Du suchst den idealen MTB-Schuh, die beste E-Pumpe oder die schickste Bike-Brille? Unser Redaktionsteam testet laufend das neueste Mountainbike-Zubehör. In unserer regelmäßig aktualisierten Übersicht findest du viele Produkte, die dir auf Trails, Touren und im Alltag noch mehr Spaß auf dem Bike bringen.
Hier kommt das Mai-Update:
Neu in der Teststrecke
➡️ Fahrwerke im Test
Moderne MTB-Federgabeln sollen sensibel ansprechen, im ruppigen Gelände Reserven bieten und zugleich Lenkimpulse präzise umsetzen. Wir haben aktuelle Modelle getestet und ordnen in diesem Überblick ein, wo ihre Stärken und Schwächen liegen – und für wen welche Gabel die beste Wahl ist.
➡️ Parts im Test
Crankbrothers Stamp Evo
Preis 200 Euro (UVP)

Groß, größer, Stamp Evo: Die neueste Version des beliebten Flatpedals ist extrem. Neben der riesigen Standfläche besitzt das Pedal nun Bashguards, die es vor Kratzern schützen und einfacher von Steinen oder herausstehenden Wurzeln abgleiten sollen. Die riesige Standfläche macht sich in ruppigem Terrain bezahlt. Auch wenn die Pins nicht den maximalen Grip bieten, steht man äußerst sicher auf dem Pedal und kann die Fußposition fein anpassen.
Nach einigen Bodenkontakten, die weniger durch die flache Bauhöhe zustande kamen, sondern durch die lange Plattform, die man im Downhill etwas anstellt, um Grip zu generieren, sind die Pedale auch optisch noch gut in Schuss. Auffrischen kann man sie mit neuen Bashguards, die für knapp 15 Euro in verschiedenen Farben verfügbar sind. Um sie zu tauschen, schraubt man die zwei Sicherungspins heraus und kann die Kunststoffschoner dann leicht entnehmen.
Crankbrothers bietet das Stamp Evo in zwei Größen (Small und Large) und Farbvarianten (schwarz und silber) an. In Sachen Preis liegt das Paar für 200 Euro definitiv in der Premiumklasse. Ob Pedale für diesen Preis generell sinnvoll sind, bleibt fraglich, da der Verschleiß erfahrungsgemäß immer sehr hoch ist. Mit den Stamp Evo ist Crankbrothers allerdings ein echt guter Wurf für diejenigen gelungen, die die gigantische Standfläche nutzen können.
Test: 4 Monate 📋
gigantische Standfläche bietet Support
Austauschbare Bashguards schützen vor Kratzern
teuer
Pins könnten gripstärker sein
Reverse SeatSwitch V2
Preis 170 Euro (UVP)

Benötigt man für Uphills eine andere Sattelposition als beim Pedalieren auf ebenen Waldwegen? Der Seatswitch wird anstelle einer normalen Klemmung in kompatiblen Sattelstützen montiert. Ein einfacher Umbau, auch für Gelegenheits-Schrauber. Durch einen Hebel, welcher unter der Sattelnase hervorschaut, betätigt man den Winkelversteller. Dadurch lässt sich je nach Ausgangsstellung der Sattel um 6 Grad nach vorne beziehungsweise nach hinten neigen.
Es gibt zwei Positionen. Eine lässt sich perfekt für steile Anstiege und Kletterpassagen einstellen, die andere für flacheres Gelände auf dem Weg zum Trail. Zeit für den Praxiseinsatz: In steilen Anstiegenist das Problem vom Sattel zu rutschen fast vollständig eliminiert. Durch die aufrechtere Haltung mit angestelltem Sattel bringt man wesentlich mehr Gewicht auf das Hinterrad und gewinnt dadurch an Traktion.
Kletter-Challenges werden durch das kleine Hilfsmittel deutlich erleichtert. Warum man aber nicht ständig mit dieser Sattelneigung fährt, spürt man, sobald das Vorderrad in die Ebene zeigt. Jetzt kann man sich von einer gesunden Haltung im Sattel verabschieden. Glücklicherweise hat der Seatswitch zwei Stellungen.
Test: 8 Monate 📋
angenehmere und effiziente Pedalierposition im Uphill
Hebel leicht zugänglich
über Shims an viele Stützen anpassbar
Nutzen an Bio-Bikes eher gering
Sram Motive Ultimate
Preis 600 Euro (Paar, UVP)

