Federleicht: Diese 20 Gravelbikes wiegen unter 9 Kilogramm

Unter der magischen Grenze von 9 Kilogramm
Diese Gravelbikes sind Federleicht

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.02.2026
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Rose Adventure Collection Micro-Fleece Jacke
Foto: Dan Zoubek

Darf es noch ein bisschen mehr sein? Was an der Wursttheke im Supermarkt vielleicht noch gut ankommt, ist beim Radkauf nicht unbedingt erwünscht. Hier wird nicht nur auf den Preis geschielt, sondern oft auch auf das Gewicht. Was im Radrennsport schon lange üblich ist, spielt im Gravelbike-Bereich gar keine so entscheidende Rolle. Oder doch?

Neben der Auswahl der Leichtgewichte, die wir dir hier vorstellen, sind wir auch der Frage nachgegangen, wie wichtig das Gewicht eines Gravelbikes sein kann und was dies bedeutet. Alle wichtigen Informationen findest du unten.

Fizik Kudo,Expertenbox
Thomas Terbeck
Redakteur

Diese 20 Gravelbikes wiegen unter 9 Kilogramm

1
Merida Mission 10k Race-Gravelbike
Merida

Merida Mission 10k

2
Carrera Eravel,Gravelbike,Test,schräge Gesamtansicht,Wiese
Agron Beqiri

Carrera Eravel

3
Wilier Rave SLR ID2
Wilier Triestina

Willier Triestina Rave SLR ID2

4
Gravelbiketest im Wendland 06-2024,1OF1 Aerogravel
Dan Zoubek

1OF1 Aerogravel

5
Megamo Silk AXS 05,Gravelbike,Test,Seitenansicht
Veronika Schäf

Megamo Silk 05 AXS

6
Focus Atlas 8.9 Gravelbike
Agron Beqiri

Focus Atlas 8.9

7
Specialized Crux Expert,Studio
Specialized

Specialized Crux Expert

8

Stevens Camino AXS

9
Rose Backroad FF,Shimano GRX 2x12 Di2,Gravelbike,Rotten Candy
Rose

Rose Backroad FF GRX RX825 Di2

10
Gravelbike Magazin Mondraker Arid Carbon
Dan Zoubek

Mondraker Arid Carbon RR

11
Gravelbike Magazin Giant Revolt Advanced
Dan Zoubek

Giant Revolt Advanced 0

12
Trek Checkpoint SLR 9,Studio
Trek

Trek Checkpoint SLR 9 AXS

13
Pinarello Grevil F Gravelbike Bikepacking
Roberto Bragotto

Pinarello Grevil F7

14
Gravel Camp Calabardina 02/2024, Orbea Terra M21e Team 1x
Dan Zoubek

Orbea Terra M21e Team

15
Canyon Grail CFR VB77,Seitenansicht
Canyon

Canyon Grail CF SLX 8 eTap

16
BMC Urs 01 One,Gravelbike,Studiofoto,Seitenansicht
BMC

BMC Urs 01 One

17
Orbea Terra Race
Orbea

Orbea Terra Race

18
Cube Nuroad C:62 SLX,Gravelbike,Test,Seitensicht
Dan Zoubek

Cube Nuroad C:62 SLX

19
3T Racemax 2 Italia,Gravelbike,Test,Seitenansicht
Agron Beqiri

3T Racemax2 Italia

20
Bulls Machete RX 3
Bulls

Bulls Machete RX 3

Gewicht bei Gravelbikes: Bedeutung, Einfluss und Abwägung

Warum reden wir hier von einer "magischen" Grenze von unter 9 Kilogramm bei einem Gravelbike? Wer sich einmal näher mit den verfügbaren Gravelbikes auf dem Markt beschäftigt, wird schnell feststellen, dass die meisten Bikes vom Gewicht im 9- oder 10-Kilogramm-Bereich oder sogar darüber liegen. Sie sind dadurch definitiv nicht schlechter oder besser als die hier vorgestellten Leichtgewichte. Der Einsatzzweck ist jedoch entscheidend.

Deutlich zu erkennen in unserer bunten Vorstellung ist der überwiegende Einsatzzweck auf Race und schnelles, sehr sportliches Fahren, welches man quasi als Grenze zu einem Allrounder sehen könnte. Sitzgeometrie und Komponentenauswahl weisen darauf hin. Dennoch besitzen auch sie einige Voraussetzungen für längere Touren und bieten unter anderem Befestigungen fürs Gepäck an oder haben einen robusteren Reifen aufgezogen. Die Grenzen können durchaus verschwimmen, was wiederum dem Kunden durch eine größere Auswahl und noch bessere individuelle Anpassung zugutekommen kann.

