Seit dem Start des "Ur-Racemax" im Sommer 2020 hat sich die italienische Bike-Manufaktur 3T einen guten Ruf in der Szene erarbeitet. Das Racemax ist seitdem fester Bestandteil bei vielen Gravel-Rennen. Mit dem neuen Racemax+ WPNT schiebt die italienische Marke nun die nächste Entwicklung des Gravelbikes nach, die den Speed-Gravel-Ansatz für einen größeren Kreis an Fahrern öffnen soll. Der Fokus liegt dabei auf mehr Reifenfreiheit, einer breiteren Größenauswahl und vor allem einem deutlich zugänglicheren Preisniveau.
Kurz & Knapp: 3T Racemax+ WPNT
- Rahmen: Carbon
- Reifenfreiheit: Bis 51 mm (1-fach) bzw. 48 mm (2-fach), aerodynamisch für 38–48 mm optimiert
- Größen: 6 Größen von XS bis XXL
- Geometrie: STR wächst um 3 mm (außer XS)
- Antriebe: Shimano GRX 1×12 oder Sram Rival XPLR AXS 1×13 (auch mechanisch/2-fach kompatibel)
- Laufräder: Fulcrum LITE GR bzw. 3T Discus 4030 Carbon
- Farben: Foresta Green, Vela Beige, Quarzo Grey
- Preise: 3063 Euro bis 4344 Euro. Rahmenset: 2623 Euro.
Der Name
Das "+"-Zeichen im Namen stehe bei 3T für eine wichtige Weiterentwicklung der bewährten Plattform, erklärt der Hersteller. Während die High-End-Linien ITALIA und ITALIA X direkt in Italien gefertigt werden, geht 3T beim Racemax+ WPNT einen etwas anderen Weg: Die Carbon-Rahmen werden in Asien gefertigt, während die Lackierung und die Endmontage der Kompletträder im Stammwerk in Presezzo in Italien erfolgen. Das soll die Kosten spürbar drücken: Im Vergleich zum Vorgänger in vergleichbarer Ausstattung liege die Ersparnis bei rund 1000 Euro. Ob dadurch neue Abhängigkeiten entstehen können, steht auf einem anderen Blatt.

Der Rahmen des Racemax+ WPNT wird in Asien gefertigt, in Italien aber lackiert und zusammengebaut.
Mehr Reifenfreiheit und überarbeitete Geometrie
Ein zentraler Punkt der Neuentwicklung sei die gesteigerte Vielseitigkeit. Das Racemax+ WPNT soll aerodynamisch für Reifen von 38 bis 48 mm optimiert worden sein. Bei 1-fach-Antrieben sollen der Rahmen und die Gabel sogar Pneus bis zu 51 mm schlucken können, während bei 2‑fach-Schaltgruppen maximal 48 mm möglich seien.
Auch bei der Passform legt 3T nach: Das Rad kommt in gleich sechs Rahmengrößen. Von XS bis XXL. Die Geometrie sei behutsam verfeinert worden, um sportliche Ambitionen mit hoher Stabilität zu paaren. So wächst der Stack und Reach bei den meisten Größen um 3 Millimeter, während die Kettenstrebenlänge auf 425 mm bemessen ist, so die Italiener. Ein steilerer Lenkwinkel soll für ein direktes und berechenbares Lenkverhalten sorgen.
Ausstattung und Preise
In Sachen Integration setzt das Gravelbike auf die bewährte 3T Semi-Integrale-Technologie, die bis zu drei Kabel unsichtbar am Cockpit vorbeiführt. Zudem ist der Rahmen mit dem UDH-Schaltauge kompatibel und erlaubt sowohl mechanische als auch elektronische 1- und 2-fach-Schaltungen. Zum Marktstart stehen drei Lackierungen zur Auswahl: Foresta Green, Vela Beige und Quarzo Grey.
Die Preise starten für das Rahmenset bei 2623 Euro. Mit Shimano GRX 1 × 12 und Fulcrum LITE GR‑Laufrädern kostet das Gravelbike 3033 Euro. Mit der Sram Rival 1x12 XPLR AXS hat man die Wahl bei den Laufrädern zwischen denselben Fulcrum- oder den 3T Discus 40/30 Carbon-Laufrädern. Dort liegt der Preis bei 3770 Euro bzw. 4344 Euro.