Mit der massiveren HS2-Scheibe ist die Motive standfester, für den XC-Einsatz genügt die leichtere Centerline CLX. Die Griffweite am Ultimate-Modell ist werkzeuglos wählbar.
Mit der Motive markiert Sram das Ende seiner DOT-Bremsen – und verdrängt dabei kurzerhand die legendären Modelle Level und Code aus dem Programm. Die Motive ist für Bikes bis 140 mm Federweg positioniert, darüber übernimmt die brachiale Maven, während an vielen E-MTBs die DB-Serie zum Einsatz kommt.
Wie alle neuen Sram-Bremsen nutzt auch die Motive Mineralöl. Technisch ist sie eng mit früheren Modellen verwandt: Die schlanke Stealth-Gebereinheit erinnert stark an die Level, die Vierkolbenzange stammt weitgehend von der Code. Entsprechend fällt das Gewicht selbst in der Ultimate-Version mit Carbonhebel bei rund 550g pro Paar recht hoch aus. Auf dem Trail überzeugt die Motive jedoch vollends: Sie ist spürbar kräftiger als die vierkolbige Level, bietet hohe Reserven und bleibt dabei gut dosierbar. Die werkzeuglose Griffweitenverstellung der Ultimate-Version ist praktisch, eine Druckpunktverstellung fehlt.
Montage und Entlüftung sind unkompliziert, DOT-Umsteiger benötigen allerdings ein neues Entlüftungsset. Bei Belägen und Scheiben zeigt sich die Motive erfreulich kompatibel: Alle Code-Beläge ab 2011 passen, die organische Trail-Mischung überzeugt mit starker Bissigkeit, verschleißt jedoch etwas schneller. Im Dauertest zeigte die Bremse keinerlei Druckpunktwanderung – kam ohne Entlüften aus.
Tipp: Trailbiker greifen zur HS2-Scheibe mit mehr Materialstärke, Grammfuchser und XC-Piloten zur Centerline CLX.
Test: 11 Monate 📋
kraftvolles Bremsverhalten, knackiger Druckpunkt
tolle Ergonomie, cleane Optik am Lenker
diverse Belags- undScheibenoptionen
eher schwer
Syntace NumberNine2
Preis 269 Euro (UVP)

Pedale sind Verschleißteile? Das bildhübsche NumberNine2 Titan von Jo Klieber macht die Ausnahme. Denn seit über zwei Jahren bewährt sich ein Satz der edlen Flatpedals in unzähligen Biketests, zeigt nach zig Einsätzen weder Lagerspiel noch Pinverlust, und auch Redakteur Christian Zimek findet nach sechs Monaten Dauereinsatz nur Lob. "Das NumberNine ist dank Titanachse mit 297 Gramm in Größe L superleicht, dabei von harter Dauerbelastung unbeeindruckt. Das stärkste Pedal, das mir je unter die Sohlen gekommen ist."
Optional erhältliche Edelstahlpins verleihen dem in Schwarz und drei Eloxalfarben erhältlichen Pedal noch mehr Biss, sind haltbarer, dünner und länger als die mitgelieferten Alu-Pins. Da das hochbauende Lagergehäuse im Bereich des Kurbelarms dem Pedal etwas Standfläche nimmt, ist eine Nummer größer empfehlenswert. Der Preis ist hoch, aber angesichts der gebotenen Qualität gerechtfertigt.
Test: 24 Monate 📋
extrem langlebige Lagerung und Gesamtkonstruktion
sehr geringes Gewicht
zwei Sorten Pins (Alu/Edelstahl) und für drei Schuhgrößen erhältlich
hergestellt in Deutschland
➡️ Bekleidung im Test
Scott Trail Vertic Pro Langarmshirt und Shorts
80 und 140 Euro (UVP)

