Du suchst den idealen MTB-Schuh, die beste E-Pumpe oder die schickste Bike-Brille? Unser Redaktionsteam testet laufend das neueste Mountainbike-Zubehör. In unserer regelmäßig aktualisierten Übersicht findest du viele Produkte, die dir auf Trails, Touren und im Alltag noch mehr Spaß auf dem Bike bringen.
Hier kommt das April-Update:
Neu in der Teststrecke
Formula Selva V
Preis: 1367 Euro (UVP) / 2100 g

Lavendelfarbene Tauchrohre machen die neue Selva V zum Hingucker. Wer es dezent mag, greift zur schwarzen Version der High-End-Enduro-/All-Mountain-Gabel. Ebenfalls ungewöhnlich: Die Endurogabel kommt mit schlanken 35-mm-Standrohren. Sie sollen so durch ein nicht zu steifes Chassis Komfort bieten. Weiteres Plus der "dünnen Ärmchen": Sie drücken das Gewicht auf 2100 g; ein Top-Wert für eine 170-mm-Endurogabel mit E-MTB-Freigabe.
Die in Italien handmontierte Gabel wartet mit bekannten und neuen Technikdetails auf. Eine optimierte Tauchrohreinheit und größere Buchsenabstände sollen Steifigkeit wie Lenkpräzision steigern. Die Selva V baut acht Millimeter höher als ihre Vorgängerin und liegt damit nun "auf Augenhöhe" mit den Mitbewerbern. Ihre neue V-Luftfeder arbeitet mit einem Doppelkammersystem und einem Luftventil: Beim Befüllen der Positivkammer gleicht sich die Negativkammer automatisch aus.
Die schwimmend aufgehängte Feder- und Dämpfungseinheit in den Standrohren soll die Reibung reduzieren – so soll die Endurogabel fein ansprechen und über den vollen Federweg homogen arbeiten. Zusätzlich arbeitet die Selva V mit Formulas cleverem CTS-Tuningsystem. Mittels acht verschiedener, kleiner CTS-Dämpfungsventile passt man den Charakter der Druckstufendämpfung nach Vorlieben und Einsatzzweck an.
Montiert werden die CTS-Ventile unter dem blauen Druckstufenversteller der Krone – das funktioniert unkompliziert und ziemlich fix. Formula liefert umfangreiches Zubehörkit mit der Gabel (Schutzblech, Gabelöl, Werkzeug, Dämpferpumpe) und zwei CTS-Ventile: ein goldenes und ein blaues.

Links: Die 15QR-Steckachse soll für hohe Steifigkeit undSpurtreue sorgen. Rechts: Die Ventile sitzen unter dem blauen Druckstufenversteller und lassen sich schnell montieren.
On Trail punktet die Selva V im Serien-Setup (ein Volumenspacer und goldenes CTS-Ventil) am Test-E-Enduro mit gutem Ansprechverhalten und Traktion, bei dezent strafferem Charakter. Die beim goldenen Ventil stärker gedämpfte Low-SpeedDruckstufe erweist sich am E-MTB als vorteilhaft – sie fördert effektiv den Gegenhalt. Bei zunehmender Schlaggröße und höheren Schaftgeschwindigkeiten ist sie in ihrem Element, Gabel und Bike lassen sich aktiv durch Bodenwellen pushen. Sehr gut!
Härtere, schnelle Schlagbatterien kontert die konstant stark performende Dämpfung gekonnt, bringt so bei hohen Geschwindigkeiten Ruhe ins Rad – und animiert zu beherzter Gangart. Schön: Die Selva V erweist sich als nicht zu steif, was in rauem Geläuf die Armmuskulatur schont. Allein in gröbsten, schnellen Wurzelabfahrten vermittelt sie nicht die gleiche Unerschrockenheit einer Fox 38 und Co.
Wie effektiv sich Dämpfungs- und Fahrcharakter der Selva V per CTS-System gestalten lassen, demonstrierte das getestete blaue Ventil, mit dem ein (noch) komfortableres Setup gelingt, das in grobem Terrain allerdings weniger Reserven für sportlich-aggressives Fahren bietet
Test: 1,5 Monate 📋
35-mm-Standrohre sorgen für mehr Komfort
Tuningsystem mit Ventilen
top Ansprechverhalten, starke Traktion, viel Gegenhalt
schlankes Chassis ist nicht ganz so bocksteif
Fox 36 SL Factory
Preis: 1540 Euro (UVP) / 1778 g (bei 220 mm Schaft und Kralle)

