Fast 15.000 Euro für ein 32-Zoll-MTB: Lohnt sich dieser High-Tech-Wahnsinn?

Bike Ahead The Frame 32 im Test!
Das kann das 32-Zoll-Mountainbike auf dem Trail!

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.11.2026
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Premiere im Test: Erstmals rollt ein 32-Zoll-Mountainbike durch unser standardisiertes Testverfahren – und das Bike Ahead The Frame 32 sorgt dabei direkt für Aufsehen. Das Carbon-Hardtail aus Veitshöchheim zählt zu den ersten Serienrädern mit 32-Zoll-Laufrädern und soll mit mehr Überrollverhalten, Sicherheit und Tempo überzeugen. Basis ist das bekannte 29er-Chassis, dessen Heck Bike Ahead mit handlaminierten Ausfallenden für das große Hinterrad verlängert hat.

15.000 Euro – und natürlich Luxus pur!

Luxus pur: das Teile-Ensemble des Testbikes. Neben den mit nur 4080 g leichten Biturbo-X32-Carbonrädern kommt Srams leichte XX-SL-Topgruppe zum Einsatz. Gepimpt ist das XX-SL-Schaltwerk mit Keramiklager-Schaltrollen und Carbon- Führungsblechen von Hopp. Sinn des 400-Euro-Tunings? Laut Hopp soll das Schaltwerk dank steiferer Carbonbleche noch schneller und präziser arbeiten. Wolf Tooth steuert eine 125-mm-Variostütze und Titan-Flaschenhalter bei. Den markanten Look des 32ers prägen Cannondales Einarmgabel Lefty Ocho Carbon und die Sechs-Speichen-Räder. Das extra schlanke 32er-Testbike bringt gerade einmal 9,54 kg auf die Waage! Krass ist allerdings auch der Preis: 14 720 Euro.

Erstkontakt: Wie gut rollt ein 32-Zoll-Mountainbike?

Wie aber fährt sich das 32er-Carbon-XC-HT? Verblüffend ist, wie rasch man unterwegs ist. Dazu tragen das geringe Bikegewicht, die drehfreudigen, steifen Laufräder und die top ausbalancierte, sportive Sitzposition bei. Zwar fällt der 443-mm-Reach in Größe L moderat aus, doch der flache 72,5-Grad-Sitzwinkel zieht die Sitzposition angenehm in die Länge. So lastet im Steilen viel Druck auf der Front und das Vorderrad bäumt sich nie auf. Technische Uphills? Die erklettert man dank des flacheren Anstellwinkels der 32-Zoll-Räder souveräner. Zwar braucht es zunächst mehr Kraft, den"Monstertruck" auf Tempo zu bringen, dann aber läuft er leichter über Geländestufen bergauf. Schaltmanöver gelingen flott per Zirbel-Drehschalter.

Das The Frame 32 im Downhill

Auch im Downhill kultiviert das 32er-Hardtail intensive Fahrfreuden, die Riesenräder steigern dabei die Unerschrockenheit! So fährt man nach dem Motto "Die großen Laufräder werden es richten" und erobert speziell technische Downhills häufig souveräner als mit einem 29er. Denn: Die Riesenräder tauchen weniger tief in Geländestufen ein und"walzen" direkt über Hindernisse hinweg. Entsprechend bleibt man am Gas, zumal sich der Fahrerschwerpunkt per leichtgängiger Wolf-Tooth-Variostütze flugs absenken und das Abfahrtskönnen des The Frame 32 so noch steigern lässt. Die Geometrie verbindet Kletterstärke mit Laufruhe. Trotz 32-Zoll-Laufrädern fällt der Radstand mit 1200 Millimetern kaum länger aus als bei vergleichbaren 29ern. Zusammen mit der straffen, zugleich sensiblen Lefty-Ocho-Gabel halten die Riesenräder das Tempo auch in ruppigen Abfahrten hoch. Aha-Effekt in engen Steil- kurven bergab: Dank zentraler Fahrposition über dem Bike treibt man es trotz des langen 460-mm-Hecks erstaunlich fix durch die Kehren! Als etwa 1,75 m großer Fahrer touchiert man beim L-Rahmen mitunter das hohe Oberrohr.Das The Frame 32 richtet sich klar an ambitionierte XC- und Marathonfahrer, die das Maximum an Performance suchen und offen für neue Technik sind. Wer häufig in technischem Gelände unterwegs ist und bereit ist, den hohen Preis zu zahlen, erhält ein faszinierendes Hardtail.

Bewertung nach Punkten

Gewicht: ⬛⬛⬛⬛⬛

Ausstattung: ⬛⬛⬛⬛⬛

Rahmen/Fahrwerk: ⬛⬛⬛⬛⬛

Preis/Leistung: ⬛⬛

Kurz & knapp: Unser Testurteil zum The Frame 32

 überragendes Überrollverhalten

 hohe Fahrsicherheit

 sehr leicht

 erstaunlich agiles Handling

 top Lefty-Ocho-Gabel

 hoher Kraftaufwand beim Antritt aus langsamen Passagen

 Oberrohr für kleinere Fahrer etwas hoch

 extrem hoher Preis

Weitere Hardtails im Test

Das Foto zeigt zwei Mountainbiker auf Hardtail-Bikes bei der Abfahrt über einen schmalen, laubbedeckten Singletrail im Wald. Die Räder besitzen Federgabeln, große 29‑Zoll-Reifen und Scheibenbremsen; die Fahrer tragen Helme, Handschuhe und teils Knieprotektoren. Das Datum 10.08.2026 lässt sich aus dem Dateinamen ableiten.
Agron Beqiri

Kein Dämpfer, wenig Technik, direkter Vortrieb – genau diese Reduktion macht bis heute den Reiz des Hardtails aus. Wir haben fünf Hardtails im Praxistest über die Trails gescheucht und ordnen transparent ein, welches Bike für wen das beste aus allen Welten liefert.

Bike Ahead The Frame 32: Fakten und Ausstattung

Preis: 14720 Euro

Gewicht 9,8 kg / max. Systemgewicht 115 kg

Laufräder: 4080 g / Rahmenmaterial: Carbon / Größen: M, L, XL / Federweg: 90 mm

  • Federgabel: Cannondale Lefty Ocho Carbon
  • Federbein –
  • Schaltung & Antrieb: 1 x 12 Gänge, 30 : 10–52 Zähne, Sram-AXS-XX-SL-T-Type-Schaltwerk, -XX-SL-Kassette, Zirbel-Twister-AXS-Dreh-schalter, Sram-XX-SL-Kurbel m. Wolf-Tooth-Kettenblatt
  • Bremsen: Intend Trinity TR (180/160 mm)
  • Laufräder: Bike Ahead Biturbo X32 Safewing
  • Reifen: Maxxis Aspen Maxx Speed Exo Protection, 32 x 2,4"
  • Sattelstütze: Wolf Tooth Resolve Dropper Post Rev 2 (125 mm)
  • Cockpit: Bike Ahead The Cockpit

Fazit