Die Trail-Vertic-Reihe gibt es bei den Schweizern für Männer und Frauen – wir haben die Damen-Versionen von Shorts und Longsleeve getestet. Das elastische Material der Shorts ist sehr angenehm, nichts zwickt oder drückt, auch wenn der Tag lang wird. Praktisch ist die herausnehmbare Polsterhose. Der Bund schließt per Reißverschluss, über einen Alu-Haken lässt sich die Weite anpassen. Zwei seitliche Reißverschlusstaschen nehmen Schlüssel & Co. sicher auf. Was uns fehlt, ist eine separate Handytasche, damit das Smartphone beim Treten nicht stört. Zudem fällt die Innenhose eher kurz aus, mit Knieschonern kann das je
nach Modell ungünstig sein. Das Longsleeve ist für abfahrtsreiche Tage im Bikepark oder beim Shutteln gemacht. Der Schnitt ist weit gehalten, ein Protektor passt folglich problemlos darunter. Das robuste Material an Schultern und der Armoberseite ist wie gemacht gegen Kratzer und Schürfwunden, bei der einen oder anderen Bodenprobe. Das Mesh an den übrigen Partien sorgt für angenehme Belüftung auch an heißeren Tagen.
Test: 3 Monate 📋
beide Teile sehr bequem
Bundweite verstellbar
herausnehmbare Innenhose
robustes Trikot mit protektorenfreundlichem Schnitt
keine dezidierte Handytasche
POC Cularis
Preis 230 Euro (UVP)

POC stellt seit jeher Sicherheit und cleanes Design in den Mittelpunkt – der neue Cularis passt perfekt ins Bild. Als bislang leichtester Trail-Helm (360 g) der Schweden richtet er sich an schnelle Downcountry- und XC-Runden, will aber auch auf ruppigen Trails nicht fehl am Platz sein. Und tatsächlich: Trotz satter Passform blieb der Cularis im Test frei von Druckstellen und Scheuern. Im Gegenteil – er "verschwindet" förmlich auf dem Kopf. POC hat den Luftstrom am Computer optimiert: In der Praxis bleibt der Kopf selbst auf langen, schweißtreibenden Anstiegen angenehm kühl, ohne dass es unangenehm zugig wird.
Dazu kommen stimmige Details: Der Fidlock-Verschluss lässt sich einhändig bedienen, das 360-Grad-Verstellsystem sitzt sicher, und die Brillengarage in den Frontöffnungen nimmt die Sonnenbrille klapperfrei auf. Beim Thema Sicherheit überzeugt vor allem die Abdeckung: Der Cularis schützt großflächig, zieht sich spürbar weit in den Nacken und reicht bis in den Schläfenbereich – genau dort, wo man im Gelände ungern auf Schutz verzichtet. Im Inneren liefert Mips zusätzlichen Rotationsschutz, während Faserverstärkungen die Schale stabilisieren. Der Schirm wirkt zunächst fix, ist aber dreistufig verstellbar; die Verstellung braucht etwas Kraft, hält dafür bombenfest und soll im Crash definiert auslösen.
Teuer? Ja. Dafür bekommt man einen sehr durchdachten Do-it-all-Helm, der Komfort, Belüftung und Sicherheit überzeugend verbindet
Test: 12 Monate 📋
top Tragekomfort & Belüftung
großflächige Schutzabdeckung
Brille hält nur in oberster Position des Visiers optimal in der Garage
Visierverstellung ist schwergängig
Canyon Tempr CFR Off-Road
Preis 299 Euro (UVP)

