Mehr als 70 Jahre nach seiner ersten Vorstellung erblickt Cinellis Supercorsa Stahlrahmen erneut das Licht der Radwelt. Die italienische Traditionsmarke präsentiert laut eigenen Angaben eine Neuauflage des Kultrahmens, der nun in 17 Größen von 48 bis 64 cm und in acht Farben verfügbar ist.
Kurz und knapp: Cinelli Supercorsa Stahlrahmen
- Größen: 17, von 48–64 cm (1-cm-Schritte)
- Farben: Rosso Ferrari, Bianco Perla, Azzurro Laser, Titanium Grey, Verde Jaguar, Black Tie, Blu China, Giallo Curry
- Gewicht: Rahmen 1.830 g (M), Gabel 670 g (ungeschnitten)
- Steuerlager: EC 30/25, 4–24 TPI EC 30/26
- Sattelstütze: 27,2 mm
- Tretlager: ITA 70 mm
- Reifenfreiheit: 700 × 25 mm
- Preis des Rahmens: 3150 Euro
Die Neuauflage des Supercorsa sei weiterhin "100 % Made in Italy" und orientiere sich eng an den ursprünglichen Spezifikationen der 1960er Jahre, erklärt der Hersteller. Dazu gehörten unter anderem die markante, schräg verlaufende Gabel sowie die Sitzstreben. Trotz neuem Look soll die Rahmengeometrie ihren legendären Charakter behalten.

Die Handwerkskunst zeigt sich unter anderem am Sitzrohr. Die Formen der Muffen und die Details bei den Sitzstreben mit dem Logo sind ein Hingucker.
Klassische Rahmenbaukunst
Das Supercorsa könnte damit wieder zum Paradebeispiel klassischer Rahmenbaukunst aus Stahl werden – mit Columbus SL-Rohrsatz, filigranen Muffen und der typisch abfallenden Gabel. Technisch bleibe vieles beim Alten: Gewinde-Steuersatz, Standardfelgenbremsen, ITA-Innenlager, interne Bremszugführung und Anlötösen für Rahmenschalthebel erinnern an eine Epoche, in der "aero" nur das lateinische Wort für "Luft" war und 25-mm-Reifen schon als "breit" galten.
Entstanden ist das Supercorsa einst 1951 aus der Zusammenarbeit von Cino Cinelli und Rahmenbauer Luigi Valsassina – als Sonderanfertigung für keinen Geringeren als Fausto Coppi. Seither gilt es vielen als italienische Stil-Ikone und als Inbegriff von harmonischer Geometrie und traditioneller Handarbeit.
Auch 2026 soll jeder Rahmen weiterhin in Mailand von Hand gelötet werden. Für die Neuauflage arbeite Cinelli mit Columbus Spirit-Rohren, die laut eigenen Angaben für kurze Transportwege und alte Handwerkstugenden stehen sollen. Eine Hommage also an das, was Fahrradbau früher einmal war – und für viele bis heute ist.





