten.
Power Skills und Trainingszonen
Außerdem führt Strava zwei neue Funktionen ein, die das Training noch effektiver machen sollen:
- Power Skills: Diese Funktion ist das erste Ergebnis der Übernahme von "The Breakaway" und bietet Radfahrern mit Powermetern personalisierte Einblicke in ihre Leistung. Nutzer können ihre Bestzeiten über 12 wichtige Intervalle visualisieren, ihre Stärken und Wachstumsfelder identifizieren und ihre Fortschritte über die letzten acht Wochen mit ihren Allzeit-Bestwerten vergleichen.
- Trainingszonen: Die neue Funktion hilft dabei, die Zeit, die Radfahrer:innen und Läufer:innen in verschiedenen Leistungs-, Tempo- oder Herzfrequenzzonen verbringen, zu überwachen. So können sie Anstrengung und Regeneration optimal abstimmen, um die eigene Bestform zu erreichen. Nutzer erhalten detaillierte Berichte über ihre Trainingseinheiten, die zeigen, wie ihre Leistung im Zeitverlauf gestiegen ist.

Laut Strava soll nun noch eine verbesserte Trainingsverfolgung möglich sein und stellt mit Powerskills und Trainingszonen zwei neue Funktionen vor.
Integrität der Besten-Listen:
So bezeichnet Strava selbst das Update zu diesem Feature. Es soll laut Anbieter die Authentizität der Aktivitäten wahren. Dazu nutzt Strava neue KI-Modelle, die verdächtige oder unmögliche Leistungen erkennen sollen. Bereits Anfang des Jahres wurden 4,45 Millionen Aktivitäten aus den Bestenlisten entfernt, um KOMs und QOMs wieder an die tatsächlichen Leistungen der Community zurückzugeben, so Strava in der Mitteilung. Mit dem neuesten Update soll auch die Platzierung von E-Bike-Fahrten automatisch angepasst werden, sodass diese nur noch in speziellen E-Bike-Bestenlisten erscheinen. Dies soll sicherstellen, dass nur echte Rad- und Laufleistungen in den allgemeinen Besten-Listen geführt werden. Laut Strava ist die Anzahl der gemeldeten E-Bike-Fehlplatzierungen seitdem um fast 85 % gesenkt worden.