2025 überraschte Fox mit einer ungewöhnlich leichten 36er-Gabel: der 36 SL. Sie soll die bisherige 34 ablösen und genau jene Lücke schließen, die viele moderne Trail- und Downcountry-Bikes offenbaren: mehr Präzision und Reserven an der Front – ohne spürbaren Gewichtsnachteil. Entsprechend ist die 36 SL mit 120, 130 oder 140 mm Federweg erhältlich und zielt auf Bikes wie das Trek Top Fuel von Redaktionsleiter Chris Pauls ab, in dem die von Fox bereitgestellte Gabel zum Einsatz kam. Fox selbst spricht von 20 Prozent mehr Torsionssteifigkeit gegenüber der 34, bei lediglich 100 g Mehrgewicht. Auf unserer Waage bestätigte sich das geringe Gewicht: Die 140-mm-Variante wiegt nur 1778 Gramm.
Neu ist das vergrößerte Bushing Overlap: Die 36 SL bietet 20 mm mehr Überlappung der Gleitbuchsen als eine 34. Das soll Querkräfte zwischen Stand- und Tauchrohren reduzieren und somit Reibung veringern. Ebenfalls neu sind die nach innen verlegten Bypass-Kanäle, die übermäßigen Druckaufbau im System verhindern und Öl gezielt zur Schmierung von Buchsen und Dichtungen leiten. Bei der Dämpfung setzt Fox statt der komplexen Grip-X2- die Grip-X-Kartusche ein. Auch sie bietet Hightech, verzichtet jedoch auf Einstelloptionen zugunsten von geringerem Gewicht und einfacherer Bedienung.
Low- und Highspeed-Compression lassen sich getrennt einstellen, der Rebound ist einfach, sprich der doppelte Rebound-Adjust der X2 fehlt. Ergänzt wird die Grip-X-Kartusche durch einen leichter bedienbaren Druckstufenknopf, der schnelles Umschalten für effizientes Pedalieren ermöglichen soll. Die neu entwickelte Float-Luftkartusche soll bei schnellen Schlägen oder bei hohem Fahrergewicht geschmeidiger arbeiten.

Links: Die Grip-X-Kartusche ist mit einer Art Hebel versehen, um die Dämpfung schnell zu straffen. Rechts: Die Gabelbrücke kommt mit Ausfräsungen, so will Fox Gewicht einsparen.
In der Praxis zeigt die Fox dann ihre gewohnte top Performance bei entspannterem Setup-Prozess. Sie agiert über den gesamten Hub sehr gleichmäßig und passt mit nur einem verbauten Token gut zu einem eher straffen Hinterbau eines Downcountry-Fullys. Im Dauereinsatz wurde sie überwiegend im Mittelgebirge, aber auch auf sandigen Trails in den Niederlanden gefahren. Ob Matsch, Regen oder Sand: Die Haltbarkeit ist Fox-typisch hoch, Verschleiß an Öl oder Dichtungen zeigte sich bislang nicht. Besonders überzeugt hat die Präzision an der Front. Das Trek Top Fuel wirkt mit der 36 SL deutlich souveräner. Wo zuvor eine 34er arbeitete, fühlt sich das Bike nun spürbar erwachsener an, fast wie ein Mini-Enduro.
Test: 8 Monate 📋
sehr gute Steifigkeit
Federkennlinie ideal für sportliches Fahren
sehr hoher Preis
vereinzelt Berichte über Geräusche aus Gabelinnerem (im Test nicht aufgetreten)
➡️ Parts im Test
Sram Motive Ultimate
Preis 600 Euro (Paar, UVP)

