Am vergangenen Wochenende öffnete die Cyclingworld Europe erneut ihre Tore in Düsseldorf – und ließ die Herzen von Bike-Nerds aller Art höher schlagen. Auf dem Gelände des Areal Böhler präsentierten Hersteller ihre spannendsten Neuheiten für die Saison 2026. Neben Urban- und Gravel-Bikes rückten dabei überraschend viele Mountainbikes und E-MTB-Prototypen in den Fokus.
Von bislang unveröffentlichten Modellen bis hin zu echten Technik-Highlights: Wir haben uns vor Ort umgesehen und die wichtigsten Eindrücke und Neuheiten für euch gesammelt.

2026 war die Cyclingworld Europe mit mit 500 Ausstellern, rund 35.000 Besuchern und 400 Medienvertretern so groß wie nie.

Für mich als Mountainbike-Redakteur war die Cyclingworld in Düsseldorf tatsächlich eine Premiere – und ich bin mit einer gewissen Erwartungshaltung angereist. Schließlich ist die Messe vor Jahren als urbane Cycling-Show gestartet, hat sich dann mit dem Gravel-Boom zunehmend geöffnet und ist auch für die Dropbar-Fraktion rund ums Rennrad eine feste Größe. So weit, so bekannt.
Umso spannender war für mich der Blick auf das, was 2026 tatsächlich vor Ort passiert ist: überraschend viele Mountainbikes – und nicht nur Alibi-Exponate, sondern echte Neuheiten. Bikes, die man bislang noch nirgendwo gesehen hatte. Bestes Beispiel: das neue Propain Ekano 3 AL mit DJI-Antrieb. Dass solche Premieren mittlerweile auf der Cyclingworld stattfinden, zeigt, wie wichtig das Event geworden ist.
Ein entscheidender Faktor dafür ist zum einen die Location. Das Areal Böhler in Düsseldorf-Meerbusch bringt genau den Vibe mit, den sich die Branche wünscht: Industriehallen, rohe Flächen, kleine Stände, viel Charakter. Alles wirkt lebendig, bunt und ein bisschen wild – fast wie früher auf der Eurobike in Friedrichshafen vor 20 Jahren. Man hat das Gefühl, hier wirklich nah dran zu sein, am Puls der Szene.
Gleichzeitig bleibt die Cyclingworld bewusst eine Endkonsumentenmesse. Hersteller und Distributoren wie Grofa oder Cosmic Sport verkaufen direkt vor Ort. Das verändert natürlich die Dynamik an den Ständen: Wenn ein Kunde kaufen will, hat das Priorität. Für uns als Medienvertreter bedeutet das manchmal Wartezeit – aber ehrlich gesagt: Das gehört zum Konzept und ist absolut okay.
Was mich fast noch mehr überrascht hat: die Dichte an Brancheninsidern. Leute aus ganz Deutschland, auch viele aus dem Süden, waren vor Ort. Nicht nur zum Schauen, sondern zum Netzwerken, Abstimmen, Spezifizieren. Die Cyclingworld entwickelt sich damit zunehmend auch zu einem inoffiziellen Branchentreff. Das dürfte vor allem am Zeitpunkt liegen, der strategisch clever gewählt ist. Mitte/Ende März, also genau zum Saisonstart, wenn viele Themen noch frisch sind und die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden.
Bisher war dieser Austausch oft rund um Events wie das Bike Festival in Riva angesiedelt. Die Frage wird sein, wie sich dieses Gefüge künftig verschiebt. Klar ist: Die Cyclingworld hat sich in kurzer Zeit eine echte Relevanz erarbeitet – im Consumer-Bereich ebenso wie innerhalb der Industrie.
Mein Fazit zu 2026: ein spannendes Format mit eigenem Charakter. Für mich war es definitiv nicht der letzte Besuch.
Die MTB-Highlights der Cyclingworld 2026 in Bildern
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Fazit: Cyclingworld wird zum MTB-Pflichttermin
Die Cyclingworld 2026 hat gezeigt, dass die Messe längst mehr ist als urbane oder Gravel-Bikes – echte Mountainbike-Premieren und spannende Prototypen machen sie zu einem Pflichttermin für Trailfans. Zwischen Industriehallen-Charme und direktem Kundenkontakt konnten Besucher:innen die Trends der Saison hautnah erleben, während die Hersteller den direkten Draht zum Publikum nutzten. Für Mountainbike-Fans lohnt sich ein Besuch also definitiv – nicht nur, um neue Bikes zu sehen, sondern auch, um am Puls der Szene zu bleiben.
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