Der Koblenzer Direktvertriebler ist nun auch im Equipment-Bereich mit eigenen Helmen, Schuhen und weiteren durchdachten Produkten am Start. Mit dem Tempr Offroad gelingt Canyon dabei ein gelungenes Debüt: Die fast sockenartige Wickelkonstruktion im oberen Innenschuh sorgt – auch in Kombination mit derSolestar-Einlegesohle – für einen sehr angenehmen Sitz.
Die Li2-Boa-Drehverschlüsse ermöglichen eine präzise, fein dosierbare Anpassung und schließen den Schuh sicher und gleichmäßig am Fuß. Zusätzlich überzeugt die Kraftübertragung: Die steife Außensohle bringt Pedalimpulse direkt und effizient aufs Pedal. Mit 619g im Paar (Größe 42,5) fallen die Tempr zudem leicht aus. Drei Farben und Größen von 36 bis 48 gibt es.
Test: 15 Monate 📋
wertige Verarbeitung, gripstarke Vibramsohle
speziell am Mittelfuß und oberen Fußbereich sehr komfortabler Sitz
eher für schmalere Füße geschnitten
Troy Lee Designs Women’s Lilium Pant
Preis 130 Euro (UVP)

Über seitliche Klettverschlüsse kann man die Bundweite einfach verstellen.
Viel zu lange haben Mountainbike-Marken spezifische Bekleidung für Frauen vernachlässigt. Zum Glück hat sich das geändert – die Lilium Pant ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Sie ist für lange All-Mountain- oder Endurotage konzipiert. Der Schnitt passt sich der weiblichen Anatomie perfekt an, auch bei breiterer Hüfte. Das Material ist robust, aber angenehm zu tragen, und an den Schenkelinnenseiten befinden sich gelaserte Luftöffnungen.
Selbst nach einem Crash im Testzeitraum blieb die Hose unversehrt, was für das Material spricht. Besonders gefällt der hinten höher geschnittene Bund, der auch in nach vorne geneigter Fahrposition super sitzt und seitlich per Klett verstellbar ist. Drei Taschen bieten Platz für Liftticket, Schlüssel und Co. Sehr praktisch: die hinten seitlich angebrachte Tasche für das Handy – ein Feature, das jede gute Mountainbike-Hose haben sollte. So wird die Bewegungsfreiheitbeim Fahren nicht eingeschränkt. Auch nach vielen Wäschen noch top in Schuss.
Test: 10 Monate 📋
super Passform
robustes und trotzdem bequemes Material
viele praktische Taschen
fällt größengerecht aus
hinten höher geschnitten
Vaude Minaki II
Preis: 120 Euro (UVP)

Die Allgäuer von Vaude gelten als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit: Ihr Polyestergarn basiert auf recycelten Plastikflaschen. Die Minaki II ist eine Fleecejacke mit winddichtem Torso-Bereich. Auf Trail und Tour wärmt sie bei niedrigen Wintertemperaturen, trägt sich aber auch bei frühlingshaften Bedingungen angenehm, ohne dass man ins Schwitzen gerät. Geschnitten ist sie eher eng, der Stoff liegt angenehm wärmend auf der Haut. Die Reißverschlüsse lassen sich dank kleiner Seil Anhänger auch mit kalten Fingern oder Handschuhen problemlos bedienen. Bei Regen oder schlammigen Trail-Bedingungen empfiehlt sich die nicht wasserdichte Vaude vor allem als wärmende Schicht unter einer Regenjacke.
Test: 4 Monate 📋
winddichter Torso-Bereich
auch bei erhöhten Temperaturen nicht schwitzig
angenehmer, weicher Stoff
eher eng anliegender Schnitt ist Geschmackssache
Fox Union All Weather
Preis 300 Euro (UVP)