Mit der massiveren HS2-Scheibe ist die Motive standfester, für den XC-Einsatz genügt die leichtere Centerline CLX. Die Griffweite am Ultimate-Modell ist werkzeuglos wählbar.
Mit der Motive markiert Sram das Ende seiner DOT-Bremsen – und verdrängt dabei kurzerhand die legendären Modelle Level und Code aus dem Programm. Die Motive ist für Bikes bis 140 mm Federweg positioniert, darüber übernimmt die brachiale Maven, während an vielen E-MTBs die DB-Serie zum Einsatz kommt.
Wie alle neuen Sram-Bremsen nutzt auch die Motive Mineralöl. Technisch ist sie eng mit früheren Modellen verwandt: Die schlanke Stealth-Gebereinheit erinnert stark an die Level, die Vierkolbenzange stammt weitgehend von der Code. Entsprechend fällt das Gewicht selbst in der Ultimate-Version mit Carbonhebel bei rund 550g pro Paar recht hoch aus. Auf dem Trail überzeugt die Motive jedoch vollends: Sie ist spürbar kräftiger als die vierkolbige Level, bietet hohe Reserven und bleibt dabei gut dosierbar. Die werkzeuglose Griffweitenverstellung der Ultimate-Version ist praktisch, eine Druckpunktverstellung fehlt.
Montage und Entlüftung sind unkompliziert, DOT-Umsteiger benötigen allerdings ein neues Entlüftungsset. Bei Belägen und Scheiben zeigt sich die Motive erfreulich kompatibel: Alle Code-Beläge ab 2011 passen, die organische Trail-Mischung überzeugt mit starker Bissigkeit, verschleißt jedoch etwas schneller. Im Dauertest zeigte die Bremse keinerlei Druckpunktwanderung – kam ohne Entlüften aus.
Tipp: Trailbiker greifen zur HS2-Scheibe mit mehr Materialstärke, Grammfuchser und XC-Piloten zur Centerline CLX.
Test: 11 Monate 📋
kraftvolles Bremsverhalten, knackiger Druckpunkt
tolle Ergonomie, cleane Optik am Lenker
diverse Belags- undScheibenoptionen
eher schwer
Syntace NumberNine2
Preis 269 Euro (UVP)

Pedale sind Verschleißteile? Das bildhübsche NumberNine2 Titan von Jo Klieber macht die Ausnahme. Denn seit über zwei Jahren bewährt sich ein Satz der edlen Flatpedals in unzähligen Biketests, zeigt nach zig Einsätzen weder Lagerspiel noch Pinverlust, und auch Redakteur Christian Zimek findet nach sechs Monaten Dauereinsatz nur Lob. "Das NumberNine ist dank Titanachse mit 297 Gramm in Größe L superleicht, dabei von harter Dauerbelastung unbeeindruckt. Das stärkste Pedal, das mir je unter die Sohlen gekommen ist."
Optional erhältliche Edelstahlpins verleihen dem in Schwarz und drei Eloxalfarben erhältlichen Pedal noch mehr Biss, sind haltbarer, dünner und länger als die mitgelieferten Alu-Pins. Da das hochbauende Lagergehäuse im Bereich des Kurbelarms dem Pedal etwas Standfläche nimmt, ist eine Nummer größer empfehlenswert. Der Preis ist hoch, aber angesichts der gebotenen Qualität gerechtfertigt.
Test: 24 Monate 📋
extrem langlebige Lagerung und Gesamtkonstruktion
sehr geringes Gewicht
zwei Sorten Pins (Alu/Edelstahl) und für drei Schuhgrößen erhältlich
hergestellt in Deutschland
➡️ Bekleidung im Test
Troy Lee Designs Women’s Lilium Pant
Preis 130 Euro (UVP)

Über seitliche Klettverschlüsse kann man die Bundweite einfach verstellen.
Viel zu lange haben Mountainbike-Marken spezifische Bekleidung für Frauen vernachlässigt. Zum Glück hat sich das geändert – die Lilium Pant ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Sie ist für lange All-Mountain- oder Endurotage konzipiert. Der Schnitt passt sich der weiblichen Anatomie perfekt an, auch bei breiterer Hüfte. Das Material ist robust, aber angenehm zu tragen, und an den Schenkelinnenseiten befinden sich gelaserte Luftöffnungen.
Selbst nach einem Crash im Testzeitraum blieb die Hose unversehrt, was für das Material spricht. Besonders gefällt der hinten höher geschnittene Bund, der auch in nach vorne geneigter Fahrposition super sitzt und seitlich per Klett verstellbar ist. Drei Taschen bieten Platz für Liftticket, Schlüssel und Co. Sehr praktisch: die hinten seitlich angebrachte Tasche für das Handy – ein Feature, das jede gute Mountainbike-Hose haben sollte. So wird die Bewegungsfreiheitbeim Fahren nicht eingeschränkt. Auch nach vielen Wäschen noch top in Schuss.
Test: 10 Monate 📋
super Passform
robustes und trotzdem bequemes Material
viele praktische Taschen
fällt größengerecht aus
hinten höher geschnitten
Vaude Minaki II
Preis: 120 Euro (UVP)

