Cinelli lässt legendären Stahlrahmen Supercorsa wieder aufleben

Supercorsa-Rahmen erlebt Neuauflage
Cinellis Stahl-Legende kehrt zurück

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.01.2026
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Mehr als 70 Jahre nach seiner ersten Vorstellung erblickt Cinellis Supercorsa Stahlrahmen erneut das Licht der Radwelt. Die italienische Traditionsmarke präsentiert laut eigenen Angaben eine Neuauflage des Kultrahmens, der nun in 17 Größen von 48 bis 64 cm und in acht Farben verfügbar ist.

Kurz und knapp: Cinelli Supercorsa Stahlrahmen

  • Größen: 17, von 48–64 cm (1-cm-Schritte)
  • Farben: Rosso Ferrari, Bianco Perla, Azzurro Laser, Titanium Grey, Verde Jaguar, Black Tie, Blu China, Giallo Curry
  • Gewicht: Rahmen 1.830 g (M), Gabel 670 g (ungeschnitten)
  • Steuerlager: EC 30/25, 4–24 TPI EC 30/26
  • Sattelstütze: 27,2 mm
  • Tretlager: ITA 70 mm
  • Reifenfreiheit: 700 × 25 mm
  • Preis des Rahmens: 3150 Euro

Die Neuauflage des Supercorsa sei weiterhin "100 % Made in Italy" und orientiere sich eng an den ursprünglichen Spezifikationen der 1960er Jahre, erklärt der Hersteller. Dazu gehörten unter anderem die markante, schräg verlaufende Gabel sowie die Sitzstreben. Trotz neuem Look soll die Rahmengeometrie ihren legendären Charakter behalten.

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Klassische Rahmenbaukunst

Das Supercorsa könnte damit wieder zum Paradebeispiel klassischer Rahmenbaukunst aus Stahl werden – mit Columbus SL-Rohrsatz, filigranen Muffen und der typisch abfallenden Gabel. Technisch bleibe vieles beim Alten: Gewinde-Steuersatz, Standardfelgenbremsen, ITA-Innenlager, interne Bremszugführung und Anlötösen für Rahmenschalthebel erinnern an eine Epoche, in der "aero" nur das lateinische Wort für "Luft" war und 25-mm-Reifen schon als "breit" galten.

Cinelli Supercorsa – Stahlrahmen mit Renn-DNADer Cinelli Supercorsa ist ein ikonischer Stahlrahmen aus Columbus SL- oder SLX-Rohren, der bereits in den 1970er-Jahren Radsportgeschichte schrieb. Mit seiner klassischen Renngeometrie bietet er eine sportliche Sitzposition und gleichzeitig überraschend viel Komfort für lange Strecken. Berühmt wurde der Supercorsa, als er in den 1970er-Jahren bei Profirennen wie Mailand–Sanremo und dem Giro d’Italia zum Einsatz kam – ein echter Klassiker also, der Tradition und modernes Fahrgefühl verbindet.

Entstanden ist das Supercorsa einst 1951 aus der Zusammenarbeit von Cino Cinelli und Rahmenbauer Luigi Valsassina – als Sonderanfertigung für keinen Geringeren als Fausto Coppi. Seither gilt es vielen als italienische Stil-Ikone und als Inbegriff von harmonischer Geometrie und traditioneller Handarbeit.

Auch 2026 soll jeder Rahmen weiterhin in Mailand von Hand gelötet werden. Für die Neuauflage arbeite Cinelli mit Columbus Spirit-Rohren, die laut eigenen Angaben für kurze Transportwege und alte Handwerkstugenden stehen sollen. Eine Hommage also an das, was Fahrradbau früher einmal war – und für viele bis heute ist.