Perfekt für die nasse Jahreszeit stellte Fox neue Schuhe für den Einsatz in Matsch und Schnee vor. Verfügbar sind die Union All Weather als Klick- und FlatpedalSchuhe. Wir wählten die Flat-Version, um auf rutschigen Trails jederzeit einen Fuß vom Pedal nehmen zu können. Im Einsatz waren die Schuhe sowohl auf Alpentrails im Schneematsch als auch auf den von Pfützen gespickten Hometrails. Dabei zeigten sich die Schuhe äußerst wasserdicht, sogar das Absprühen mit einem Hochdruckreiniger führte nicht zu nassen Socken. Für die kalte Jahreszeit angenehm wärmend, wünscht man sich für den Sommer mehr Wärmeableitung.
Auf verschiedenen Pedalen bot die Sohle massig Grip. Ein Problem äußerte sich beim Ausziehen der Schuhe, das nur mit einiger Kraft möglich war: Die Naht an der Ferse riss leicht auf. Am Fuß sitzt der Union durch den BOA-Verschluss angenehm locker und bietet viel Zehenfreiheit. Die harte, gummierte Außenhaut schützte bei einigen Stößen an Wurzeln und hervorstehenden Steinen.
Test: 4 Monate 📋
sehr wasserdicht
angenehme Passform
im Winter wärmend ...
...weniger gut bei Wärme
durch festen Sitz des Schafts riss eine Naht beim Ausziehen
➡️ Equipment im Test
Vaude Trailcontrol 25+
Preis 190 Euro (UVP)

Die Rückenlängenverstellung wird mittels Clip ent- und verriegelt und bietet einen Verstellbereich von etwa zehn Zentimetern.
Das Unternehmen aus Tettnang am Bodensee vereint am Trailcontrol Komfort und Trail-Tauglichkeit auf höchstem Niveau. Mangelt es körpernah sitzenden Enduro-Rucksäcken oft an luftiger Rückenfreiheit, kann der in zwei Größen (25+/20+) erhältliche Heckträger beides. Denn die Rückenauflage mit Metallrahmen verfügt über eine Spannvorrichtung, die sich über je zwei Zugbänder vom Rücken "wegwölbt" oder anschmiegt. Was Hersteller wie Ion zuvor versuchten, ist hier gelungen – und das mit wörtlicher Leichtigkeit.
Mit Hauptfach, Bodenfach und Aufsatzfach für Kleinteile überaus geräumig und sinnvoll aufgeteilt, wiegt der 25-Liter-Rucksack ohne die inklusive Regenhülle nur 1234g. Gefertigt aus 50 Prozent Recycling-Materialien, vegan und mit PFC-freier Imprägnierung zieht er zudem in Sachen Nachhaltigkeit alle Register. Nach zehn Monaten Dauereinsatz ist kein Verschleiß erkennbar.
Kritikpunkt: die Auffindbarkeit von Kleinteilen im schwarzen Inneren des Aufsatzfachs ist erschwert, da hier Gegenstände kaum erkennbar sind.
Test: 10 Monate 📋
Rückenauflage wahlweise eng anliegend oder belüftet
robuste Materialien
Rückenlänge verstellbar
nachhaltig gefertigt
teils schwarzes Innenfutter
Osprey Raptor 14
Preis 175 Euro (UVP)

Kann in der Kategorie "Fahrradrucksack" das Rad neu erfunden werden? Nein, und das ist auch gut so, wie der Raptor beweist. Wollte man das 817g leichte Packeselchen charakterisieren, wäre "unaufgeregt" die treffendste Bezeichnung. Ein Aufsatzfach mit Kleinteilfächern, Deckelfach, ein Bodenfach mit herausnehmbarer Werkzeugrolle und das große Hauptfach mit zwei Einschubfächern organisieren das gesamte Tourenzubehör übersichtlich und sind dank leicht laufender Reißverschlüsse schnell erreichbar. Hinzu kommt das Trinkblasenfach mit überlegen praktischer Schlauchführung am rechten Schultergurt unter einem Zipper.
Dennoch macht er mehr Spaß als so mancher Konkurrent. Trotz Verzicht auf einen Spannnetzrücken trägt er sich schwitzfrei, die stark konturierten Schultergurte liegen perfekt an, und dank seiner Flexibilität folgt er allen Bewegungen beim intensiven Trailride. Darüber hinaus ist er vollgepackt mit Details wie einem cleveren Helmhalter, protektorentauglichen Seitenfächern und einer magnetischen Brustgurtschließe. Einzig die Hüftgurte sind zu weich und wenig formstabil. Das meiste Gewicht lastet daher auf den Schultern, nicht auf der Hüfte.
Test: 10 Monate 📋
geringes Gewicht
praktische Fachaufteilung mit Werkzeugrolle
schwitzfreies Tragegefühl
ergonomisch geformte Schultergurte
Hüftgurte wenig stabil
SQ Lab 60X Ergowave active 2.2
Preis 160 Euro (UVP)