Die Allgäuer von Vaude gelten als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit: Ihr Polyestergarn basiert auf recycelten Plastikflaschen. Die Minaki II ist eine Fleecejacke mit winddichtem Torso-Bereich. Auf Trail und Tour wärmt sie bei niedrigen Wintertemperaturen, trägt sich aber auch bei frühlingshaften Bedingungen angenehm, ohne dass man ins Schwitzen gerät. Geschnitten ist sie eher eng, der Stoff liegt angenehm wärmend auf der Haut. Die Reißverschlüsse lassen sich dank kleiner Seil Anhänger auch mit kalten Fingern oder Handschuhen problemlos bedienen. Bei Regen oder schlammigen Trail-Bedingungen empfiehlt sich die nicht wasserdichte Vaude vor allem als wärmende Schicht unter einer Regenjacke.
Test: 4 Monate 📋
winddichter Torso-Bereich
auch bei erhöhten Temperaturen nicht schwitzig
angenehmer, weicher Stoff
eher eng anliegender Schnitt ist Geschmackssache
Fox Union All Weather
Preis 300 Euro (UVP)

Perfekt für die nasse Jahreszeit stellte Fox neue Schuhe für den Einsatz in Matsch und Schnee vor. Verfügbar sind die Union All Weather als Klick- und FlatpedalSchuhe. Wir wählten die Flat-Version, um auf rutschigen Trails jederzeit einen Fuß vom Pedal nehmen zu können. Im Einsatz waren die Schuhe sowohl auf Alpentrails im Schneematsch als auch auf den von Pfützen gespickten Hometrails. Dabei zeigten sich die Schuhe äußerst wasserdicht, sogar das Absprühen mit einem Hochdruckreiniger führte nicht zu nassen Socken. Für die kalte Jahreszeit angenehm wärmend, wünscht man sich für den Sommer mehr Wärmeableitung.
Auf verschiedenen Pedalen bot die Sohle massig Grip. Ein Problem äußerte sich beim Ausziehen der Schuhe, das nur mit einiger Kraft möglich war: Die Naht an der Ferse riss leicht auf. Am Fuß sitzt der Union durch den BOA-Verschluss angenehm locker und bietet viel Zehenfreiheit. Die harte, gummierte Außenhaut schützte bei einigen Stößen an Wurzeln und hervorstehenden Steinen.
Test: 4 Monate 📋
sehr wasserdicht
angenehme Passform
im Winter wärmend ...
...weniger gut bei Wärme
durch festen Sitz des Schafts riss eine Naht beim Ausziehen
➡️ Equipment im Test
Osprey Raptor 14
Preis 175 Euro (UVP)

Kann in der Kategorie "Fahrradrucksack" das Rad neu erfunden werden? Nein, und das ist auch gut so, wie der Raptor beweist. Wollte man das 817g leichte Packeselchen charakterisieren, wäre "unaufgeregt" die treffendste Bezeichnung. Ein Aufsatzfach mit Kleinteilfächern, Deckelfach, ein Bodenfach mit herausnehmbarer Werkzeugrolle und das große Hauptfach mit zwei Einschubfächern organisieren das gesamte Tourenzubehör übersichtlich und sind dank leicht laufender Reißverschlüsse schnell erreichbar. Hinzu kommt das Trinkblasenfach mit überlegen praktischer Schlauchführung am rechten Schultergurt unter einem Zipper.
Dennoch macht er mehr Spaß als so mancher Konkurrent. Trotz Verzicht auf einen Spannnetzrücken trägt er sich schwitzfrei, die stark konturierten Schultergurte liegen perfekt an, und dank seiner Flexibilität folgt er allen Bewegungen beim intensiven Trailride. Darüber hinaus ist er vollgepackt mit Details wie einem cleveren Helmhalter, protektorentauglichen Seitenfächern und einer magnetischen Brustgurtschließe. Einzig die Hüftgurte sind zu weich und wenig formstabil. Das meiste Gewicht lastet daher auf den Schultern, nicht auf der Hüfte.
Test: 10 Monate 📋
geringes Gewicht
praktische Fachaufteilung mit Werkzeugrolle
schwitzfreies Tragegefühl
ergonomisch geformte Schultergurte
Hüftgurte wenig stabil
SQ Lab 60X Ergowave active 2.2
Preis 160 Euro (UVP)

