Continental Terra Competition: neuer Gravel-Reifen im ersten Test

Continental Terra Competition im ersten Test
Contis neuer Reifen für den flotten Gravel-Einsatz

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.02.2026
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Continental Terra Competition Trail Close-Up
Foto: Dan Zoubek

Beim Rennrad sind Reifen von Continental schwer begehrt, nicht nur am Renner von Radsport-Megastar Tadej Pogačar. Jetzt will der traditionsreiche Hersteller aus dem hessischen Korbach auch beim Gravelbike angreifen. Mit dem neuen Terra Competition. Dabei verrät schon der Name, dass es sich hier um einen besonders schnellen Reifen handelt, der auch für den Renneinsatz entwickelt wurde.

Streng genommen handelt es sich bei dem Terra Competition aber nicht um einen, sondern gleich um zwei neue Reifen. Denn Conti bietet das Modell in den zwei Versionen Terra Competition Race und Terra Competition Trail.

Continental Terra Competition Race
Continental

Kurz & knapp: Continental Terra Competition

  • neuer Gravelbike-Reifen für schnellen Allroad-Einsatz
  • zwei Versionen: Race und Trail
  • drei Breiten: 35, 40 und 45 mm
  • Tubeless-Ready und Hookless-kompatibel
  • Gewicht: ab 345 Gramm
  • Preis: ab 68,95 Euro

Leichter, schneller, sicherer

Im direkten Vergleich zum bislang schnellsten Conti-Reifen fürs Gravelbike, dem Terra Speed, verspricht der Hersteller vom neuen Terra Competition Race:

  • einen Gewichtsvorteil von 25 bis 68 Gramm oder 5,6 bis 16,4 Prozent je nach Reifenbreite.
  • eine verbesserte Aerodynamik.
  • einen bis zu 17 Prozent geringeren Rollwiderstand.
  • höheren Pannenschutz durch eine zusätzliche Schutzschicht unter dem Profil.

Den Unterschied zwischen Terra Competition Race und Terra Competition Trail machen dabei die Karkasse und die Gummimischung.

Continental Terra Competition am Bulls Machete RX 1
Dan Zoubek

Die Karkasse

Beim Terra Competition Trail setzt Continental auf eine einlagige Konstruktion, die vor allem auf Robustheit und viel Grip ausgelegt ist. Auch die Seitenwand und die Lauffläche wurden entsprechend optimiert, etwa durch eine breitere textile Schutzschicht zwischen Lauffläche und Karkasse.

Auch die Race-Karkasse besteht aus einem einlagigen Aufbau, der allerdings in erster Linie auf ein geschmeidiges Fahrverhalten und geringes Gewicht ausgerichtet ist. Hier wurden Seitenwand und Lauffläche laut Hersteller für die optimale Mischung aus Gewicht, Geschmeidigkeit und Pannenschutz ausgelegt. So verfügt auch der Terra Competition Race über eine textile Schutzschicht zwischen Lauffläche und Karkasse, die allerdings etwas schmaler dimensioniert ist.

Continental Terra Competition Karkassen
Continental

Die Gummimischung

Bei der Wahl der Gummimischung setzt Continental für den Terra Competition Trail ebenfalls auf maximalen Grip. Die ursprünglich für den Cross-Country-Einsatz entwickelte Rezeptur soll besonders flexibel, gut dämpfend und griffig sein.

Beim Terra Competition Race hingegen kommt die härtere Rapid-Mischung zum Einsatz. Sie soll besonders effizient, schnell und agil sein und damit die erste Wahl, wenn es um Geschwindigkeit und Beschleunigung geht.

Das Profil

Optisch unterscheiden sich die beiden Versionen indes nicht, denn das Profil der Reifen ist identisch. Das reduzierte, V-förmige Muster in der Lauffläche soll besonders aerodynamisch sein und auch auf rauem Asphalt und Schotter hohen Speed gewährleisten. Für Grip auf Schotter wachsen die Stollen dabei nach außen hin leicht an.

Continental Terra Competition Trail
Dan Zoubek

Zu erkennen ist der Unterschied zwischen Terra Competition Race und Terra Competition Trail nur an zwei kleinen Logos auf der Seitenwand. Oder an der braunen Seitenwand, denn die Option in Kautschuk-Naturfarbe ist der Trail-Version vorbehalten, der wahlweise auch mit schwarzer Seitenwand erhältlich ist. Denn Terra Competition Race bietet Conti ausschließlich in schwarzem Look.

Größe und Gewicht

Alle Terra Competition Modelle sind ausschließlich als 28-Zoll-Reifen in den Breiten 35, 40 und 45 Millimeter erhältlich. Die etwas pannensichereren Competition Trail Reifen sollen zwischen 410 und 530 Gramm auf die Waage bringen. Die schnellere Race-Mischung ist mit Gewichten zwischen 345 und 470 Gramm rund 10 bis 15 Prozent leichter. Als Maximaldruck gibt Continental 79 PSI (5,4 Bar) für 35 Millimeter, 72 PSI (5,0 Bar) für 40 Millimeter und 65 PSI (4,5 Bar) für 45 Millimeter an. Alle Versionen sind Tubeless-Ready und auch für den Einsatz mit Hookless-Felgen zugelassen. Kosten soll der neue Reifen ab 68,95 Euro.

Der erster Eindruck

Continental Terra Competition Trail im Einsatz
Dan Zoubek

Im GRAVELBIKE-Testcamp konnten wir den Terra Competition Trail in der 45 Millimeter breiten Version mit brauner Seitenwand bereits ausprobieren. Montiert haben wir ihn dazu im Tubeless-Setup am neuen Race-Gravelbike Machete RX 1 von Bulls. Dabei haben wir den Reifen definitiv deutlich jenseits des vorgesehenen Einsatzbereichs bewegt. Sprich: Neben Asphalt und Champagner-Schotter ging es durchaus auch mal etwas rauer zur Sache. Erste gute Nachricht: Nach rund 400 Kilometern und 6000 Höhenmetern gab es keine Panne. Auf der Straße und auf guten Schotterwegen überzeugte der Reifen mit sattem Speed und tollem Rollverhalten. Dabei überraschte der Terra Competition trotz sehr reduziertem Profil auch in rauerem Gelände mit gutem Grip und viel Kontrolle. Ans Limit kam der Reifen in tieferem Kies und auf feuchtem, rutschigem Untergrund. Alles in allem kann der Continental Terra Competition Trail als flotte Wahl für den Allroad-Einsatz auf Straße und leichtem Schotter voll überzeugen.