Canyon positioniert das Spectral:ON CF als "Start of a new era". Das E-Mountainbike soll die Lücke zwischen dem Neuron:ON und dem Strive:ON schließen. Dafür verbindet das Spectral:ON CF All-Mountain- mit leichten Enduro-Eigenschaften und setzt auf ein agiles, verspieltes Fahrverhalten. Das Bike ist in den Größen S bis XL erhältlich. Neben dem CF9 für 7999 Euro werden im Winter 2026 noch weitere Modelle vorgestellt. Das Rad wird ab 4. Dezember vorbestellbar sein, Auslieferungen sollen im Januar 2027 beginnen. Je nach Rahmengröße kommen unterschiedlich lange Kettenstreben zum Einsatz. In den Größen S und M passt eine 600-ml-Trinkflasche, während in L und XL auch eine 750-ml-Flasche Platz findet.
Kurz & knapp:
- Dafür ist es gedacht: Das Spectral:ON CF verbindet All-Mountain- und leichte Enduro-Eigenschaften und liegt zwischen Neuron:ON und Strive:ON.
- Das ist dran: Das Bike ist in den Größen S bis XL erhältlich.
- Das bringt Schub: Zum Einsatz kommen der Avinox-Motor, ein 700-Wh-Akku und eigene Canyon-Motorabstimmungen.
- Der Charakter: Das Mullet-Setup ist besonders verspielt, während das 29-Zoll-Hinterrad bergauf und auf technischen Trails Vorteile bietet.

Der Avinox-Motor wird von Canyon-eigenen Fahrmodi gesteuert, diese verhielten sich im ersten Fahrtest unauffällig gut.
Avinox-Antrieb und 700-Wh-Akku
Beim Antrieb setzt Canyon auf das Avinox-System, hat hierfür aber eigene Motorabstimmungen entwickelt. Der schlanke 700-Wh-Akku soll in diesem Setup eine hohe Reichweite ermöglichen. Die Kurbelarme des Spectral:ON CF sind grundsätzlich 160 Millimeter lang. Beim Topmodell kommt aufgrund der gruppenspezifischen Einschränkungen verfügbarer Komponenten eine 165-Millimeter-Kurbel zum Einsatz.
Mullet-Setup: Das Spectral:ON CF wird besonders verspielt
Eine Besonderheit des Spectral:ON CF ist die Wahl zwischen einem 27,5- und einem 29-Zoll-Hinterrad. In der Mullet-Konfiguration fährt sich das Spectral:ON CF sehr quirlig. Es lässt sich leicht aufs Hinterrad ziehen, ermöglicht einfache Wheelies und kann in technischen Passagen oder Anliegern unkompliziert versetzt werden.
29-Zoll-Hinterrad verbessert Uphill und Überrollverhalten
Mit einem 29-Zoll-Hinterrad beruhigt sich das Spectral:ON CF vor allem beim Uphill und auf technischen Singletrails. Das größere Hinterrad rollt souveräner über Wurzeln und andere Hindernisse und verleiht dem E-MTB einen stärker ausgeprägten All-Mountain-Charakter.

Das Setup mit kleinem 27,5-Zoll-Hinterrad macht Laune und fährt sich besonders verspielt, wie unser Testfahrer Matthias Müller berichtet.
Mullet oder 29 Zoll: Welches Setup passt besser?
Der Nachteil des 29-Zoll-Hinterrads: Durch die längere Kettenstrebe lässt sich das Spectral:ON CF schwerer aufs Hinterrad ziehen. Wheelies erfordern dadurch mehr Kraft und eine präzisere Fahrtechnik. Wer maximale Wendigkeit und ein besonders verspieltes Handling sucht, dürfte mit der Mullet-Konfiguration des Spectral:ON CF besser bedient sein.
Ausgewogene Geometrie und komfortabler Hinterbau
Die Geometrie des Spectral:ON CF wirkt ausgewogen und angenehm. Besonders positiv fällt der relativ steile Sitzwinkel auf. Er ermöglicht eine zentrale Sitzposition und erleichtert das Treten bergauf. Der Hinterbau arbeitet komfortabel und vermittelt den Eindruck eines gelungenen Viergelenk-Systems. Gleichzeitig bietet das Spectral:ON CF ausreichend Reserven für anspruchsvollere Abfahrten.

Die semi-integrierte Kabelführung erspart Fummelei, das dadurch "weniger aufgeräumte Cockpit" strengt die Augen dennoch nicht allzusehr an.
Wartungsfreundliche Kabelführung erleichtert Servicearbeiten
Auch bei der Wartungsfreundlichkeit kann das Spectral:ON CF punkten. Dank der durchgehenden Kabelkanäle lassen sich Bremsleitungen durch den Rahmen schieben, ohne Motor oder Akku ausbauen zu müssen. Ein integriertes Leerrohr erleichtert weitere Wartungsarbeiten. Einheitliche Lagergrößen, gut erreichbare Schrauben und ein leicht zugänglicher Hinterbau vereinfachen die Pflege des Spectral:ON CF zusätzlich.
Canyon baut Avinox-Service und Händlernetz aus
Canyon setzt beim Spectral:ON CF bewusst auf den Avinox-Antrieb, da das System derzeit als Benchmark im E-Bike-Markt gilt und von vielen Kunden nachgefragt wird. Gleichzeitig soll das Händler- und Servicenetz weiter wachsen. Geplant beziehungsweise bereits vorhanden sind zusätzliche Experience Partner, weitere Servicepartner sowie Canyon-Standorte mit Showrooms, unter anderem in München und Koblenz.