Der beliebte Sattel für Gravity- und E-MTB-Einsatz erhielt im vergangenen Jahr ein umfangreiches Update. Auffälligste Neuerung ist die deutlich verkürzte und zugleich breitere Sattelnase, die spürbar mehr Bewegungsfreiheit bietet und gleichzeitig den Druck besser verteilt – ein klarer Vorteil auf sehr steilen Uphills, bei denen man weit nach vorne rutscht. Zusätzlichen Halt bergauf liefert die griffige Struktur am Sattelende: In Kombination mit der bewährten Stufenkonstruktion wandert das Gesäß beim Klettern merklich weniger nach hinten. Typisch SQ Lab ist zudem die mittige Vertiefung, die den Dammbereich entlastet. Insgesamt überzeugt der Sattel mit hohem Langstreckenkomfort. Dank der gut geschützten Seiten zeigt sich der 60X auch nach langer Testzeit optisch unbeeindruckt. Erhältlich in vier Größen.
Test: 11 Monate 📋
sehr bequem
Sitzknochenbreite kostenlos bestimmbar
mehr Bewegungsfreiheit und bessere Druckverteilung
robust
nicht ganz günstig
Smith Pursuit
Preis: 305 Euro (UVP)

Ein zuverlässiger Augenschutz ist ganzjährig von höchster Bedeutung, der Trend zu lässigen Riesenbrillen ignoriert dies aber oftmals. Nicht so die Pursuit. Denn statt wie viele Hersteller bloße Größe mit bestem Schutz gleichzusetzen und mit seitlich weit vom Auge abstehenden Scheiben den UV- und Windschutz zu vernachlässigen, macht die Smith hier regelrecht dicht. Kein Wunder, ist sie doch eigentlich als Gletscherbrille für Schneewanderungen konzipiert und besitzt wie eine Schutzbrille aus dem Physikunterricht seitlich ausklappbare Schutzschilde, die das Auge vor einfallendem Sonnenlicht, Zugluft und Schmutz bewahren. Auch sonst bietet sie mit ihren riesigen Scheiben fast Goggle-ähnlichen Schutz.
Ausgeliefert wird sie im Softcase mit einer selbsttönenden und einer klaren Scheibe, die dank des simplen Wechselmechanismus flott ausgetauscht sind und ohne nennenswerte Verzerrungen oder störende Elemente wie Logos oder einen ins Sichtfeld ragenden Rahmen ihren Job erledigen. Für "so viel Brille" ist sie mit 43g vergleichsweise leicht. Durch ihre weite Passform kann sie jedoch rutschig sitzen, dafür liegt dem stylischen Augenschutz ein Kopfband bei, das die Brille sicher und ohne Druckstellen fixiert. Es gibt günstigere Brillen, angesichts vielfältiger Einsatzmöglichkeiten und der Qualität des Gebotenen erscheint der Preis aber gerechtfertigt.
Test: 6 Monate 📋
perfekter Rundumschutz
vielseitige Einsatzmöglichkeiten
zwei Scheiben im Lieferumfang enthalten
sicherer Sitz dank Kopfband
recht teuer
➡️ Zubehör im Test
Fidlock Pinclip Battery Light
Preis: 80 Euro
Seit der letzten Eurobike ist das Fidlock Pinclip Battery Light bei uns im Einsatz – und selten hat ein Lichtkonzept so schnell überzeugt. Der Grund ist nicht die maximale Lichtausbeute, sondern die Idee dahinter: Licht, das man in Sekunden demontiert und genauso schnell wieder montiert. Ohne Gefummel, ohne Ausrichten, ohne Werkzeug. Für den Alltag ist das genial, denn die Halter bleiben dauerhaft am Rad, während das Licht selbst einfach mitgenommen wird. Der Fronthalter wird übereinen Strap und eine Handschraube fixiert, der Rücklichthalter per kleiner Kunststoff-Torxschraube. Geladen wird zeitgemäß per USB-C, die Akkulaufzeit der Rückleuchte fällt sehr lang aus. Die des Frontlichts ist mit 3 bis 4 Stunden sehr gut. Für den Einsatz im Straßenverkehr ist die Ausleuchtung top, auf dunklen Wegen muss man jedoch langsamer fahren, da der Lichtkegel nicht breit ist. Damit positioniert sich das StVZO-zugelassene Set klar als Urban- und Alltagslicht, nicht als Lösung für flotte Nightrides. Das Pinclip Battery Light soll ab April im Einzelhandel verfügbar sein. Cool für E-Bikes: Der Pinclip-Mechanismus kann auch Strom übertragen und versorgt so Lichter von Marken wie Sigma, Litemove und Co. direkt aus dem E-Bike-Akku.
Test: 7 Monate 📋
blitzschnell montiert & demontiert
gute Akkulaufzeit
StVZO-zugelassen
Spannend für E-Bikes: Pinclip kann auch Strom übertragen
noch nicht verfügbar
Bikestow Original Two
Preis: 229 Euro (UVP)

