Aerobag stellt innovatives Airbagsystem für Rennradfahrer vor

Aerobag präsentiert neuartigen Crashschutz
Innovativer Hightech-Airbag für Rennradfahrer

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.01.2026
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Foto: Aerobag

Auf der belgischen Fahrradmesse Velofollies hat der Aerobag bereits für einiges Aufsehen gesorgt. Das Start-Up wurde nach eigener Aussage danach von dem regen Interesse so sehr überrollt, dass sie es nicht einmal geschafft haben, eine eigene Pressemitteilung herauszubringen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es einige Informationen zu dem neuen Aerobag gibt. Wir fassen die Infos zusammen.

Rennradfahrer kennen das Risiko: Hohe Geschwindigkeiten, volle Konzentration, ein kleiner Fehler — und der nächste Sturz kann schwere Verletzungen nach sich ziehen. Mit dem neuen Aerobag-System verspricht das belgische Entwicklerteam nun eine integrierte Sicherheitslösung, die "genau dort schützt, wo es am kritischsten ist," so der Wortlaut.

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Aerobag

So funktioniert der Aerobag

Der Aerobag sei kein gewöhnliches Schutzteil. Der Airbag werde nämlich direkt in die Träger der Bib-Shorts integriert und aktiviert sich bei einem Sturz laut Angaben des Start-Up in weniger als 100 Millisekunden. Die neun eingebauten Sensoren analysierten die Bewegungen des Fahrers permanent und sollen typische Crash-Muster blitzschnell erkennen können. Das System schütze vor allem Hals, Wirbelsäule und Brust und somit Bereiche, die bisher ungeschützt bleiben. Besonders interessant: Nach der Auslösung soll sich der Aerobag wieder selbst zusammenfalten, damit der Rennradfahrer möglicherweise das Rennen fortsetzen kann. Außerdem soll der Airbag schnell wieder einsatzbereit gemacht werden können – lediglich die CO₂-Kartusche müsse ersetzt werden.

Was die Integration in die Träger angeht, erklärt die Firma, Aerobag sei "ein Plug-in-System und kann in Zusammenarbeit mit Bekleidungssponsoren in bestehende Bekleidungsdesigns integriert werden." Als Partner fungiert momentan die italienische Firma Nalini, die seit über 60 Jahren im Bereich Radsportbekleidung tätig ist.

Ein Vorteil des Aerobag soll ebenfalls sein, dass er nahezu unsichtbar ist und weder Aerodynamik noch Thermoregulation beeinträchtige. Aerobag gibt als Gewicht des Systems rund 500 Gramm an. So sei das Tragen weiterhin komfortabel.

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Im Test bei den Profis

Was hat das Profi-Team Picnic PostNL damit zu tun? Die Mannschaft testet das System aktuell im Training, mit Blick auf einen möglichen Einsatz bei Rennen. "Wir arbeiten eng mit den Entwicklern zusammen, um Performance und Sicherheit optimal zu verbinden", heißt es aus dem Team. Sollte der Weltradsportverband UCI eine Nutzung im Wettkampf zulassen, könnte Aerobag bald sogar ein fester Bestandteil des Race-Kits der Profis werden.

Der Aerobag ersetzt natürlich keinen Helm, sondern ergänzt deine persönliche Sicherheitsausrüstung. Mit einem Preis von etwa 700–850 Euro liegt das System im gehobenen Segment und ist für ambitionierte Fahrerinnen und Fahrer gedacht, für die es sicherlich einen Sicherheitsgewinn darstellt. Auf der Website lässt sich der Newsletter zur Pre-Registrierung bestellen.