Der beliebte Sattel für Gravity- und E-MTB-Einsatz erhielt im vergangenen Jahr ein umfangreiches Update. Auffälligste Neuerung ist die deutlich verkürzte und zugleich breitere Sattelnase, die spürbar mehr Bewegungsfreiheit bietet und gleichzeitig den Druck besser verteilt – ein klarer Vorteil auf sehr steilen Uphills, bei denen man weit nach vorne rutscht. Zusätzlichen Halt bergauf liefert die griffige Struktur am Sattelende: In Kombination mit der bewährten Stufenkonstruktion wandert das Gesäß beim Klettern merklich weniger nach hinten. Typisch SQ Lab ist zudem die mittige Vertiefung, die den Dammbereich entlastet. Insgesamt überzeugt der Sattel mit hohem Langstreckenkomfort. Dank der gut geschützten Seiten zeigt sich der 60X auch nach langer Testzeit optisch unbeeindruckt. Erhältlich in vier Größen.
Test: 11 Monate 📋
sehr bequem
Sitzknochenbreite kostenlos bestimmbar
mehr Bewegungsfreiheit und bessere Druckverteilung
robust
nicht ganz günstig
Smith Pursuit
Preis: 305 Euro (UVP)

Ein zuverlässiger Augenschutz ist ganzjährig von höchster Bedeutung, der Trend zu lässigen Riesenbrillen ignoriert dies aber oftmals. Nicht so die Pursuit. Denn statt wie viele Hersteller bloße Größe mit bestem Schutz gleichzusetzen und mit seitlich weit vom Auge abstehenden Scheiben den UV- und Windschutz zu vernachlässigen, macht die Smith hier regelrecht dicht. Kein Wunder, ist sie doch eigentlich als Gletscherbrille für Schneewanderungen konzipiert und besitzt wie eine Schutzbrille aus dem Physikunterricht seitlich ausklappbare Schutzschilde, die das Auge vor einfallendem Sonnenlicht, Zugluft und Schmutz bewahren. Auch sonst bietet sie mit ihren riesigen Scheiben fast Goggle-ähnlichen Schutz.
Ausgeliefert wird sie im Softcase mit einer selbsttönenden und einer klaren Scheibe, die dank des simplen Wechselmechanismus flott ausgetauscht sind und ohne nennenswerte Verzerrungen oder störende Elemente wie Logos oder einen ins Sichtfeld ragenden Rahmen ihren Job erledigen. Für "so viel Brille" ist sie mit 43g vergleichsweise leicht. Durch ihre weite Passform kann sie jedoch rutschig sitzen, dafür liegt dem stylischen Augenschutz ein Kopfband bei, das die Brille sicher und ohne Druckstellen fixiert. Es gibt günstigere Brillen, angesichts vielfältiger Einsatzmöglichkeiten und der Qualität des Gebotenen erscheint der Preis aber gerechtfertigt.
Test: 6 Monate 📋
perfekter Rundumschutz
vielseitige Einsatzmöglichkeiten
zwei Scheiben im Lieferumfang enthalten
sicherer Sitz dank Kopfband
recht teuer
➡️ Elektronik im Test
Polar Loop
Preis 180 Euro