Ganz klar: Das Gewicht eines Gravelbikes spielt ebenfalls eine zentrale Rolle, wenn es um Performance und Vielseitigkeit geht. Sie sind so konzipiert, dass sie sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände bewähren. Dabei stellt das Gewicht einen entscheidenden Faktor dar, der sowohl die Effizienz als auch den Fahrkomfort beeinflusst. Dabei gilt es, folgende Aspekte zu beachten.

1. Warum ist das Gewicht wichtig?

Ein leichteres Gravelbike ermöglicht besseren Vortrieb und eine höhere Effizienz beim Klettern. Besonders auf längeren Anstiegen und in technischem Gelände wird jedes eingesparte Kilogramm spürbar. Gleichzeitig reduziert ein geringes Gewicht die Gesamtbelastung, was vor allem bei mehrtägigen Bikepacking-Touren ein Vorteil sein kann. Auch bei Rennen oder ambitionierten Runden, bei denen jede Sekunde zählt, kann sich ein geringeres Gewicht auszahlen.

Lapierre Crosshill CF,Gravelbike,Frankreich,nackter Rahmen
Thomas Terbeck

2. Die Wahl der Komponenten

Das Gewicht steigt oder sinkt durch die verwendeten Materialien und Komponenten. Rahmen aus Carbon sind in der Regel leichter als solche aus Aluminium und Stahl. Aber selbst hier gibt es noch wesentliche Unterschiede bei den verwendeten Carbonfasern, die je nach Ausführung zusätzlich einige Gramm einsparen können. Das treibt die Kosten natürlich in die Höhe, das Material Carbon ist teurer.

Ebenso beeinflussen etwa die Wahl der Laufräder samt Reifen, die gewählte Schaltgruppe und andere Anbauteile das Gesamtgewicht. Tubeless-Bereifung kann etwa das Gewicht reduzieren. Ein Aluminium-Lenker ist wahrscheinlich schwerer als einer aus Carbon. Beim Sattel gilt das genauso.

Dennoch gibt es bei Gravelbikes eine nicht zu vernachlässigende Besonderheit: Aufgrund ihres Einsatzbereichs müssen sie robuster und belastbarer sein als reine Rennräder. Diese Robustheit bringt oft ein höheres Gewicht mit sich, sei es durch verstärkte Rahmen oder breitere Reifen. Die Kunst ist es, einen guten Kompromiss zwischen Leichtbau und Stabilität zu finden.

Sram Red XPLR,Gravel,Schaltgruppe,Ansicht von hinten,Schaltwerk,Kassette
Marco Peruzzo

3. Gewicht vs. Vielseitigkeit

Ist ein besonders leichtes Gravelbike immer die beste Wahl? Nicht unbedingt. Die Vielseitigkeit und die Funktionalität spielen ebenso eine große Rolle. Deshalb sollte zunächst immer die Frage gestellt werden, welchem Einsatzzweck das Gravelbike dienen soll. Zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten für Taschen, Schutzblech und Co, eine größere Reifenfreiheit und Komfortmerkmale wie gefederte Sattelstützen oder Lenker erhöhen das Gesamtgewicht und verbessern die Alltagstauglichkeit. Das Mehrgewicht kann für Bikepacking-Fans und Alltagsradler somit akzeptabel sein, solange die Fahreigenschaften und die Haltbarkeit überzeugen.

4. Persönliche Vorlieben und der Einsatzzweck

Wie bereits erwähnt, hängt die Bedeutung des Gewichts von den individuellen Bedürfnissen eines jeden einzelnen Fahrers ab. Daher ist die Definition des persönlichen Einsatzzwecks des Gravelbikes essenziell, um nach dem Kauf nicht frustriert festzustellen, dass die Wahl des Bikes doch verkehrt war. Wer sein Gravelbike vor allem für Rennen oder schnelle Ausfahrten nutzen möchte, sollte ein möglichst leichtes Modell wählen. Für Tourenfahrer oder Abenteurer, die mehr Wert auf Komfort und Zuverlässigkeit legen, kann das Gravelbike mit den etwas schweren Komponenten möglicherweise die bessere Wahl sein. Am Ende ist es aber zusätzlich eine Frage des Geldes. Denn leider verhält es sich so, dass leichteres Gewicht erkauft werden muss, der Preis des Gravelbikes dadurch steigen kann.