Orbea stellt die dritte Generation des Rise als leichtes E-Mountainbike mit zwei unterschiedlichen Ausrichtungen vor. Beide Versionen nutzen einen Rahmen aus hochmoduligem OMR-Carbon. Die Steifigkeit ist laut Hersteller in Abhängigkeit zur Rahmengröße abgestimmt. Orbea nennt ein Systemgewicht ab 17 kg für das Rise SL und ab 18 kg für das Rise LT.
Das Rise SL ist auf schnelles Trailfahren ausgelegt und bietet 140 mm Federweg vorn und hinten. Das Rise LT richtet sich an Biker mit einem aggressiveren Fahrstil: Es hat 160 mm Federweg an der Front und 150 mm am Heck. Über einen FlipChip lässt sich die Geometrie anpassen; außerdem ist ein Mullet-Setup mit unterschiedlich großen Laufrädern möglich.
Kurz & knapp: das neue Orbea Rise
- Dritte Generation des Orbea Rise mit OMR-Carbonrahmen
- Rise SL: 140 mm Federweg vorn und hinten / Preis ab 5699 Euro
- Rise LT: 160 mm Federweg vorn, 150 mm hinten; FlipChip und Mullet-Setup möglich / Preis ab 5999 Euro
- Shimano EP810 mit RS-Firmware; maximal 100 Nm Drehmoment und 600 W Spitzenleistung laut Orbea
- Akkuoptionen: 420 Wh oder 630 Wh; Range Extender mit 210 Wh verfügbar
- MC10-RS Smart Dropper: 548 g Gewicht, 240 mm Hub, ToF-Sensor
- MyO-Konfiguration für Farben, ausgewählte Komponenten und Ergonomieoptionen laut Orbea ohne Aufpreis

In beiden Bikes steckt Shimanos neuer EP810-Motor. Mittels Rider-Synergy-Modus sollen Vortrieb und Energiesparen intelligent gesteuert werden.
Shimano EP810 und RS-Firmware
Als Antrieb kommt der brandneue Shimano EP810 zum Einsatz. Die 2,3 kg schwere Antriebseinheit wird mit Orbeas RS-Firmware kombiniert. Sie passt die Leistungsabgabe an den Krafteinsatz des Fahrers an: Bei höherem Krafteinsatz stellt das System mehr Unterstützung bereit, bei geringerem Bedarf soll es Energie sparen.
Über die RS-HMI-Steuereinheit wählt man zwischen zwei Unterstützungsmodi. Der RS-Modus ist auf effizienten Energieverbrauch ausgelegt, der RS+-Modus auf maximale verfügbare Unterstützung in technischen Passagen. Orbea gibt für das Rise ein maximales Drehmoment von 100 Nm und eine Spitzenleistung von 600 W an.

Das Orbea Rise LT soll es mit 630-Wh-Akku und Range Extender auf über 3000 Höhenmeter Kletterleistung bringen.
Akkuoptionen und Reichweite des Orbea Rise
Für das Rise stehen Hauptakkus mit 420 oder 630 Wh zur Wahl. Der 420-Wh-Akku wiegt 1,9 kg, die 630-Wh-Variante 2,9 kg. Zusätzlich lässt sich ein 210 Wh großer Range Extender mit einem Gewicht von 1 kg im Flaschenhalter mitführen.
Orbea nennt folgende geschätzte Reichweiten, angegeben in Höhenmetern:
- 420 Wh: 1500 bis 1800 Hm
- 420 Wh plus Range Extender: 2200 bis 2400 Hm
- 630 Wh: 2200 bis 2400 Hm
- 630 Wh plus Range Extender: mehr als 3000 Hm
Die Angaben sind Schätzwerte des Herstellers und können je nach Einsatzbedingungen variieren.

Der RS-HMI-Taster steuert Motorleistung und Variostütze. Diese erkennt per Sensor den Bedarf für partielles Absenken.
Smart Dropper mit ToF-Sensor
Die neue MC10-RS Smart Dropper wiegt 548 g und bietet 240 mm Hub. Ihr Time-of-Flight-Sensor (ToF) ermöglicht Funktionen wie Partial Drop: Damit kann die Sattelstütze in anspruchsvollen Passagen auf eine Zwischenposition abgesenkt werden. Mit Ready-To-Drop lässt sie sich laut Orbea jederzeit mit einem Tastendruck absenken.
Die kompakte RS-HMI-Steuereinheit verwaltet die Motorunterstützung und steuert zugleich die Sattelstütze. Orbea bündelt die Elektronik in einem über den Hauptakku versorgten Netzwerk; das Cockpit kommt dadurch ohne zusätzliche Bedienelemente aus.

Gegen die schwarz-graue Einöde. Orbeas Myo-Programm erlaubt umfangreiche Design- und Ausstattungs-Anpassungen ohne Aufpreis.
Das Rise wird am Orbea-Firmensitz im baskischen Mallabia entwickelt, lackiert und montiert. Über das MyO-Programm können Farbkombinationen, Komponenten sowie die Ergonomie etwa per Lenker oder Kurbel angepasst werden. Laut Orbea ist diese Individualisierung ohne Aufpreis möglich. Zur Ausstattung zählt außerdem das magnetisch befestigte FLP MT-20: Das Multitool ist in die Hinterbau-Umlenkung integriert.