Egal ob in der (Heck-)Garage, im Van oder in der Werkstatt: Als frei stehender Radständer ist der Bikestow Original universell einsetzbar. Um bis zu vier Fahrräder abzustellen, setzen die Engländer auf eine ebenso simple wie effektive Technik. Das Rad liegt an drei Punkten auf und wird über ein V-förmiges, in der Breite variables "Fallbeil" fixiert, das unterschiedliche Reifen- und Radtypen sicher aufnimmt. Gefertigt ist der Ständer aus behandelten Siebdruckplatten, die einen wertigen Eindruck machen und in verschiedenen Farben erhältlich sind. Der Familienbetrieb fertigt per Hand im englischen Stourbridge. Für den Transport oder die platzsparende Lagerung lässt sich der Bikestand zusammenklappen, ein Magnetmechanismus hält ihn dabei zuverlässig in Form.
Ein kleiner Kritikpunkt: Mit lediglich zwei Langlöchern bietet der mindestens 229 Euro teure Original nur begrenzte Möglichkeiten zum Verzurren. Die zwei Spanngurte hätten unser Testexemplar – beladen mit zwei (E-)Bikes – in Kurvenfahrten durchaus noch etwas bessersichern dürfen. Davon abgesehen ist der Bikestow eine hochwertige und vor allem praktische Lösung, um mehrere Fahrräder im montierten Zustand zu transportieren oder abzustellen.
Test: 14 Monate 📋
sichere, wertige und simple Verstaumöglichkeit für Bikes jeder Gattung
klappbar, einfaches Handling
wenige Verzurrmöglichkeiten
für den Einsatz im Fahrzeug hoher Preis
Knog Plus Bike Light Twinpack
Preis 39 Euro (UVP)

Klein, leicht, unscheinbar – und genau deshalb im Alltag so praktisch: Das Plus Bike Light Twinpack zeigt im Test, wie viel Sicherheit in 17g passen kann. Die Montage am Sattelrohr oder Lenker ist schnell erledigt, dank Magnetverschluss lässt sich die Lampe ebenso leicht abziehen und wieder einsetzen. Selbst bei Matsch, Dreck und schlechtem Wetter hat der Magnet zuverlässig gehalten – nichts hat gewackelt, nichts ging verloren. Die Lichtleistung ist genau das, was man von einem kompakten Set erwartet: ideal, um gesehen zu werden.
Aber Achtung: Es ist kein Flutlicht für dunkle Waldwege, sondern eher was für den Heimweg durch die gut beleuchtete City. Tipp: perfekt als Ergänzung zur Helmlampe. Besonders überzeugt haben die solide Laufzeit für die Größe und das einfache Aufladen über den integrierten USB-Anschluss. Die Ladeanzeige ist klar erkennbar, das Gewicht kaum spürbar, und die Möglichkeit, die Lampen auch an Rucksack, Helm oder Kleidung zu befestigen, macht sie extrem flexibel. Bislang keinerlei Defekte oder Ausfälle – genau das erwartet man von einem Lichtset.
Test: 1,5 Monate 📋
gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr
extrem leicht & kompakt
wasserdicht (IP66)
keine echte Ausleuchtung für dunkle Trails oder Waldwege