Fitness-Wearables eignen sich ideal für alle, die ihren Leistungs- und Gesundheitsstatus tracken möchten, ohne von zu vielen Funktionen abgelenkt zu werden. Der Loop kommt ohne Display aus und wird deshalb komplett über die App gesteuert, was sehr gut funktioniert. Die automatische Trainingserkennung samt Herzfrequenz- und Leistungsanalyse arbeitet zuverlässig, die Streckenaufzeichnung erfolgt solide über das Handy-GPS.
Besonders umfangreich sind die Daten zur Schlafanalyse und zum Erholungsstatus, zudem misst der Loop die Herzfrequenz sehr präzise und weicht nur minimal von drei getesteten Brustgurten ab. Im Unterschied zum Konkurrenten Whoop ist kein teures Jahresabo erforderlich; einziges Manko ist die сравнweise kurze Akkulaufzeit von etwa einer Woche bei dauerhaftem Aktivitäts- und Schlaf-Tracking. Dafür ist das Gerät mit Armband (Größe L) mit nur 30 Gramm sehr leicht und kann auch nachts bequem getragen werden, ohne zu stören.
Test: 6 Monate 📋
sehr stabile Konnektivität
schlanke Konstruktion erlaubt dauerhaftes Tragen
umfangreiche Datenanalyse per kostenfreier App
Erholungs- & Schlaf-Tracking
Akkulaufzeit
Fidlock Pinclip Battery Light
Preis 80 Euro
Seit der letzten Eurobike ist das Fidlock Pinclip Battery Light bei uns im Einsatz – und selten hat ein Lichtkonzept so schnell überzeugt. Der Grund ist nicht die maximale Lichtausbeute, sondern die Idee dahinter: Licht, das man in Sekunden demontiert und genauso schnell wieder montiert. Ohne Gefummel, ohne Ausrichten, ohne Werkzeug. Für den Alltag ist das genial, denn die Halter bleiben dauerhaft am Rad, während das Licht selbst einfach mitgenommen wird. Der Fronthalter wird übereinen Strap und eine Handschraube fixiert, der Rücklichthalter per kleiner Kunststoff-Torxschraube. Geladen wird zeitgemäß per USB-C, die Akkulaufzeit der Rückleuchte fällt sehr lang aus. Die des Frontlichts ist mit 3 bis 4 Stunden sehr gut. Für den Einsatz im Straßenverkehr ist die Ausleuchtung top, auf dunklen Wegen muss man jedoch langsamer fahren, da der Lichtkegel nicht breit ist. Damit positioniert sich das StVZO-zugelassene Set klar als Urban- und Alltagslicht, nicht als Lösung für flotte Nightrides. Das Pinclip Battery Light soll ab April im Einzelhandel verfügbar sein. Cool für E-Bikes: Der Pinclip-Mechanismus kann auch Strom übertragen und versorgt so Lichter von Marken wie Sigma, Litemove und Co. direkt aus dem E-Bike-Akku.
Test: 7 Monate 📋
blitzschnell montiert & demontiert
gute Akkulaufzeit
StVZO-zugelassen
Spannend für E-Bikes: Pinclip kann auch Strom übertragen
noch nicht verfügbar
➡️ Zubehör im Test
Thule Epos 2
Preis 1200 Euro (UVP)

Hält was aus: Dank seiner Teleskoparme schluckt der Thule auch lange, ausgefallene Rahmendesigns ohne Probleme.
Im mittlerweile zwei Jahre und 15000 Kilometer währenden Dauertest hat uns der sehr teure Thule auf ganzer Linie überzeugt. Herausragendes Highlight des Epos 2 ist zweifellos sein ausgeklügeltes Befestigungssystem: Statt eines starren, einzelnen Bügels steht für jedes Rad ein eigener Teleskop-Arm zur Verfügung. Das macht das Beladen kinderleicht, da sich die Arme flexibel an jede noch so ungewöhnliche Rahmenform anpassen. Die Verarbeitung ist, wie von den Schweden gewohnt, erstklassig und des happigen Preises würdig. Besonders für moderne, lange E-Mountainbikes ist der Träger dank des sehr langen Radstands und 25 cm Schienenabstand perfekt.
Und: Selbst in simulierten extremen Fahrsituationen zusammen mit den Kolleg*innen des Magazins auto motor und sport saß der Träger bombenfest. Ärgerlich ist der schmale Lieferumfang. Transporttasche, Zusatzschloss und Co. kosten extra.
Dennoch: Der Epos ist der beste Träger, den wir je getestet haben und für Vielfahrer eine klare Kaufempfehlung.
Test: 2 Jahre 📋
einfach zu beladen
absolut fahrstabil, auch in Extremsituationen
top Kompatibilität mit verschiedenen Rahmendesigns
extrem teuer
dürftiger Lieferumfang
Bikestow Original Two
Preis: 229 Euro (UVP)

