Mit dem Big.Nine hat Merida traditionell einen spritzigen Starrheckler mit 29-Zoll-Laufrädern im Angebot.
Kurz & Knapp: Merida Big.Nine 10K
- Preis: 8499 Euro
- Gewicht: 9,3 kg
- Größen: S, M, L und XL
- Rahmenmaterial: Carbon
- Federweg: 100-/- mm-Federweg

Die bullige FSA-Lenker-Vorbau-Kombi verleiht dem Big.Nine einen futuristischen Look. Riskant: Merida verzichtet auf einen Lenker-Anschlagsschutz.
Ausstattung und Details
Die neueste Ausbaustufe setzt auf moderne Geometriewerte: Mit flachem 68-Grad-Lenkwinkel, mitwachsender Kettenstrebenlänge je nach Rahmengröße und bis zu 30 mm mehr Reach gegenüber dem Vorgänger sorgt es für noch mehr Kontrolle im Talschuss. Das Sitzrohr ist kurz gezeichnet, um den Auszug der Sattelstütze zu verlängern. Gezielter Flex im Rahmen sorgt für mehr Komfort.
Mit der Neuauflage ziehen auch praktische Features ein: übereinander platzierte Montagepunkte im Rahmendreieck und eine Tool-Aufnahme am Sattel, dazu ein geschraubtes statt verpresstes Innenlager für weniger Werkstatt-Frust. Am Unterrohr kommt gegen Steinschläge ein Schutzcover zum Einsatz.
Stark: In Größe M bringt der Rahmen gerade einmal 800 Gramm auf die Waage – ein sensationeller Wert. Beim 9,3 Kilo leichten Topmodell 10K für 8499 Euro greift Merida auf die neue Shimano XTR Di2 zurück, welche eine Kassette mit 9–45 Zähnen besitzt und daher mit einem "kleinen" 30er-Kettenblatt kombiniert werden kann. Zudem ist die edle Fox-32-SC-Federgabel in Factory-Ausführung verbaut und Reynolds-Carbon-Laufräder mit I9-Nabe.

Unter dem Sattel wartet ein cleveres Minitool auf den Einsatz.
Fahreindruck am Merida Big.Nine 10K
Schon ab dem ersten Antritt schießt das Merida nach vorn. Die geringe rotierende Masse sorgt dafür, dass es blitzschnell Tempo aufnimmt – und dieses auch mühelos hält. Speziell in der Ebene geht Meridas Intention des langen Sattelauszuges auf: Wurzelpassagen filtert die flexende Sattelstütze spürbar heraus, auch sonst geizt das Big.Nine nicht an Komfort.
Das Handling begeistert: Für enge XC-Kurse ist es wendig genug, ohne dabei in technischerem Geläuf nervös zu agieren. Eingewöhnung in steilen Abfahrten erfordert die tiefe Front. Grenzwertig, speziell am Vorderrad bei nassen Trails, sind die weniger stark profilierten Maxxis-Pneus.





