Der neue Romy ist da: Schwalbes Alleskönner-Reifen mit Radial-Technik.

Neues Line-up, neue Mischungen, Radial-Karkasse
Neue Nomenklatur bei Schwalbe

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.04.2026
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Neue Nomenklatur bei Schwalbe
Foto: Schwalbe

Um Biker künftig zielsicher zum passenden Reifen zu führen, hat Schwalbe einen neuen dreistufigen Auswahlprozess entwickelt. Zunächst definiert der Fahrer seinen primären Einsatzbereich und wählt zwischen den drei Hauptkategorien: Race für Cross-Country und leichte Trail-Einsätze, Trail für klassische Touren im Mittelgebirge und auf alpinem Gelände oder Gravity für den harten Einsatz im Bikepark und auf schroffen Enduro-Strecken.

Anschließend wird die Güteklasse festgelegt. Die technologischen Topmodelle sind künftig am Namenszusatz "Pro" zu erkennen, während die preislich und technologisch leicht darunter angesiedelte "Schwalbe Line" die bisherige "Performance"-Kategorie ersetzt und ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten soll. Erst im letzten Schritt erfolgt die eigentliche Auswahl des Reifenprofils, wobei Schwalbe gezielte Empfehlungen für Vorder- und Hinterrad sowie unterschiedliche Bodenbedingungen gibt. Viele Modelle sind mit radialer oder diagonalen Karkasse verfügbar.

Schwalbe

Kurz & Knapp: Die Schwalbe MTB-Neuheiten im Überblick

  • Neues System: Reifenauswahl in 3 Schritten: 1. Einsatzbereich (Race, Trail, Gravity), 2. Güteklasse (Pro oder Standard), 3. Profil.
  • Nobby Nic und Big Betty werden aus dem Programm genommen und nicht mehr weiterentwickelt.
  • Neuer Allrounder: Der Schwalbe Romy füllt die Lücke des Nobby Nic
  • Radial-Technologie für alle: Die innovative Karkasse mit mehr Grip und Dämpfung wird auf Magic Mary, Tacky Chan (in 2,5 Zoll exklusiv) und Eddy Current ausgeweitet.
  • Von den Top-Reifen Magic Mary und Tacky Chan gibt es jetzt auch günstigere Standard-Versionen ab 44,90€.
  • Einfachere Namen: Der Compound "Addix Speedgrip" (blau) heißt jetzt schlicht "Mid".
  • Der Ultrasoft-Compound (lila) wurde massiv überarbeitet und bietet nun noch mehr Grip und eine spürbar bessere Eigendämpfung.

Abschied von Ikonen und die Geburt des Schwalbe Romy

Diese Neuausrichtung hat auch Konsequenzen für das bestehende Portfolio. Zwei der bekanntesten Namen im MTB-Sport, der Nobby Nic und der Big Betty, werden langsam in den Ruhestand geschickt. Sie bleiben zwar mit Restbeständen im Handel, erhalten aber keine technologischen Weiterentwicklungen mehr. Die große Lücke, die vor allem der Alleskönner Nobby Nic hinterlässt, soll der komplett neu entwickelte Schwalbe Romy schließen. Der neue Reifen wird als Race Pro, Trail Pro und Gravity Pro für 29- und 27,5-Zoll-Laufräder erhältlich sein, wobei Biker zwischen der Soft- und der neuen Mid-Gummimischung wählen können.

Schwalbe

Besonders ist, dass der Romy als erster Schwalbe-Reifen auch als Radial-Version in 2,4 Zoll Breite angeboten wird. Anders als bei der herkömmlichen Diagonal-Karkasse, deren Gewebefäden diagonal zur Laufrichtung liegen, verlaufen die Fäden bei einer Radial-Karkasse im 90-Grad-Winkel. Dies ermöglicht eine flexiblere Seitenwand und eine stabilere Lauffläche, was sich in mehr Grip, besserer Dämpfung und geringerem Rollwiderstand äußert.

Neue Namen für mehr Klarheit bei den Gummimischungen

Parallel zur neuen Struktur vereinfacht Schwalbe auch die Bezeichnungen seiner Gummimischungen. Der Markenname "Addix" entfällt künftig, um die Kommunikation zu verschlanken. Die bewährte farbliche Kennzeichnung bleibt jedoch erhalten.

Die rote Speed-Mischung ist weiterhin die schnellste Option für Race-Reifen. Eine wichtige Änderung gibt es bei der blauen Mischung: Der bisherige "Speedgrip"-Compound hört nun auf den Namen "Mid", um seine herausragenden Allround-Eigenschaften für Race- und Trailbikes besser zu betonen.

Unverändert bleibt der orangefarbene Soft-Compound die klebrige Wahl für maximalen mechanischen Grip im anspruchsvollen Gelände.

Großes Upgrade für den Ultrasoft-Compound

Den Abschluss der Neuerungen bildet ein umfassendes Update für die weichste Gummimischung im Sortiment, den lila markierten Ultrasoft-Compound. Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den Downhill-Profiteams, richtet er sich an Gravity-Piloten und Fahrer von schweren E-MTBs, bei denen maximaler Halt wichtiger ist als Rollwiderstand.

Die überarbeitete Mischung ist nicht nur spürbar klebriger geworden, um massiven Halt auf Wurzeln und Steinfeldern zu garantieren, sondern wurde auch in ihrer Härte gezielt optimiert. Dadurch kann der Reifen kleine Vibrationen und Erschütterungen noch besser absorbieren, bevor diese das Fahrwerk erreichen. Das Ergebnis ist ein ruhigeres Fahrverhalten und eine geschmeidigere Performance.

Im Vergleich mit den Profi-Reifen sind die Serienversionen mit einem Additiv versetzt, was die Dauerhaltbarkeit, speziell bei nassen und schlammigen Bedingungen, gewährleisten soll.