Egal ob in der (Heck-)Garage, im Van oder in der Werkstatt: Als frei stehender Radständer ist der Bikestow Original universell einsetzbar. Um bis zu vier Fahrräder abzustellen, setzen die Engländer auf eine ebenso simple wie effektive Technik. Das Rad liegt an drei Punkten auf und wird über ein V-förmiges, in der Breite variables "Fallbeil" fixiert, das unterschiedliche Reifen- und Radtypen sicher aufnimmt. Gefertigt ist der Ständer aus behandelten Siebdruckplatten, die einen wertigen Eindruck machen und in verschiedenen Farben erhältlich sind. Der Familienbetrieb fertigt per Hand im englischen Stourbridge. Für den Transport oder die platzsparende Lagerung lässt sich der Bikestand zusammenklappen, ein Magnetmechanismus hält ihn dabei zuverlässig in Form.
Ein kleiner Kritikpunkt: Mit lediglich zwei Langlöchern bietet der mindestens 229 Euro teure Original nur begrenzte Möglichkeiten zum Verzurren. Die zwei Spanngurte hätten unser Testexemplar – beladen mit zwei (E-)Bikes – in Kurvenfahrten durchaus noch etwas bessersichern dürfen. Davon abgesehen ist der Bikestow eine hochwertige und vor allem praktische Lösung, um mehrere Fahrräder im montierten Zustand zu transportieren oder abzustellen.
Test: 14 Monate 📋
sichere, wertige und simple Verstaumöglichkeit für Bikes jeder Gattung
klappbar, einfaches Handling
wenige Verzurrmöglichkeiten
für den Einsatz im Fahrzeug hoher Preis
Knog Plus Bike Light Twinpack
Preis 39 Euro (UVP)

Klein, leicht, unscheinbar – und genau deshalb im Alltag so praktisch: Das Plus Bike Light Twinpack zeigt im Test, wie viel Sicherheit in 17g passen kann. Die Montage am Sattelrohr oder Lenker ist schnell erledigt, dank Magnetverschluss lässt sich die Lampe ebenso leicht abziehen und wieder einsetzen. Selbst bei Matsch, Dreck und schlechtem Wetter hat der Magnet zuverlässig gehalten – nichts hat gewackelt, nichts ging verloren. Die Lichtleistung ist genau das, was man von einem kompakten Set erwartet: ideal, um gesehen zu werden.
Aber Achtung: Es ist kein Flutlicht für dunkle Waldwege, sondern eher was für den Heimweg durch die gut beleuchtete City. Tipp: perfekt als Ergänzung zur Helmlampe. Besonders überzeugt haben die solide Laufzeit für die Größe und das einfache Aufladen über den integrierten USB-Anschluss. Die Ladeanzeige ist klar erkennbar, das Gewicht kaum spürbar, und die Möglichkeit, die Lampen auch an Rucksack, Helm oder Kleidung zu befestigen, macht sie extrem flexibel. Bislang keinerlei Defekte oder Ausfälle – genau das erwartet man von einem Lichtset.
Test: 1,5 Monate 📋
gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr
extrem leicht & kompakt
wasserdicht (IP66)
keine echte Ausleuchtung für dunkle Trails oder Waldwege





